15.04.2019

Zukunftsperspektiven für die Baustoffindustrie

Studienreise in die Schweiz als Projektauftakt
In einem kooperativen und internationalen Projekt unter der Leitung des WIFO sollen zukunftsfähige Perspektiven für die österreichische Baustoffindustrie entwickelt werden. Zum Projektauftakt fand im März 2019 eine Studienreise in die Schweiz statt – und zwar zur Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) und ihrem Innovationsprojekt "Next Evolution in Sustainable Building Technologies (NEST)".

Im Bau- und Energiebereich ist es schwierig, neue Technologien und Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Tiefe Energiepreise, lange Investitionszeiten und viele Regeln hemmen die Risikobereitschaft der Unternehmen. Heute besteht oft eine große Lücke zwischen Technologien, die im Labor funktionieren, und dem Markt, der zuverlässige, ausgereifte Produkte verlangt. NEST beschleunigt den Innovationsprozess, indem es eine Plattform bietet, auf der Neues unter realen Bedingungen getestet, verbessert und demonstriert werden kann.

Der Lokalaugenschein unterstrich das hohe Innovationspotential in der Baustoffindustrie. "Diese Industrie wird eine Schlüsselrolle bei allen derzeit vorstellbaren Veränderungen in der österreichischen Infrastruktur übernehmen, von den Gebäuden über die Mobilität bis zur Bereitstellung von Energie. International starten derzeit zahlreiche Initiativen, um die künftigen Handlungsspielräume der energieintensiven Industrien auszuloten. Insgesamt könnte die österreichische Baustoffindustrie durch eine Präsentation ihrer langfristigen Perspektiven eine Themenführerschaft übernehmen und dabei sowohl im Inland als auch im Ausland ihre Position stärken", erklären Stefan Schleicher und Angela Köppl in ihrer WIFO-Projektbeschreibung.

Der Besuch wurde durch den Präsidenten der Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein (HKSÖL) Heinz Felsner ermöglicht. Das Projekt "Innovativ – Zukunftsorientiert – Wettbewerbsfähig. Perspektiven für die österreichische Baustoffindustrie" wird unter der Leitung des WIFO mit nationalen und internationalen Partnern (Wegener Center, SustainServ, Centre for European Policy Studies) umgesetzt.

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