Auch Metalle und Metallerzeugnisse zählen zu den CO2-intensiven Produkten. – © pixabay.com
09.08.2018
WIFO-Studie: Klimazölle auf „schmutzige“ Importe könnten das EU-Budget entlasten
Jährlich wären – je nach Modell – Einnahmen von mehreren hundert Milliarden Euro möglich.
Zölle auf Importe in die EU, bei deren Herstellung mehr CO2 anfällt als in europäischer Produktion, könnten sich gleich mehrfach positiv auswirken: Sie könnten nicht nur einen beträchtlichen Beitrag zum EU-Budget leisten. Die Maßnahme würde auch die europäische Wirtschaft, die verhältnismäßig strengen Umweltauflagen unterliegt, wettbewerbsfähiger machen.
Sogenannte CO2-Zölle - als Begleitmaßnahme zum bestehenden EU-Emissionshandel - würden an der EU-Außengrenze bei der Gütereinfuhr auf die Menge an Treibhausgas-Emissionen eingehoben, die durch die Erzeugung eines bestimmten Produkts verursacht wird.
Das WIFO hat sechs Szenarien durchgerechnet: In allen Fällen wurden gleiche linear ansteigende Importzölle von nominell 36 Euro je Tonne (im Jahr 2018) bis nominell 400 Euro je Tonne im Jahr 2050 angesetzt. Variiert wurde in den Szenarien, wieviel Treibhausgas das importierte Produkt verursacht hat sowie der Verlauf der CO2-Intensität. In der teuersten Rechenvariante könnten die Einnahmen hochgerechnet auf das Jahr 2050 bei mehr als 900 Milliarden Euro liegen. In der billigsten Variante wäre es halb so viel.
Ein Rechenbeispiel: Je nach Ausgestaltung könnte etwa im Jahr 2027 also am Ende des kommenden EU-Finanzrahmens ein CO2-Importzoll von etwa 100 Euro pro Tonne CO2 (bei angenommener gleichbleibender CO2-Intensität der importierten Produkte) zwischen 70 und 180 Milliarden Euro einbringen. Diese Summen entsprechen im Jahr 2027 einem Drittel bis 90 Prozent des von der EU im Mai vorgeschlagenen Jahresbudgetrahmens. Das würde den Mitgliedsstaaten ermöglichen, ihre Beiträge zum EU-Budget zu senken.
Verhindern könnten derartige Klimaabgaben auch, dass Betriebe in Länder außerhalb der EU abwandern, wo es weniger hohe Umweltauflagen gibt. Damit würden nicht zuletzt Ungleichgewichte im Wettbewerb ausgeglichen.
Die Studie entstand im Rahmen des Horizon2020-EU-Projektes FairTax, dass sich unter anderem mit der Analyse von nachhaltigkeitsorientierten Eigenmitteloptionen zur Finanzierung des EU-Projektes beschäftigt.
Die gesamte Studie zum Online-Download finden Sie hier.
Das WIFO hat sechs Szenarien durchgerechnet: In allen Fällen wurden gleiche linear ansteigende Importzölle von nominell 36 Euro je Tonne (im Jahr 2018) bis nominell 400 Euro je Tonne im Jahr 2050 angesetzt. Variiert wurde in den Szenarien, wieviel Treibhausgas das importierte Produkt verursacht hat sowie der Verlauf der CO2-Intensität. In der teuersten Rechenvariante könnten die Einnahmen hochgerechnet auf das Jahr 2050 bei mehr als 900 Milliarden Euro liegen. In der billigsten Variante wäre es halb so viel.
Ein Rechenbeispiel: Je nach Ausgestaltung könnte etwa im Jahr 2027 also am Ende des kommenden EU-Finanzrahmens ein CO2-Importzoll von etwa 100 Euro pro Tonne CO2 (bei angenommener gleichbleibender CO2-Intensität der importierten Produkte) zwischen 70 und 180 Milliarden Euro einbringen. Diese Summen entsprechen im Jahr 2027 einem Drittel bis 90 Prozent des von der EU im Mai vorgeschlagenen Jahresbudgetrahmens. Das würde den Mitgliedsstaaten ermöglichen, ihre Beiträge zum EU-Budget zu senken.
Verhindern könnten derartige Klimaabgaben auch, dass Betriebe in Länder außerhalb der EU abwandern, wo es weniger hohe Umweltauflagen gibt. Damit würden nicht zuletzt Ungleichgewichte im Wettbewerb ausgeglichen.
Die Studie entstand im Rahmen des Horizon2020-EU-Projektes FairTax, dass sich unter anderem mit der Analyse von nachhaltigkeitsorientierten Eigenmitteloptionen zur Finanzierung des EU-Projektes beschäftigt.
Die gesamte Studie zum Online-Download finden Sie hier.
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