Heimische Wirtschaft stagnierte im II. Quartal 2026
Ersten Berechnungen zufolge lag das BIP real im II. Quartal 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (+0,0%, I. Quartal +0,2%, kalender- und saisonbereinigt). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von +0,8% gegenüber dem II. Quartal 2025.
Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges verlief die Industriekonjunktur im II. Quartal schwach. Die Wertschöpfung der Industrie (ÖNACE 2008, Abschnitte B bis E) stagnierte (‑0,1%, nach +1,3% im I. Quartal 2026). In der Bauwirtschaft setze sich die rückläufige Entwicklung der Wertschöpfung weiter fort (‑0,4% nach ‑0,6% im I. Quartal).
In den Dienstleistungsbereichen zeigte sich ein gemischtes Bild. Während in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (ÖNACE 2008, Abschnitte M und N) die Wertschöpfung zurück ging (‑0,4%), wurde im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008, Abschnitte G bis I) ein leichter Zuwachs verzeichnet (+0,3%). In den Bereichen Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (ÖNACE 2008, Abschnitte J bis L) verlief die Dynamik besser (+0,8%).
Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) verlief schwach (‑0,1% gegenüber dem Vorquartal), der öffentliche Konsum stagnierte ebenso nahezu (‑0,1%).
Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten hingegen im II. Quartal im Vorquartalsvergleich ein leichtes Wachstum von 0,4% (I. Quartal ‑0,0%). Vom Außenhandel kamen kaum Impulse (Exporte +0,5%, Importe +0,6%).
Wichtige Information
Die WIFO-Schnellschätzung ist eine erste Schätzung für das vergangene Quartal. Sie baut auf die Quartalsrechnung von Statistik Austria auf und umfasst das BIP sowie Komponenten in der Form von saison- und kalenderbereinigten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal (Kennzahl laut Eurostat-Vorgabe).
Am 1. September 2026 werden von Statistik Austria die Quartalsdaten für das BIP und die Hauptaggregate für das II. Quartal 2026 auf Basis vollständigerer Daten veröffentlicht.
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