15.09.2026

Gabriel Felbermayr erhält den Gustav-Stolper-Preis 2026

Verein für Socialpolitik ehrt WIFO-Direktor
Der Verein für Socialpolitik (VfS) zeichnete WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr am 15. September 2026 mit dem Gustav-Stolper-Preis im Rahmen der VfS-Jahrestagung in Innsbruck aus. Die Laudatio hielt Lars P. Feld (Walter-Eucken-Institut).

"Gabriel Felbermayr bringt die Erkenntnisse internationaler Spitzenforschung genau dorthin, wo sie gebraucht werden: in die wirtschaftspolitische Debatte", sagte Klaus M. Schmidt, Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik. "Er verbindet wissenschaftliche Präzision mit der Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich und pointiert zu erklären. Gerade in einer Zeit wachsender Handelskonflikte und geopolitischer Spannungen ist diese Stimme besonders wertvoll. Damit verkörpert er in besonderer Weise, wofür der Gustav-Stolper-Preis steht: wissenschaftliche Exzellenz mit Wirkung in der öffentlichen Debatte."

Wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftspolitische Relevanz

Gabriel Felbermayr ist seit 2021 Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) in Wien und Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Zuvor war er Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit März 2026 gehört er in Deutschland zudem dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an.

Felbermayr zählt laut VfS zu den profiliertesten Ökonomen im Bereich der internationalen Wirtschaft. Seine Forschung untersucht, wie internationaler Handel und Handelsbarrieren Wohlstand, Unternehmen und Arbeitsmärkte beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den wirtschaftlichen Folgen geopolitischer Konflikte und der zunehmenden Fragmentierung der Weltwirtschaft. Dabei verbindet er wissenschaftliche Exzellenz mit hoher wirtschaftspolitischer Relevanz.

Gustav-Stolper-Preis

"Mit dem Gustav-Stolper-Preis zeichnet der Verein für Socialpolitik in diesem Jahr zum 20. Mal eine herausragende Persönlichkeit aus, die mit ihrer Forschung die öffentliche Debatte prägt, das Verständnis ökonomischer Zusammenhänge vertieft und Impulse zur Lösung wirtschaftlicher Herausforderungen gibt. Der Verein dankt der FAZIT-Stiftung für die finanzielle Unterstützung", so der VfS.

Über den Verein für Socialpolitik

Der Verein für Socialpolitik ist mit rund 3.850 persönlichen und korporativen Mitgliedern eine der größten Vereinigungen von Wirtschaftswissenschafter:innen in Europa. Die Mitglieder stammen aus aller Welt, überwiegend jedoch aus dem deutschsprachigen Raum. Der 1872 gegründete Verein fördert Wissenschaft und Forschung durch die wissenschaftliche Erörterung wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Fragen, insbesondere im Rahmen seiner Jahrestagung, seiner Fachausschüsse und seiner Fachzeitschriften.