23.08.2019

Was Wirtschaftsprognosen leisten

Vortrag von Stefan Schiman bei der ersten n-tv business session
Auf Einladung des TV-Werbezeitenvermarkters IP Österreich sprach WIFO-Ökonom Stefan Schiman bei der ersten n-tv business session am 21. August 2019 in den Wiener Börsensälen darüber, wie Wirtschaftsprognosen aufgestellt werden und wie man anhand von Daten Vorhersagen treffen kann.

In der neuen Eventreihe greift der Bewegtbildvermarkter Themen rund um Wirtschaft, Wissenschaft oder auch Finanzen in Verbindung mit der TV-Branche auf. In der ersten n-tv business session wagte man einen Blick in die Zukunft und widmete sich einen Vormittag lang dem Themenfeld der Prognosen. Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit mit Daten und Vorhersagen, darunter neben Stefan Schiman (WIFO), Thomas Keil (SAS), Manfred Dorninger (Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik), Markus Hartl (TMC The Media Consultants) und Christian Sattler (IP Österreich).

Den Bogen zum Medium TV spannte Schiman in seinem Vortrag anhand der Darstellung einer positiven Korrelation eines wachsenden Bruttoinlandsprodukts und der TV-Nutzung in Österreich. Je höher das BIP-Wachstum in der zweiten Hälfte eines Jahres, desto höher falle die TV-Nutzung im Jänner des Folgejahres aus. Hingegen stellt sich der landläufig vermutete positive Zusammenhang zwischen TV-Konsum und Arbeitslosigkeit als Scheinkorrelation heraus, die sich aus dem gleichen Saisonmuster der beiden Größen (hoch im Winter, gering im Sommer) ergibt.

"Bei den n-tv business sessions ist es uns besonders wichtig, dass die Themenbereiche zur DNA von n-tv passen. Wir wollen mit dieser neuen Fachtagung eine weitere Plattform schaffen, bei der wir bewusst über den Tellerrand blicken und somit unseren Kunden und Partnern einen Mehrwert für ihre tägliche Arbeit bieten", so Walter Zinggl, Geschäftsführer IP Österreich.

Prognosen bei der Planung von TV-Kampagnen

Prognosen bilden einen wesentlichen Baustein bei der Planung von TV-Kampagnen. Die Komplexität in diesem Bereich hat in den vergangenen Jahren jedoch deutlich zugenommen. Eine starke Fragmentierung der TV-Sender, das immer größer werdende Bewegtbildangebot aber auch andere Faktoren wie z. B. das Wetter oder auch neue Technologien, beeinflussen zunehmend auch die TV-Nutzung. "All das stellt die Medienforschung vor neue Herausforderungen und muss auch in der Erstellung und den Anforderungen an TV-Prognosen verstärkt berücksichtig werden", erklärt Christian Sattler (Leiter Research, IP Österreich) in seiner Einleitung.

Weitere Informationen

Video-Beitrag über die n-tv business sesssion

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