WIFO-Konjunkturumfragen

Der WIFO-Konjunkturtest ist eine monatliche Befragung österreichischer Unternehmen zu ihrer wirtschaftlichen Lage und deren Entwicklung in den nächsten Monaten. Ziel ist es, mit möglichst geringem Aufwand für die Befragten die aktuelle und bevorstehende Entwicklung der österreichischen Wirtschaft zu erfassen. Die Ergebnisse werden zwölfmal pro Jahr jeweils vor dem Ende des Monats der Erhebung veröffentlicht. Sie liegen damit wesentlich früher vor als Daten der amtlichen Konjunkturstatistik. So sind die Ergebnisse des Konjunkturtests für einen bestimmten Monat rund zwei Monate vor der Veröffentlichung des vorläufigen Wertes und rund drei Monate vor der Publikation des ersten Wertes des Produktionsindex verfügbar.

Pro Monat nehmen rund 1.600 Unternehmen mit mehr als 200.000 Beschäftigten freiwillig am WIFO-Konjunkturtest teil. An dieser Stelle sei den Unternehmen gedankt, ohne ihre Mitwirkung wäre der WIFO-Konjunkturtest nicht möglich. 

Im Rahmen des WIFO-Investitionstests befragt das WIFO halbjährlich Unternehmen zu ihrer Investitionstätigkeit. Auch hier ist das Hauptziel, über relevante ökonomische Daten zu verfügen, schon bevor diese von den statistischen Ämtern zur Verfügung gestellt werden können.

 

WIFO-Konjunkturumfragen

Aktuelle Ausgaben: WIFO-Konjunkturtest (2 Treffer)

COVID-19 bremst Konjunkturerholung. Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom November 2020 (COVID-19 Slows Down Economic Recovery. Results of the WIFO-Konjunkturtest (Business Cycle Survey) of November 2020)
WIFO-Konjunkturtest, 2020, (11), 13 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäische Kommission, GD Wirtschaft und Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 27.11.2020 14:00
Die Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen trübten sich im November im Zuge der zweiten Welle der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungsmaßnahmen ein. Der WIFO-Konjunkturklimaindex sank um 5,2 Punkte und lag mit –14,7 Punkten wieder deutlicher im negativen Bereich. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage schlechter, die Erwartungen für die nächsten Monate fielen skeptischer aus. Besonders ungünstig wurde die Konjunkturlage im Tourismus, in der Transportwirtschaft und in den Konsumgüterbranchen eingeschätzt.
Umsatzentwicklung, Investitionsverhalten und Erwartungen bezüglich der Normalisierung. Ergebnisse der vierten Sonderbefragung zur COVID-19-Krise im Rahmen des WIFO-Konjunkturtests vom Oktober 2020 (Revenue Developments, Investment Behaviour and Expectations for Normalisation. Results of the Fourth Special Survey on the COVID-19 Crisis as Part of the WIFO-Konjunkturtest of October 2020)
WIFO-Konjunkturtest Sonderausgabe, 2020, (4), 14 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Europäische Kommission, GD Wirtschaft und Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 16.11.2020 0:00
Im WIFO-Konjunkturtest vom Oktober wurden zum vierten Mal Sonderfragen zu den Auswirkungen der COVID-19-Krise gestellt. Die Unternehmen rechnen für 2020 aufgrund der COVID-19-Krise durchschnittlich mit einem Umsatzrückgang von 12%. Für 2021 sind die meisten Unternehmen unsicher und skeptisch und erwarten geringe Zuwächse (Durchschnitt +1,8%). Allerdings sind die Meldungen heterogen. Rund 24% der Unternehmen befürchten für 2021 weitere Umsatzeinbußen, 30% eine Steigerung. Das Investitionsverhalten wurde durch die COVID-19-Krise stark beeinflusst: Rund 60% der Unternehmen mit geplanten Investitionen im Jahr 2020 geben an, Investitionsprojekte verschoben oder gestrichen zu haben. 57% aller befragten Unternehmen nutzen die Investitionsprämie, die zusätzliche Investitionen und Vorzieheffekte auslöst. Die Unternehmen sind aber skeptisch in Bezug auf eine rasche Normalisierung ihrer Geschäftslage: Die Mehrheit erwartet eine Normalisierung in frühestens sechs Monaten.

Aktuelle Ausgaben: WIFO-Investitionstest

Investitionen der Sachgütererzeugung brechen aufgrund der COVID-19-Krise ein. Ergebnisse des WIFO-Investitionstests vom Frühjahr 2020 (Investments in Manufacturing Collapse Due to the COVID-19 Crisis. Results of the WIFO Spring 2020 Investment Survey)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(7), S.519-526
Online seit: 29.07.2020 10:00
 
Die COVID-19-Krise hat tiefgreifende Auswirkungen auf die heimische Investitionstätigkeit. Die Hochschätzung anhand der Angaben der im WIFO-Investitionstest erfassten Unternehmen ergibt für 2020 in der Sachgütererzeugung insgesamt um 19,5% geringere reale Investitionen als 2019. Insbesondere kleine und mittelgroße Betriebe planen eine Einschränkung ihrer Investitionen, während Großbetriebe eher an ihren Investitionsplänen festhalten. Vor allem die Hersteller von Vorprodukten und langlebigen Konsumgütern werden ihre Investitionen einschränken. Die Investitionen der Hersteller von Investitionsgütern nehmen leicht zu. Für Österreichs Gesamtwirtschaft rechnet das WIFO 2020 mit einem realen Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen um 6,5%.
Investitionen steigen 2020 in der Sachgütererzeugung leicht. Ergebnisse des WIFO-Investitionstests vom Herbst 2019 (Investment is Expected to Increase in Manufacturing in 2020. Results of the WIFO Autumn 2019 Investment Survey)
WIFO-Monatsberichte, 2020, 93(1), S.41-50
Online seit: 27.01.2020 0:00
 
Die Hochschätzung anhand der Angaben der im WIFO-Investitionstest erfassten Unternehmen ergibt für 2020 in der Sachgütererzeugung insgesamt eine Expansion der realen Investitionen um 1,4% gegenüber 2019. Der Anstieg wird von Großunternehmen getragen. Kleine und mittelgroße Betriebe planen eine Einschränkung ihrer Investitionen. Insbesondere die Hersteller von Vorprodukten werden die Investitionen heuer ausweiten. Die Investitionen der Hersteller von dauerhaften Konsumgütern sind rückläufig. Für Österreichs Gesamtwirtschaft rechnet das WIFO 2020 mit einem realen Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen um 1,8%.


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