28.11.2019

Vorläufige Stabilisierung der Konjunktureinschätzungen

WIFO-Konjunkturtest vom November 2019
Die Ergebnisse des WIFO-Konjunkturtests vom November 2019 zeigen eine vorsichtige Stabilisierung der Konjunktureinschätzungen der österreichischen Unternehmen. Zwischen den Sektoren bestehen aber weiterhin große Unterschiede: Während die Konjunkturbeurteilungen der Unternehmen in den Dienstleistungsbranchen trotz des Rückganges nach wie vor zuversichtlich ausfallen, bleiben die Unternehmen in der Sachgütererzeugung trotz Indexverbesserungen weiter skeptisch.

Der Index der aktuellen Lagebeurteilungen für die Gesamtwirtschaft steigt im November (unter Ausschaltung saisonal bedingter Schwankungen) um 0,8 Punkte auf einen Wert von 9,5 Punkte und bleibt damit weiter auf zuversichtlichem Niveau. In den Dienstleistungsbranchen sinkt der Index um 1,6 Punkte, signalisiert aber mit 12,1 Punkten nach wie vor eine dynamische Dienstleistungskonjunktur. In der Bauwirtschaft steigt der Index nach den Rückgängen im Vormonat wieder deutlich an (+6,3 Punkte) und liegt mit einem Wert von 27,5 Punkten im sehr optimistischen Bereich. In der konjunkturell bedeutenden Sachgütererzeugung gewinnt der Lageindex etwas an Boden (+2,8 Punkte) und notiert mit –0,1 Punkt nun an der Nulllinie, die positive von negativen Konjunktureinschätzungen trennt.

Der Index der unternehmerischen Erwartungen bleibt im November nahezu unverändert zum Vormonat (+0,2 Punkte) und erreicht einen Wert von 7,8 Punkten. In der Bauwirtschaft gewinnt der Erwartungsindex hinzu (+3,2 Punkte), der Indexwert ist mit 15,5 Punkten im optimistischen Bereich. In den Dienstleistungsbranchen sinkt der Erwartungsindex gegenüber dem Vormonat (–1,2 Punkte), notiert aber mit einem Wert von 12,7 Punkten im Bereich zuversichtlicher Konjunkturerwartungen. In der Sachgütererzeugung steigt hingegen der Erwartungsindex an (+1,6 Punkte), notiert jedoch mit –1,7 Punkten weiterhin im skeptischen Bereich und spiegelt damit die globalen Konjunkturrisiken wider.

Details zu allen Branchen im aktuellen Konjunkturtest finden Sie hier.


Dr. Werner Hölzl
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