Kurze Unterbrechungen, langfristige Folgen
"Unsere Studie zeigt, dass temporäre Layoffs nicht nur kurzfristige Unterbrechungen darstellen, sondern mit langfristiger Erwerbsinstabilität, Einkommenseinbußen und zusätzlichen fiskalischen Belastungen verbunden sind. Sie gehen mit einer verkürzten Bindung an den ursprünglichen Arbeitgeber und dauerhaft häufigeren Beschäftigungslücken einher", so Rainer Eppel.
"In den zehn Jahren nach der Beschäftigungsaufnahme – ohne das erste Jahr der Unterbrechung – verbringen Betroffene rund dreieinhalb Monate weniger in Beschäftigung und etwa drei Monate mehr in Arbeitslosigkeit", so Eppel. Entsprechend bleibt auch die Einkommensentwicklung dauerhaft hinter jener vergleichbarer Personen ohne Unterbrechung zurück. Hinweise auf kompensierende Lohnaufschläge finden sich nicht. Zugleich steigen die Leistungsbezüge aus der Arbeitslosenversicherung, während das Aufkommen aus Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen sinkt.
Betrachtet wurden reguläre Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit in Österreich außerhalb klassischer Saisonbranchen. Im Fokus stehen kurze, nichtsaisonale Unterbrechungen von bis zu zwei Monaten, mit denen Betriebe kurzfristige Auslastungsschwankungen abfedern. Auf Grundlage verknüpfter Personen- und Betriebsdaten wird die Erwerbsentwicklung jener Personen untersucht, die im ersten Beschäftigungsjahr eine solche Unterbrechung erfahren. Ein umfassender Matchingansatz stellte die Vergleichbarkeit mit durchgängig Beschäftigten sicher.
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