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11.04.2025
Europas neuer Weg in der Handelspolitik
WIFO Research Brief: Diversifizieren, nicht reagieren
Die neue Zollpolitik der USA konfrontiert die EU mit wachsender handelspolitischer Unsicherheit. Vor diesem Hintergrund analysiert ein aktueller WIFO Research Brief von Hendrik Mahlkow (WIFO), Sonali Chowdhry (DIW Berlin) und Julian Hinz (IfW) Szenarien, mit denen die EU auf protektionistische Tendenzen reagieren kann.
Basierend auf Simulationen mit dem KITE-Modell werden drei Szenarien beleuchtet:
- ein sektorales Handelsabkommen mit den USA,
- die Vertiefung bestehender Freihandelsabkommen und
- der Abschluss neuer Freihandelsabkommen mit Partnern wie Indien, Australien oder dem Mercosur.
Es zeigt sich: Während ein auf die USA beschränktes Abkommen kaum makroökonomische Effekte hat, führen sowohl Szenario 2 als auch Szenario 3 zu einem robusten BIP- und Exportwachstum – insbesondere in wissensintensiven Sektoren. Die stärksten Effekte ergeben sich jedoch aus einer Kombination beider Strategien, wobei der Effekt für Österreich etwas geringer ausfallen würde, da Österreichs Wirtschaftsstruktur stärker auf bestehende EU-Handelspartner und traditionelle Absatzmärkte ausgerichtet ist. Handelsdiversifizierung ist somit kein technisches Detail, sondern ein zentrales Instrument europäischer Resilienzpolitik.
Publikationen
WIFO Research Briefs
10.04.2025
- Hendrik Mahlkow (WIFO)
- Sonali Chowdhry (DIW Berlin)
- Julian Hinz (IfW)
Fertigstellung: April 2025
Fachpublikation: WIFO Research Briefs
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