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Kräftiges Wachstum 2018 – Abschwächung der Industriekonjunktur auf hohem Niveau. Österreichs Wirtschaft 2018 (Strong Growth in 2018 – Industrial Activity Weakens at a High Level. Austria's Economy 2018)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(4), S.231-291
Online seit: 02.05.2019 0:00
 
Die österreichische Wirtschaft wuchs 2018 um 2,7% und damit etwas stärker als im Jahr zuvor (+2,6%). Der Wachstumshöhepunkt wurde jedoch bereits zu Jahresbeginn 2018 überschritten. Vor dem Hintergrund welthandelspolitischer Spannungen (zwischen den USA und China) sowie der Abschwächung der Expansion im Euro-Raum kühlte sich die Dynamik in Österreich in der zweiten Jahreshälfte 2018 ab. Neben der Konjunktureintrübung in Italien und Frankreich dämpften in Deutschland Produktionsausfälle in der Autoindustrie das Wachstum. Österreichs Außenhandel entwickelte sich 2018 insgesamt günstig, verlor allerdings zum Jahresende an Schwung. Auch die Binnennachfrage trug positiv zum BIP-Wachstum bei. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte war erneut kräftig, zugleich steigerten die Unternehmen ihre Nachfrage nach Investitionsgütern (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen). Die Bauwirtschaft verzeichnete das zweite Jahr in Folge eine sehr günstige Konjunktur. Auch in der Sachgütererzeugung wurde die Wertschöpfung erneut merklich ausgeweitet, wenngleich sich die Industriekonjunktur spiegelbildlich zum Außenhandel auf hohem Niveau abschwächte. Positive Impulse kamen vom Verkehrssektor, den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und vom Tourismus. Die Inflation verharrte in Österreich, gemessen am VPI, annähernd konstant bei 2,0%. Mit der Hochkonjunktur entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter. Die Beschäftigung wurde erneut ausgeweitet, und die Arbeitslosenquote (nationale Definition) sank auf 7,7%.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb – Strukturwandel und Regionalentwicklung – Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Sprache:Deutsch

Strong Growth in 2018 – Industrial Activity Weakens at a High Level. Austria's Economy 2018
The Austrian economy grew by 2.7 percent in 2018, slightly more than in the previous year (+2.6 percent). However, the growth peak has already been exceeded by the beginning of 2018. Against the backdrop of global trade policy tensions (between the USA and China) and the growth slowdown in the euro area, economy in Austria lost momentum in the second half of 2018. Besides the economic slowdown in Italy and France, growth in Germany was dampened by production losses in the automotive industry. Austria's foreign trade developed favourably overall in 2018, but lost momentum towards the end of the year. Domestic demand also made a positive contribution to GDP growth. Consumer demand by private households was again strong, at the same time companies increased their demand for capital goods (machinery, equipment and construction investments). For the second year in succession, the construction industry recorded a very favourable economy. Value added in the manufacturing industry also increased markedly once again, even though the industrial activity weakened at a high level – mirroring foreign trade development. Positive impetus came from the transport sector, other business activities and tourism. Inflation in Austria, measured by the CPI, remained almost constant at 2.0 percent. With the economic boom, the situation on the labour market continued to improve. Employment increased again and the unemployment rate (national definition) fell to 7.7 percent.

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