
Dr. Alexander Daminger
Alexander Daminger ist Ökonom und seit 2022 in der Forschungsgruppe "Regionalökonomie und räumliche Analyse" des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) tätig. Seine Forschung liegt an der Schnittstelle von Stadt- und Regionalökonomie, Finanzwissenschaft und Immobilienökonomie. Im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit stehen Wohn- und Bodenmärkte, die innerstädtische Preisbildung sowie die Kapitalisierung lokaler Amenitäten und staatlicher Interventionen. In seiner angewandten Forschung am WIFO analysiert er die regionalwirtschaftliche Entwicklung — insbesondere Konjunktur und Wettbewerbsfähigkeit des Wiener Raums — und evaluiert die Wirkungen europäischer Förderinstrumente, namentlich der Kohäsionspolitik und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP-Strategieplan), sowie ausgewählter regional- und infrastrukturpolitischer Programme. Methodisch setzt er vorwiegend auf kausale Mikroökonometrie und quasi-experimentelle Forschungsdesigns: Difference-in-Differences-, Event-Study-, Regression-Discontinuity- und Bunching-Verfahren sowie hedonische Modelle auf hochaufgelösten räumlichen Daten.
2021 promovierte Daminger an der Universität Regensburg zum Dr. rer. pol. mit einer Arbeit zu den räumlichen Auswirkungen der deutschen Wohneigentumsförderung; gefördert wurde die Promotion durch ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Stadtökonomie und Handelsimmobilien der Universität Regensburg und Consultant für internationale Verrechnungspreise bei Deloitte.
Für seine Dissertation erhielt er den Forschungspreis der Deutschen Immobilien-Akademie (DIA), den Nachwuchspreis "Statistical Science for the Society" des Statistischen Bundesamts (Destatis) und den Wissenschaftspreis der privaten Bausparkassen; zudem war die Arbeit für den Fürther Ludwig-Erhard-Preis nominiert. Sein Engagement in Lehre und studentischer Betreuung wurde mit dem Lehrpreis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Regensburg gewürdigt.