18.12.2019

Arbeitswelt im digitalen Wandel

WIFO-Ökonomin Julia Bock-Schappelwein bei "danube@work"
Im Rahmen der Abschlusskonferenz des ÖGB-Donauraum-Projektes danube@work widmete sich WIFO-Ökonomin Julia Bock-Schappelwein der Frage, welches Rüstzeug Menschen benötigen, um sich in einer ständig verändernden Arbeitswelt zu behaupten.

Mit Blick auf die Qualifikationsanforderungen sei es unerlässlich, über ein Bündel an formaler Qualifikation, Kompetenzen und Fähigkeiten zu verfügen, welche die menschliche Arbeitskraft von Robotern oder programmierten Algorithmen merklich unterscheidet. Dafür braucht es als Grundstock ausreichende Basiskompetenzen in Lesen, Rechnen und Schreiben, wie sie in der Erstausbildung vermittelt werden. Zugleich wird für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit auch ein leistungsfähiges System der Aus- und Weiterbildung für Erwachsene benötigt. Vor allem Personen mit formal geringen und mittleren Qualifikationen geraten durch die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt stark unter Druck und benötigen existenzsichernde Weiterbildungsmaßnahmen, um auf dem Arbeitsmarkt aktiv bleiben zu können.

Auch die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Brigitte Zarfl, sprach über die Notwendigkeit zur Aneignung neuer Fähigkeiten. Sie betonte, dass sich die Nachfrage an Kompetenzen richtet, die nur teilweise durch traditionelle Bildung erreicht werden können. In diesem Zusammenhang sprechen immer mehr Menschen von "New Collar Jobs", die gezielte Qualifikationen in Bereichen wie Cybersicherheit, Data Science, Cloud Computing oder kognitiven Systemen erfordern.

Weitere Informationen zur Abschlusskonferenz des ÖGB-Donauraum-Projektes danube@work finden Sie bitte hier.

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