Schwache Nachfrage aus dem Inland und Ausland, Verschlechterung der Arbeitsmarktlage. Die österreichische Wirtschaft im Jahr 2014 (Weak Domestic and Foreign Demand, Deteriorating Labour Market Situation. The Austrian Economy in 2014)
WIFO-Monatsberichte, 2015, 88(4), S.267-336
Online seit: 28.04.2015 0:00
 
Im Jahr 2014 stieg die heimische Wirtschaftsleistung um nur 0,3%. Damit war bereits das dritte Jahr in Folge eine sehr träge Entwicklung zu verzeichnen. Maßgebend war dafür neben der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Unternehmen und der gedämpften Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte auch ein Fehlen kräftiger außenwirtschaftlicher Impulse. Stimmung und Erwartungen der Unternehmen und Haushalte waren geprägt von vermehrtem Pessimismus. Das Arbeitskräfteangebot nahm stärker zu als die Beschäftigung, sodass ein weiterer Anstieg der Arbeitslosenquote auf 8,4% zu verzeichnen war (2013: 7,6%). Der Energiepreisverfall drückte die Inflationsrate (+1,7% nach +2,0% im Jahr 2013), die positive Inflationsdifferenz gegenüber Deutschland bzw. dem Durchschnitt des Euro-Raumes blieb bestehen.
Keywords:Monetärer Bereich Preise Außenhandel Tourismus Einkommen Arbeitsmarkt Sachgütererzeugung Bauwirtschaft Verkehr Landwirtschaft Forstwirtschaft
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb – Strukturwandel und Regionalentwicklung – Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Sprache:Deutsch

Weak Domestic and Foreign Demand, Deteriorating Labour Market Situation. The Austrian Economy in 2014
Austria's GDP grew by just 0.3 percent in 2014, making for a sluggish economy for the third year in a row. Causes for the sluggishness were not just continued investment reticence on the part of businesses and muted expenditure on the part of private households but also the lack of any strong impetus from foreign trade. Businesses and households alike were increasingly pessimistic in their sentiment. Labour supply grew more quickly than employment, with the result that the unemployment rate rose to 8.4 percent (2013: 7.6 percent). Plummeting energy prices made inroads on inflation (+1.7 percent against +2.0 percent in 2013), but the positive inflation gap vis-à-vis Germany and the average of the euro area remained unaffected.