Schlüsselindikatoren zu Klimawandel und Energiewirtschaft 2026
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2024 einen realen BIP-Rückgang von 0,8%, begleitet von einer Abnahme des Energieverbrauchs (–0,7%) und der Treibhausgasemissionen (–3,0%). Die Emissionsreduktion ist auf ein Zusammenspiel struktureller und konjunktureller Faktoren zurückzuführen: anhaltend hohe Energiepreise, die rückläufige Wirtschaftsentwicklung, eine milde Witterung (Heizgradtage –4,1%) sowie der fortschreitende Ausbau erneuerbarer Energietechnologien dämpften sämtlich den Ausstoß. 2025 kehrte sich dieser Trend laut vorläufigen Daten teilweise um. Der Anstieg der Treibhausgasemissionen (+0,7%) blieb jedoch moderat angesichts eines wachsenden Energieverbrauchs (+1,9%), eines realen BIP-Zuwachses (+0,8%), des Einbruchs der Stromerzeugung aus Wasserkraft (–27,6%) und der kühleren Witterungsbedingungen (Heizgradtage +11,7%). Der deutliche Rückgang der Wasserkraftproduktion verweist auf eine systemisch relevante Vulnerabilität: Wasserknappheit infolge von Extremwetterereignissen destabilisiert nicht nur den Energie-Mix aus erneuerbaren Quellen und die landwirtschaftliche Produktivität, sondern gefährdet die Resilienz ganzer Wertschöpfungsketten.