WIFO-Monatsberichte

Die WIFO-Monatsberichte veröffentlichen Forschungsergebnisse des WIFO und Beiträge zur nationalen und internationalen Wirtschaftsentwicklung auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Analysen. Darüber hinaus werden in den WIFO-Monatsberichten Kennzahlen zur internationalen und österreichischen Wirtschaftslage veröffentlicht.

Editorial Board
Jesús Crespo Cuaresma (Wirtschaftsuniversität Wien)
Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien)
Jens Südekum (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Andrea Weber (Central European University)

Seit 1927 im Volltext online – Jahresabonnement 270 €, Einzelheft 27,5 €

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WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 10/2022 (WIFO-Monatsberichte, no 10/2022)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), 88 Seiten
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
Christian Glocker, Stefan Ederer, Stagflation in Österreich. Prognose für 2022 und 2023 • Josef Baumgartner, Serguei Kaniovski, Simon Loretz, Energiepreisschock trübt auch mittelfristig die Wirtschaftsaussichten. Mittelfristige Prognose 2023 bis 2027 • Benjamin Bittschi, Birgit Meyer, Verbesserung der Lohnstückkostenposition im Jahr 2021 • Jürgen Janger, Tim Slickers, Wissensproduktion und Wissensverwertung in Österreich im internationalen Vergleich
Stagflation in Österreich. Prognose für 2022 und 2023 (Stagflation in Austria. Economic Outlook for 2022 and 2023)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), S.627-640
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
Nach der kräftigen Expansion im 1. Halbjahr 2022 befindet sich die österreichische Volkswirtschaft mittlerweile in einer Abschwungphase. Die Konjunkturabschwächung betrifft sämtliche Wertschöpfungsbereiche; das verarbeitende Gewerbe dürfte sogar in eine Rezession schlittern. Das reale BIP wird 2022 um voraussichtlich 4,8% wachsen und im Folgejahr in etwa stagnieren (2023 +0,2%). Da die Inflation auch 2023 hoch bleibt, steuert Österreichs Wirtschaft erstmals seit den 1970er-Jahren auf eine Stagflation zu.
Energiepreisschock trübt auch mittelfristig die Wirtschaftsaussichten. Mittelfristige Prognose 2023 bis 2027 (Energy Price Shock also Clouds Economic Outlook in the Medium Term. Medium-term Forecast 2023 to 2027)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), S.643-661
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
Österreichs Wirtschaft durchlebt 2023 eine Stagflationsphase (BIP +0,2%, Inflation +6,5%), da hohe Energiepreise die Produktionsmöglichkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit reduzieren, insbesondere von weltweit anbietenden energieintensiven Unternehmen. Die davon getriebene kräftige Inflation führt ceteris paribus zu einem Verlust an Kaufkraft, der den Konsum dämpft. Durch (überwiegend dauerhafte) einkommensstützende fiskalpolitische Maßnahmen werden die negativen Folgen der Teuerung gemildert. Die Minderversorgung mit russischer Energie (insbesondere Erdgas) trifft vor allem die europäischen Volkswirtschaften und damit einen Großteil der wichtigsten Handelspartner Österreichs, worunter die Exporte leiden. Die Energiepreise dürften zwar ab 2024 wieder sinken, das niedrige Preisniveau von 2020/21 wird im Prognosezeitraum aber nicht mehr erreicht. Die Verteuerung von Energie belastet somit auch mittelfristig vor allem die energieintensive Industrie, wodurch der Strukturwandel stark beschleunigt wird und teils zu Verwerfungen führt. Für die Jahre 2023 bis 2027 rechnet das WIFO mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum (+1,0% p. a.) bei schwacher Beschäftigungsdynamik (+0,8% p. a.). Da das Arbeitskräfteangebot geringfügig schwächer wächst als die Beschäftigung, sinkt die Arbeitslosenquote bis 2027 auf 6,4% (2023: 6,7%). Neben den direkten Effekten wirkt sich der Energiepreisauftrieb auch indirekt – durch Überwälzungen der Energiekosten auf alle anderen Güter und Dienstleistungen – auf die Verbraucherpreise aus. Für 2023 wird eine Inflationsrate von 6,5% prognostiziert. Mit dem Rückgang der Energiepreise ab 2024 wird die Inflation zwar wieder abebben (2027: 2,4%), aber weiterhin über dem EZB-Ziel von 2% liegen. Trotz umfangreicher fiskalpolitischer Maßnahmen zur Abfederung der Teuerung stabilisiert sich die Budgetdefizitquote mittelfristig bei rund 1,3% des nominellen BIP. Die Staatsschuld steigt im Prognosezeitraum um 34½ Mrd. €. Die Schuldenquote sinkt aufgrund der kräftigen Ausweitung des nominellen BIP von 77,1% (2022) auf knapp 68% (2027).
Verbesserung der Lohnstückkostenposition im Jahr 2021 (Improvement in Unit Labour Cost Position in 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), S.663-676
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
Für 2021 ergibt sich in der Herstellung von Waren ein deutlicher Rückgang der Lohnstückkosten um 5,4% gegenüber dem Vorjahr. Im internationalen Vergleich verbesserte sich die österreichische Lohnstückkostenposition im Jahr 2021 gegenüber dem gewichteten Durchschnitt aller Handelspartner (–2,6 Prozentpunkte) sowie gegenüber den EU-Handelspartnern (–2,7 Prozentpunkte). Zudem verbesserte sich die Lohnstückkostenposition auch im Vergleich zum wichtigsten Handelspartner Deutschland deutlich (–2,5 Prozentpunkte). Aufgrund der Unterschiede zwischen Österreich und den wichtigsten Partnerländern in der Umsetzung und Ausgestaltung der COVID-19-Hilfsmaßnahmen (insbesondere der Kurzarbeit) sowie den Details der statistischen Verbuchung dieser Maßnahmen im Rahmen der VGR sind auch die diesjährigen Werte sowohl über die Zeit als auch zwischen den einzelnen Ländern mit Vorsicht zu interpretieren.
Wissensproduktion und Wissensverwertung in Österreich im internationalen Vergleich (Knowledge Production and Utilisation in Austria in an International Comparison)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), S.677-691
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
Österreich hat die monetären Ressourcen für die Wissensproduktion und -verwertung in den letzten Jahrzehnten auf ein Niveau über jenem der führenden Innovationsländer der EU gesteigert. Leistungsindikatoren etwa für Publikationen, Patente und innovationsintensive Start-ups, zeigen aber noch deutliche Aufholpotentiale, insbesondere im Vergleich mit weltweit führenden Ländern. Bestehenden exzellenten Forschungseinrichtungen oder innovationsintensiven Unternehmen fehlt es derzeit (noch) an Größe, um in der Gesamtleistung Österreichs sichtbar zu sein.
WIFO
Kennzahlen zur Wirtschaftslage (Economic Indicators)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(10), S.695-707
Online seit: 11.11.2022 0:00
 
WIFO
WIFO-Monatsberichte, Heft 9/2022 (WIFO-Monatsberichte, no 9/2022)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(9), 68 Seiten
Online seit: 17.10.2022 0:00
 
Christian Glocker, Kräftiger Aufschwung im 1. Halbjahr 2022 • Thomas Url, Schadenversicherungen deckten 2021 hohe Schäden aus Naturkatastrophen • Franz Sinabell, Die österreichische Land- und Forstwirtschaft in einem neuen agrarpolitischen Umfeld • Ina Meyer, Franz Sinabell, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit im Kontext des Klimawandels
Kräftiger Aufschwung im 1. Halbjahr 2022 (Strong Upswing in the First Half of 2022)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(9), S.563-570
Online seit: 17.10.2022 0:00
 
Laut Statistik Austria wuchs Österreichs Wirtschaft im II. Quartal 2022 um 1,5% gegenüber dem Vorquartal, nachdem das BIP bereits im I. Quartal stark zugelegt hatte. Wachstumsimpulse gingen vor allem von der günstigen Exportdynamik aus, die ihrerseits die Industrieproduktion stimulierte. Vorlaufindikatoren deuten allerdings auf eine Eintrübung der Konjunktur im 2. Halbjahr hin.
Schadenversicherungen deckten 2021 hohe Schäden aus Naturkatastrophen (Property-casualty Insurance Covered High Losses from Natural Disasters in 2021)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(9), S.573-584
Online seit: 17.10.2022 0:00
 
Die österreichische Privatversicherungswirtschaft konnte 2021 das Prämienvolumen um 3,1% steigern. Besonders günstig entwickelten sich die Prämieneinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung (+4,3%) und in der privaten Krankenzusatzversicherung (+3,8%). Hohe Schadenzahlungen nach einem Tornado an der österreichisch-tschechischen Grenze führten trotz rückläufiger Auszahlungen der Lebensversicherung (–9,2%) zu einer Ausweitung der Leistungen um insgesamt 3,4%. In der Schaden- und Unfallversicherung floss ein Sechstel der Leistungen in die Kompensation von Schäden aus Naturkatastrophen. Entgegen dem internationalen Trend verschob sich das heimische Versicherungsgeschäft 2021 weiter von der Lebens- zur Krankenversicherung sowie zur Schaden- und Unfallversicherung. Angesichts des Niedrigzinsumfelds erzielte Österreichs Versicherungswirtschaft ein gutes Veranlagungsergebnis.
Die österreichische Land- und Forstwirtschaft in einem neuen agrarpolitischen Umfeld (Agriculture and Forestry in Austria in a New Agricultural Policy Environment)
WIFO-Monatsberichte, 2022, 95(9), S.585-595
Online seit: 17.10.2022 0:00
 
Im Jahr 2021 wurden die agrarpolitischen Weichen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) neu gestellt. Im Dezember 2021 übermittelte Österreich seinen GAP-Strate¬gieplan an die Europäische Kommission. In ihm werden die Maßnahmen festgehalten, durch die der heimische Agrarsektor in den kommenden Jahren klima- und umweltfreundlicher, wettbewerbsfähiger und attraktiver für die Beschäftigten werden soll. Von dem neuen Plan sollen auch Impulse zur wirtschaftlichen Belebung des ländlichen Raumes ausgehen; zugleich soll die Versorgungssicherheit verbessert werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft waren 2021 günstig. Dies äußerte sich in höheren Preisen für die im Primärsektor produzierten Güter und in einem Anstieg des Faktoreinkommens in der Landwirtschaft. Zudem profitierte Österreichs Agrarsektor weiterhin von Zahlungen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie.
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