20.06.2017

Finanzmarktregulierung: Notwendigkeit oder Wettbewerbsbremse?

Der internationale Druck auf die Finanzmärkte im Euro-Raum dürfte steigen, sagt WIFO-Experte Marcus Scheiblecker.
Im Rahmen der Jahrestagung der "Österreichischen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management" (ÖVFA) referierte Marcus Scheiblecker, stellvertretender Leiter des WIFO, im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank.
Nach einer im Zuge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise durchgeführten Verschärfung der Finanzmarktregulierung sind international gegenwärtig wieder wirtschaftspolitische Schritte in Richtung einer Lockerung zu bemerken, so die Einschätzung von Marcus Scheiblecker: Das US-Finanzministerium legte jüngst Vorschläge vor, die einer defacto Aufweichung des Dodd-Frank-Gesetzes gleichkommen. Auch für Großbritannien kann vermutet werden, dass der Gefahr eines mit dem Austritt aus der EU einhergehenden Bedeutungsverlustes des Finanzplatzes London mit einer Lockerung der Finanzmarktregulierung begegnet werden könnte. Beides, so Scheiblecker in seinem Vortrag, würde den internationalen Wettbewerbsdruck auf den Finanzmärkten im Euro-Raum erhöhen. Zudem berge der aktuelle Aufschwung der internationalen Konjunktur die Gefahr, dass die Lehren aus der letzten Krise schnell in Vergessenheit geraten, warnt Scheiblecker.

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