10.04.2019

Die Ökonometrie der großen Daten

FWF-Zukunftskolleg fördert WIFO-Ökonomen Philipp Piribauer
In einem interdisziplinären Forschungsprojekt entwickelt WIFO-Ökonom Philipp Piribauer in Kooperation mit Nachwuchsforscherinnen und -forschern der WU Wien, der TU Wien und der Universität Salzburg zukunftsweisende statistische Methoden zur Analyse von großen Datenmengen. Die entwickelten Analyseverfahren in den Disziplinen Ökonomie, Informatik und Statistik werden in weiterer Folge auf aktuelle Fragestellungen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften angewandt. Das Projekt wird im Rahmen der FWF-Zukunftskollegs für die Dauer von vier Jahren finanziert.

In den vergangenen Jahren ist die Verfügbarkeit sozio-ökonomischer Daten, die sich durch enorme Komplexität und hohe Dimensionalität auszeichnen, enorm gestiegen. Gängige ökonometrische Methoden sind diesen großen Datenmengen jedoch oftmals nicht gewachsen. Die zunehmende Komplexität der zur Verfügung stehenden Daten bedarf neuer statistischer Methoden, die es den Forschern ermöglichen, den Informationsgehalt der ständig wachsenden Datenmengen voll auszuschöpfen.

Der Wissenschaftsfonds FWF unterstützt in Kooperation mit der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) exzellente Nachwuchsforscherinnen und -forscher. "Wissenschaft und Forschung findet vermehrt in Teams, die institutionen- und disziplinenübergreifend arbeiten, statt", betont FWF-Präsident Klement Tockner und ergänzt: "Mit den Zukunftskollegs wagen wir neue Forschungsansätze und unkonventionelle Forschungskooperationen, um somit herausfordernde Themen bearbeiten und besonders spannende Fragen beantworten zu können."

"Die Zukunftskollegs stehen für Pionierleistungen in der Grundlagenforschung durch fächerübergreifende Zusammenarbeit der besten jungen Köpfe in Österreich", sagt ÖAW-Präsident Anton Zeilinger. "Mit diesem Förderungsprogramm wollen wir Nachwuchstalenten in unserem Land neue Chancen in der Forschung eröffnen. Der Austausch über die Grenzen von Disziplinen hinweg ermöglicht zugleich völlig neue Perspektiven und Problemlösungen. Die von einer internationalen Jury ausgewählten Projekte machen dieses hohe Zukunftspotential eindrucksvoll deutlich", so Zeilinger weiter.

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