Stärkster BIP-Einbruch seit 1945. Die österreichische Wirtschaft im Jahr 2020
Die COVID-19-Pandemie und die gesundheitspolitischen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung prägten 2020 die Wirtschaftsentwicklung. In Österreich ging die Wirtschaftsleistung drastisch zurück. Am stärksten betroffen waren Tourismus, Verkehr, Handel, persönliche Dienstleistungen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Auch der private Konsum war deutlich geringer als 2019. Die Ausweitung der Kurzarbeitsprogramme stützte die Beschäftigung und damit die Pro-Kopf-Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit. Die COVID-19-Krise wirkte sich auch auf die Inflationsentwicklung aus: Unverarbeitete Nahrungsmittel und Dienstleistungen verteuerten sich, während Mineralölprodukte den Preisauftrieb dämpften.
Empfohlene Zitation
Baumgartner, J., Bierbaumer, J., Bilek-Steindl, S., Mayrhuber, C., & Rocha-Akis, S. (2021). Stärkster BIP-Einbruch seit 1945. Die österreichische Wirtschaft im Jahr 2020. WIFO-Monatsberichte, 94(4), 293-308. https://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/67134.