Monographien, Februar 2021, 209 Seiten
Auftraggeber: Raiffeisen-Holding Niederösterreich–Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 24.02.2021 9:00
 
Im Rahmen dieses Projektes werden die Lebensbedingungen und die Lebensqualität der Bevölkerung in Niederösterreich mittels einer breit angelegten Befragung sowie einer Analyse sekundärstatistischer Daten untersucht. Die Studie beleuchtet die Themenfelder Leben, Arbeit, Wohnen und Mobilität, deren Teilbereiche als wichtige Aspekte für Lebensqualität und Lebenszufriedenheit gelten. Neben der Wahrnehmung der aktuellen Situation widmet sich die Befragung auch den Erwartungen der Niederösterreicher und Niederösterreicherinnen für die Zukunft. Ein besonderer Fokus wird auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Einschätzungen verschiedener Altersgruppen (insbesondere der Jüngeren) und auf die niederösterreichischen Regionen gelegt. Die Ergebnisse zeigen im Heute u. a. eine starke Verbundenheit im sozialen wie auch regionalen Kontext, eine hohe Lebenszufriedenheit, Wichtigkeit der Selbstbestimmung, aber auch Sorgen bezüglich Arbeitsbelastung, Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Kostenbelastungen im Bereich Wohnen. Das Auto dominiert hinsichtlich der Mobilität, und Pendeln wird in Kauf genommen, wobei der öffentliche Nahverkehr oftmals nur als unzureichend beurteilt wird. Der Blick auf die Zukunftserwartungen zeigt eine steigende Verbundenheit mit Familie und Freunden, jedoch auch eine gewisse Skepsis hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Lebenszufriedenheit, regionalen Verbundenheit, Selbstbestimmung oder der aktiven kommunalen Teilhabe. Gleichzeitig wird erwartet, dass sowohl die Arbeitsbelastung als auch die Wohnkostenbelastung weiter zunehmen. Flexible Arbeitszeitmodelle können hier die Vereinbarkeit verbessern, auch werden alternative Wohnformen bzw. Anpassungen der Wohnpräferenzen als Option gesehen. Die Befragten erwarten auch eine Zunahme der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sowie von Sharing-Angeboten.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Lower Austria – Tomorrow
This project investigates living conditions and quality of life of the inhabitants in Lower Austria by means of a large survey and secondary statistical data analysis. The study sheds light on the subject areas of living, working, housing and mobility. Their sub-areas are considered as important aspects for quality of life and life satisfaction. In addition to individual perceptions of the current situation, the survey also focuses on the expectations of Lower Austria's inhabitants for the future. A special focus is put on differences and similarities in the assessments of different age groups (especially the youth) and on the regions of Lower Austria. Considering the present situation, among others, the results show a strong social and regional solidarity, a high degree of life satisfaction, importance of self-determination, but also concerns regarding the work load, further education, work-life-balance and housing costs. As regards mobility, individual automobile use dominates. Commuting is accepted, although public transport is often considered as inadequate. Evaluating the expectations for the future, increasing solidarity with family and friends but also a higher pessimism regarding life satisfaction, regional ties, self-determination or active municipal participation is observed. At the same time, it is expected that both work load and housing cost burden will continue to rise. Flexible working time models can help to achieve a better balance, and alternative forms of housing or adjustments in housing preferences are also seen as an option. It is also expected that the use of public transport and sharing services will increase.