Franz Sinabell, Julia Bock-Schappelwein, Matthias Firgo, Klaus S. Friesenbichler, Philipp Piribauer, Gerhard Streicher (WIFO), Ludwig Gerner, Mathias Kirchner (WIFO), Jochen Kantelhardt, Andreas Niedermayr, Erwin Schmid, Martin Schönhart (BOKU), Christina Mayer (ST.AT)
Eine Zwischenbilanz zu den Wirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2014-2020 (An Interim Assessment of the Impacts of the Rural Development Programme 2014-2020)
Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 12.08.2019 0:00
 
Mit dem Programm der ländlichen Entwicklung LE 14-20 wird die "zweite Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich umgesetzt. Dieses Programm hat ein jährliches Volumen von annähernd 1 Mrd. € und wird zur Hälfte von der EU finanziert. Die Maßnahmen des Programmes zielen vor allem darauf ab, die landwirtschaftliche Produktion in Ungunstlagen aufrecht zu erhalten, die biologische Wirtschaftsweise zu fördern und Investitionen in zeitgemäße Tierhaltungssysteme zu unterstützen. Weitere Maßnahmen betreffen den Aufbau von Humankapital und die Etablierung sozialer Dienstleistungen in ländlichen Regionen. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur ländliche Regionen von dem Programm profitieren, sondern auch urbane Zentren, in denen nur wenige Begünstigte sind. Da das Programm viele Ziele anstrebt, sind Zielkonflikte unvermeidbar. In Folgeprogrammen sollten diese nach Möglichkeit verringert werden.
JEL-Codes:Q18, R58
Keywords:Agrarpolitik, Regionalentwicklung, Regionalpolitik, TP_Nachhaltigkeit_Nachhaltigkeit Landwirtschaft
Forschungsbereich:Umwelt, Landwirtschaft und Energie – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung – Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch

An Interim Assessment of the Impacts of the Rural Development Programme 2014-2020
The Rural Development Programme LE 14-20 implements the "second pillar" of the Common Agricultural Policy in Austria. This programme has an annual volume of approximately 1 billion € and is half financed by the EU. The main objectives of the programme are to maintain agricultural production in disadvantaged areas, to promote organic farming and to support investments in modern animal husbandry systems. Other measures concern the development of human capital and the establishment of social services in rural areas. The results show that not only rural regions benefit from the programme, but also urban centres with few beneficiaries. As the programme has many objectives, conflicts of objectives are unavoidable. In subsequent programmes, these should be reduced wherever possible.

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Projektleitung: Franz Sinabell
Evaluation of the impacts of the Programme of Rural Development 2014-2020 in Austria (Bewertung der Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2014-2020 in Österreich)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Abgeschlossen: 2019
The Austrian Programme of Rural Development is one of the most important programmes in the entire EU. The aim of the study is to explore whether the programme has had the following effects: Has the programme contributed to improving economic performance, restructuring and modernisation of farms, achieving the Europe 2020 objective of increasing the employment rate, increasing the research rate and developing innovation, reducing climate change, to improve adaptation to changing climatic conditions and to increase energy efficiency and the share of renewable energy sources, to reduce the number of people affected by poverty, to improve the competitiveness of agriculture and to achieve balanced spatial development and to create and maintain jobs? Analysis is based on survey results, monitoring data and special evaluations of existing surveys. Methods for causal analysis are used, both econometric models and quantitative model analyses.
Franz Sinabell (WIFO), Dagmar Henn (Landwirtschaftskammer Österreich)
Land- und Forstwirtschaft in Österreich. Fachliche Grundlagen für eine differenzierte Bewertung (Agriculture and Forestry in Austria. Technical Basis for a Differentiated Evaluation)
Monographien, Juni 2018, 75 Seiten
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Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Der Wert, den die Land- und Forstwirtschaft Österreichs in der Gesellschaft hat, kann nur schwer anhand konkreter Zahlen beziffert werden. Die vielfältigen externen Effekte der land- und forstwirtschaftlichen Produktion interagieren in komplexer Weise mit der übrigen Wirtschaft und der Gesellschaft. In dem Bericht werden Anhaltspukte aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben, und es wird umfassendes Datenmaterial präsentiert.
WIFO Working Papers, 2019, (585), 35 Seiten
Online seit: 12.08.2019 0:00
Der "Armutsindex" bildet erstmals die Lebensumstände auf kleinräumiger Ebene in den 2.122 Wohngemeinden in Österreich für den Zeitraum 2010 bis 2017 quantitativ ab, indem er die auf Armut und soziale Ausgrenzung einwirkenden Faktoren wie Einkommen, Erwerbsintensität, Alter und Qualifikation in einer Indexzahl bündelt. Aus diesem Aggregat lassen sich Rückschlüsse auf die Lebensumstände auf Wohngemeindeebene in Österreich ziehen. Nicht nur werden die zwischen städtischen und ländlichen Regionen bzw. dicht und dünn besiedelten Gebieten unterschiedlichen Lebensbedingungen aufgezeigt, zugleich wird auch Einblick in die Heterogenität innerhalb der ländlichen Regionen geboten, wie der Blick auf die peripheren ländlichen Regionen auf der einen Seite und die zentralen ländlichen Räume im Umland von Zentren auf der anderen Seite zeigt.