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Schlüsselindikatoren zu Klimawandel und Energiewirtschaft und Wohlfahrtseffekte von Extremwetter am Beispiel von Hochwasser
WIFO-Monatsberichte, 2013, 86(7), S.591-608
Online seit: 23.07.2013 0:00
 
Die österreichischen Treibhausgasemissionen sanken 2011 um 2,2 Mio. t CO2-Äquivalente oder 2,6%. Gleichzeitig nahm das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 2,7% zu. Damit folgt Österreich dem europäischen Trend einer Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Emissionsentwicklung, der jedoch im Jahr 2011 in erster Linie auf einen warmen Winter zurückzuführen war. Der Beitrag befasst sich in einem Schwerpunktthema mit der Quantifizierung von Wohlfahrtseffekten extremer Wetterereignisse am Beispiel von Hochwasser.
Forschungsbereich:Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Sprache:Deutsch

Key Indicators for Climate Change and Energy Economics – Economic Impacts of Flooding as an Example of Extreme Weather Events
For the 6th time, WIFO presents indicators of the latest available greenhouse gas emissions data (2011) together with trends in economic performance and energy use for different sectors of the Austrian economy. Total greenhouse gas emissions declined by 2.2 million metric tons of CO2 or 2.6 percent against 2010. At the same time, GDP rose by 2.7 percent. Total primary energy consumption fell by 5.1 percent but coal consumption was on the rise (+2.7 percent) while the use of natural gas (–5.6 percent) and oil (–6.6 percent) decreased significantly. Fossil fuel consumption thus fell by 5 percent; consumption of renewable energy sources declined even more sharply (–5.5 percent). The share of renewables in primary energy consumption thus stagnated at about 27 percent. The decline in energy consumption and greenhouse gas emissions, however, is mostly the result of a warm winter. Due to recent events, the focal point of the present paper deals with methodological issues of how events such as the recent flooding can be used to quantify welfare effects of extreme weather events. Detailed estimates of damage and welfare effects from extreme events form an important basis for decision-making to develop precautionary measures as well as measures of risk and disaster management.

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Im Jahr 2012 wurden in Österreich 80,2 Mio. t CO2-Äquivalent Treibhausgasemissionen emittiert, ausgenommen Emissionen aus der Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Die Treibhausgasemissionen waren damit um 3,3% niedriger als 2011 (CO2-Emissionen –3,7%). Wesentliche Treiber dieses Rückganges waren die Abnahme des Verbrauches fossiler und die Zunahme des Einsatzes erneuerbarer Energieträger, insbesondere die verstärkte Nutzung der Wasserkraft zur Stromerzeugung. Das österreichische Kyoto-Ziel einer Verringerung der Emissionen auf 68,8 Mio. t CO2-Äquivalent konnte somit allein mit heimischen Maßnahmen nicht erreicht werden. Den größten Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen hatten 2012 weiterhin die Industrie und das produzierende Gewerbe (31,2%) sowie der Verkehrssektor (27,3%). Der vorliegende Indikatorenbericht beschäftigt sich in seinem Schwerpunkt mit dem ökonomischen Zusatznutzen eines verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger und analysiert den Stand der Forschung zu den Beschäftigungseffekten des Einsatzes erneuerbarer Energie. Ein solcher Zusatznutzen kann die gesellschaftliche Akzeptanz von öffentlichen Förderungen erhöhen und trägt so zu einer Verbreiterung der wirtschaftspolitischen Basis für einen forcierten Klimaschutz bei.
Die jährlich vom WIFO vorgelegten Schlüsselindikatoren zu Klimawandel und Energiewirtschaft spiegeln heuer die Entwicklung der Emissionen nach der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 wider. So stiegen die klimarelevanten Emissionen 2010 konjunktur- und witterungsbedingt um 6,1%, während das BIP um 2,3% wuchs. Die Emissionsintensität nahm zu. Einen klimaökonomischen Schwerpunkt des Berichtes bildet der "Energiefahrplan 2050" der EU.
Die Berichterstattung über Schlüsselindikatoren zu Klimawandel und Energiewirtschaft in Österreich wird mit dem Datenstand 2009 fortgesetzt. Die Indikatoren spiegeln den Einfluss der Wirtschaftskrise 2008/09 auf die Treibhausgasemissionen, den Energieeinsatz und Energieverbrauch wider. Im Krisenjahr 2009 sanken die Emissionen stärker als das reale BIP, weil in Österreich hauptsächlich die Industrieproduktion und der Güterverkehr von der internationalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise betroffen waren. Den umweltpolitischen Schwerpunkt des vorliegenden Berichtes bildet das Thema "Ansätze zur Messung der biologischen Vielfalt".
Die vorliegende dritte Ausgabe der Schlüsselindikatoren zu den Entwicklungen im Bereich Klima und Energiesysteme unterstreicht die Notwendigkeit der Abkehr von fossilen Energieträgern zum Schutz des Klimas sowie aus Gründen der Energieversorgungssicherheit. Materialindikatoren für ausgewählte Sektoren sowie funktionsbasierte Umweltindikatoren erweitern das Set der WIFO-Umweltindikatoren für Österreich.
Die vorliegende zweite Ausgabe der Schlüsselindikatoren zu den Trends und Entwicklungen im Bereich von Klima und Energiesystem unterstreicht die Notwendigkeit einer "Dekarbonisierung" von Wirtschaft und Gesellschaft, d. h. einer Verringerung energiebedingter Treibhausgasemissionen zum Schutz des Klimas. Das aktuelle Schwerpunktthema behandelt die möglichen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Transformation der Energiesysteme und auf den Klimaschutz. Während demnach die Investitionen in die Nutzung erneuerbarer Energieträger und in eine Steigerung der Energieeffizienz infolge der Krise schwächer steigen, würde die aktuelle Situation die Möglichkeit für eine umfassendere Transformation der Energiesysteme und einen nachhaltigeren Wachstumspfad bieten.
Das WIFO legt eine Reihe von Schlüsselindikatoren zur Beschreibung von Trends und Entwicklungen im Bereich von Klima und Energiesystem vor. Diese werden künftig jährlich aktualisiert. Damit will das WIFO die Notwendigkeit einer "Dekarbonisierung" von Wirtschaft und Gesellschaft, d. h. einer Verringerung energiebedingter Treibhausgasemissionen zum Schutz des Klimas unterstreichen und eine ökonomisch interessierte Öffentlichkeit über klimarelevante Entwicklungen informieren.
WIFO continues, in the present paper, its report on key indicators of climate change and energy use in Austria with data for the year 2009. The indicators thus mirror the impact of the economic crisis 2008-09 on greenhouse gas emissions, and the use and consumption of energy. The climate-relevant greenhouse gas emissions decreased significantly by 7.9 percent in 2009. With the GDP shrinking by 3.9 percent, the total gross domestic consumption of coal, mineral oil, natural gas, and renewable energy sources in 2009 declined by 5 percent as compared to the preceding year; at the same time, the use of renewable energy sources increased by 2.9 percent. In Austria, mainly the production of the energy intensive industry and the freight transport were affected by the international financial and economic crisis. Against the backdrop of the "International Year of Biodiversity 2010" as proclaimed by the United Nations, the subject "biological diversity" and approaches to measure biodiversity represent the special focus of the present paper.
Die vorliegende zehnte Ausgabe der WIFO-Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel zeigt auf der Basis der aktuellen statistischen Daten, dass im Jahr 2015 keine Entkoppelung von realer Wirtschaftsleistung (+1%) und Treibhausgasemissionen (+3,1%) bzw. Bruttoinlandsverbrauch an Energie (+2,4%) erzielt werden konnte. Die in den letzten Jahren beobachtete Entkoppelung von gesamtwirtschaftlichem Energieverbrauch und ökonomischer Aktivität konnte somit nicht fortgesetzt werden. Die konsumbasierte Treibhausgasinventur steht im Mittelpunkt des diesjährigen Schwerpunktthemas. Eine Analyse auf Basis der OECD-Daten zeigt, dass kleine entwickelte Volkswirtschaften einen hohen Nettoimportanteil an CO2-Emissionen aufweisen, Flächenländer oder Schwellenländer hingegen geringere Nettoimporte bzw. Nettoexporte von CO2-Emissionen.
Der vorliegende neunte WIFO-Bericht über Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel analysiert die Entwicklung des Energieeinsatzes und den Fortschritt in der Entkoppelung von Treibhausgasemissionen und Wirtschaftswachstum im Jahr 2014. Die Treibhausgasemissionen sanken in Österreich 2014 gegenüber 2013 um 4,7% (CO2-Emissionen –5,4%) auf 76,3 Mio. t CO2-Äquivalente. Der stärkste Rückgang wurde im Sektor Energieerzeugung gemessen (–14,4%). Ausschlaggebend war dafür in erster Linie der Nachfragerückgang in der Wärmeerzeugung aufgrund des sehr milden Wetters. Den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen hatten 2014 Industrie und Gewerbe mit 34,9% sowie der Verkehrssektor mit 29,1%. Beide Sektoren weisen im Vergleich mit dem Vorjahr leichte und gegenüber 2000 deutliche Anteilszuwächse auf. Schwerpunktthema ist im vorliegenden Bericht das erste weltweite Klimaschutzabkommen, das am 12. Dezember 2015 anlässlich der UNO-Konferenz in Paris unterzeichnet wurde.
Die längerfristige Entwicklung der vom WIFO regelmäßig publizierten Schlüsselindikatoren der Energiewirtschaft, der Klimapolitik und der Landwirtschaft zeigt zum Teil Strukturanpassungen an politische Zielvorgaben, zum Teil Abweichungen davon. Im Rahmen des Sonderthemas befasst sich der Bericht heuer mit Fragen der Energieeffizienz. Österreich steigerte die Effizienz des Energiesystems in der Vergangenheit im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. Neben technologischen Ansätzen kann eine Forcierung der Änderung von Konsumpraktiken und sozialen Normen zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen.
Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

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