WIFO-Investitionsbefragung vom Frühjahr 2026
Die Ergebnisse der WIFO-Investitionsbefragung lassen für 2026 eine verhaltene Investitionstätigkeit erwarten. Der Iran-Krieg und geopolitische Unsicherheiten stellen die beginnende Konjunkturerholung wieder infrage. Sowohl Sachgütererzeuger als auch der Dienstleistungssektor insgesamt melden mehrheitlich Kürzungen. Auf Branchenebene ist das Bild gemischt. Innerhalb der Sachgütererzeugung berichten vor allem Hersteller von Investitionsgütern und Vorprodukten Kürzungen ihre Investitionen. In den Dienstleistungen überwiegen in den meisten Branchen die positiven Meldungen, wobei jedoch die Unternehmen der investitionsstarken sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit Kürzungen rechnen. Kleine und mittlere Unternehmen werden ihre Investitionen voraussichtlich einschränken, während Großunternehmen expansivere Pläne berichten. Die schwache Investitionsdynamik wird durch Rückgänge in den Bereichen Ausrüstungen und Infrastruktur getrieben. Für Österreichs Gesamtwirtschaft sieht das WIFO für 2026 eine beträchtliche Schwankungsbreite der realen Bruttoanlageinvestitionen, die sich aus dem weiteren Verlauf des Iran-Krieges ergibt.