Leichte Erholung in der Industrie bei schwachen Exporten und investitionsgetriebenen Importen
Das internationale Umfeld der österreichischen Außenwirtschaft war 2025 von einer trägen Nachfrageerholung, intensivem Wettbewerb mit China und anhaltendem Kostendruck geprägt. In Deutschland – Österreichs wichtigstem Exportmarkt – blieb die Industriekonjunktur bis in den Herbst hinein schwach. Zusätzlich belastete die erratische Zollpolitik der USA vor allem die Lieferungen medizinischer und pharmazeutischer Erzeugnisse. Vor diesem Hintergrund verringerten sich die österreichischen Warenexporte im Jahr 2025, trotz einer spürbaren Aufhellung zum Jahresende, während die Importe aufgrund anziehender Ausrüstungsinvestitionen, der lebhaften Nachfrage nach Pkw und außergewöhnlich hoher Einfuhren an Gold und Pharmazeutika kräftig zulegten. Zwar verbesserten sich die Terms-of-Trade erneut, doch die gegenläufige Entwicklung der Export- und Importmengen resultierte nach dem Überschuss 2024 in einem Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. €. Die Industriekonjunktur belebte sich im Jahresverlauf 2025 über alle Segmente hinweg, blieb aber angesichts der Rückgänge in den Vorjahren unterdurchschnittlich, wie sich auch an der Kapazitätsauslastung zeigte. Der Mangel an Nachfrage blieb das meistgenannte Produktionshemmnis. Die Ausrüstungsinvestitionen expandierten kräftig, während die Investitionen in immaterielle Anlagegüter leicht schrumpften.