Wettbewerbsfähigkeit der "Gesundheitsmetropole Wien"
Die Studie analysiert die Wettbewerbsfähigkeit des in der Wirtschafts- und Innovationsstrategie WIEN 2030 formulierten Spitzenthemas "Gesundheitsmetropole Wien" im Zeitraum 2019 bis 2024. Im Zentrum der Untersuchung steht eine datengetriebene SWOT-Analyse, die auf Grundlage von Beschäftigungsdaten auf der Ebene der ÖNACE-Viersteller ein differenziertes Stärken- und Schwächenprofil für die Metropolregion Wien erstellt und vier anderen Großstadtregionen in Österreich gegenübergestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass das kumulierte Beschäftigungswachstum in den für die Gesundheitsmetropole relevanten Branchen im Analysezeitraum dreimal so hoch war wie das kumulierte Wachstum der Beschäftigung in der Metropolregion Wien insgesamt. Zu den identifizierten Stärken zählen die Forschung in den Bereichen Biotechnologie sowie Naturwissenschaften und Medizin, Apotheken und die Herstellung sowie der Handel mit pharmazeutischen Erzeugnissen. Chancen bestehen insbesondere in der Herstellung medizinischer Apparate, elektromedizinischer Geräte und pharmazeutischer Grundstoffe sowie im Einzelhandel mit medizinischen Artikeln. Schwächen und Risiken aufgrund niedriger Spezialisierung, d. h. einem niedrigeren Beschäftigungsanteil als in den Vergleichsregionen, oder schlechter Einbettung in ein komplementäres Branchennetzwerk bestehen in einer Vielzahl von Branchen des ÖNACE-2008-Abschnittes "Gesundheits- und Sozialwesen". Trotz leichter struktureller Verbesserungen seit 2019 bleibt damit in der Gesamtschau sowohl die Lokalisation als auch die Einbettung der gesundheitsrelevanten Branchen in das bestehende Branchennetzwerk der Metropolregion Wien im Vergleich zu anderen österreichischen Großstadtregionen auch im Jahr 2024 unterdurchschnittlich ausgeprägt.