Langfristige Perspektiven der öffentlichen Finanzen in Österreich

Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss des demografischen Wandels auf den Staatshaushalt Österreichs unter Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Mit der Alterung geburtenstarker Kohorten nimmt die Inanspruchnahme von Gesundheits- und Pflegeleistungen zu. Ihr altersbedingter Rückzug vom Arbeitsmarkt schwächt die Beitragsgrundlagen und steigert die Pensionsausgaben. Zudem hat sich im Vergleich zur letzten langfristigen Prognose 2022 die Ausgangslage weiter verschlechtert, da die Rezession die Staatseinnahmen dämpfte und ausgabenseitig keine wesentlichen Einsparungen erfolgten. Am Ende des Prognosehorizontes im Jahr 2060 beträgt die Staatsverschuldung im Basisszenario knapp 150% des BIP. Die im Vergleich zur letzten langfristigen Prognose höhere Staatsschuldenquote ist vor allem auf den schlechteren Ausgangswert in der aktuellen langfristigen Prognose zurückzuführen. Selbst unter günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erscheinen weitere Reformen notwendig, um den Staatshaushalt nachhaltig zu konsolidieren und die Zinsausgaben zu begrenzen.