Potentiale des Europäischen Binnenmarktes

10.01.2020

Dezember-Ausgabe der WIFO-Monatsberichte im Zeichen Europas

Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der österreichischen EU-Mitgliedschaft widmet sich die aktuelle Ausgabe der WIFO-Monatsberichte den wirtschaftlichen Effekten des EU-Binnenmarktes.

Harald Oberhofer beschreibt die Handels-, Wohlfahrts- und Beschäftigungseffekte von Österreichs Mitgliedschaft. Yvonne Wolfmayr fasst Ergebnisse zu Entwicklungspotentialen sowie zu ungenutzten Handels- und Wohlfahrtspotentialen des Europäischen Binnenmarktes für Waren zusammen.
Die Integration der Warenmärkte ist im Europäischen Binnenmarkt weit fortgeschritten. Die Studie bestätigt die damit verbundenen positiven wirtschaftlichen Effekte. Dennoch sind die Potentiale des Binnenmarktes auch für den freien Warenverkehr noch nicht ausgeschöpft. Die Beseitigung von Schwachstellen in der rechtlichen Umsetzung, praktischen Anwendung, Überwachung und Durchsetzung von Binnenmarktregeln könnte einen Anstieg des Volumens des Intra-EU-Warenhandels um bis zu 7,6% und damit verbundene Realeinkommenseffekte von bis zu +0,5% im EU-Durchschnitt bewirken.

Auch in Österreich könnte das Realeinkommen um bis zu 0,5% höher sein. Die Herausforderungen liegen in einer verbesserten Kooperation der EU-Mitgliedsländer untereinander sowie der Mitgliedsländer mit der Europäischen Kommission, dem gemeinsamen Einhalten der Spielregeln des Binnenmarktes trotz kurzfristiger nationalstaatlicher Gewinne durch abweichendes Verhalten.

In einem weiteren Beitrag widmen sich Klaus S. Friesenbichler, Michael Böheim und Michael Peneder den Effekten der EU-Osterweiterung in den Beitrittsländern.

Nähere Informationen finden Sie bitte hier.

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Mag. Dr. Yvonne Wolfmayr

Forschungsbereiche: Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb