Auftakt der Lohnverhandlungen im Öffentlichen Dienst

29.10.2019

WIFO-Erläuterung zur wirtschaftlichen Ausgangslage von Stefan Ederer und Thomas Leoni

Die beiden WIFO-Forscher Stefan Ederer und Thomas Leoni erläuterten am 24. Oktober 2019 beim Auftakt der Lohnverhandlungen des Öffentlichen Dienstes die wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklungen in Österreich. Dieser traditionelle Termin dient dazu, wichtige makroökonomische Kennzahlen, insbesondere die Inflationsrate, außer Streit zu stellen.

Die österreichische Wirtschaft verliert weiter an Schwung und wächst im Prognosezeitraum nur mäßig. Die Schwäche der Weltwirtschaft dämpft die Export- und Industriedynamik. Weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen, fiskalische Impulse und eine robuste Konsumnachfrage stützen hingegen die Konjunktur. Das BIP dürfte 2019 um 1,7% und 2020 um 1,4% zunehmen.

Die österreichischen Exporte dürften im Prognosezeitraum mit merklich geringeren Raten expandieren als in den Vorjahren. Das allmähliche Abflauen der Konjunktur schlägt sich auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Beschäftigungsdynamik verringerte sich in den ersten acht Monaten 2019 kontinuierlich. Auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit verlangsamte sich 2019 deutlich. Die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist auch daran zu erkennen, dass die Arbeitslosigkeit der Älteren ab 55 Jahren, von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Langzeitbeschäftigungslosen bereits wieder steigt.

Die Inflation schwächte sich Ende 2018 merklich ab und dürfte im Prognosezeitraum mäßig bleiben. Die Verbraucherpreise erhöhen sich 2019 gemäß nationaler Definition um 1,6%, die für die Lohnverhandlungen im Öffentlichen Dienst maßgebliche Inflationsentwicklung von Oktober 2018 bis September 2019 liegt mit +1,73% geringfügig höher. Im kommenden Jahr dürfte sich die Inflation mit +1,7% entwickeln.
 

Publikationen

WIFO-Konjunkturprognosen, Oktober 2019, 32 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 04.10.2019 10:30
 
Die österreichische Wirtschaft verliert weiter an Schwung und wächst im Prognosezeitraum nur mäßig. Die Schwäche der Weltwirtschaft dämpft die Export- und Industriedynamik. Weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen, fiskalische Impulse und eine robuste Konsumnachfrage stützen hingegen die Konjunktur. Das BIP dürfte 2019 um 1,7% und 2020 um 1,4% zunehmen.
Rückfragen an

Dr. Stefan Ederer

Forschungsbereiche: Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik

Dr. Thomas Leoni, MA

Forschungsbereiche: Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
© Frederic Köberl/Unsplash
© Frederic Köberl/Unsplash