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Pflege und Gesundheit (Care and Health)
Monographien, Oktober 2021, 104 Seiten
Auftraggeber: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.01.2022 0:00
 
Auf Basis innovativer Modelle und detaillierter Gesundheitsdaten untersucht diese Studie – erstmals für Österreich – Zusammenhänge zwischen den bezogenen Gesundheitsleistungen von älteren Personen und dem Pflegegeldsystem. Der erstmalige Pflegegeldbezug lässt sich relativ gut prognostizieren. Dabei korrelieren das Alter, stationäre Aufenthalte in Krankenanstalten, Kontakte zu Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern sowie Heilmittel, die das Nervensystem betreffen, am stärksten mit dem erstmaligen Pflegegeldbezug. Beim Übertritt in eine höhere Pflegegeldstufe zählen die bereits bestehende Pflegegeldstufe, das Alter sowie Heilmittel, die mit dem Nervensystem in Verbindung stehen, zu den Faktoren mit dem stärksten statistischen Zusammenhang. Die bestehende Pflegegeldstufe korreliert ebenfalls stark mit dem Eintritt in stationäre Pflege, ebenso die Häufigkeit von Kontakten zu Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern sowie das Alter. Mit der Dauer der Krankenhausaufenthalte von Pflegegeldbeziehenden stehen die zuvor erfolgte Gesundheitsdiagnose der essenziellen (primären) Hypertonie sowie rezente Computertomographien von Kopf und Hals bzw. von Abdomen und Becken in einem statistischen Zusammenhang. Die Studie zieht gesundheitspolitische Schlussfolgerungen aus diesen Erkenntnissen.
JEL-Codes:I18, I1
Keywords:Pflege, Gesundheitsleistungen, Pflegegeld
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Care and Health
Based on innovative models and detailed health data, this study examines – for the first time for Austria – correlations between the health care services received by older persons and the long-term care allowance system. The first-time receipt of long-term care allowance can be predicted relatively well. Age, inpatient stays in hospitals, contacts with general practitioners and remedies affecting the nervous system correlate most strongly with the first-time receipt of long-term care allowance. When moving to a higher care allowance level, the factors with the strongest statistical correlation are the already existing care allowance level, age and remedies related to the nervous system. The existing care allowance level also correlates strongly with the entry into inpatient long-term care, as does the frequency of contacts with general practitioners and age. The duration of hospital stays of recipients of long-term care benefits is statistically correlated with the previous health diagnosis of essential (primary) hypertension as well as recent computer tomographies of the head and neck or of the abdomen and pelvis. The study draws health policy conclusions from these findings.

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