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The global economy reached its business cycle peak in 2018 and growth is likely to slow in the coming years. Over the forecast period 2019-2023, the Austrian economy is expected to grow by 1.6 percent p.a. (2014-2018 +1.8 percent p.a.), slightly stronger than the euro area average. The income tax relief for private households granted by the family bonus will support consumer demand in 2019 and especially in 2020. Over the forecast period, private consumption is expected to grow at an annual rate of 1.6 percent (2014-2018 +1.0 percent p.a.). Employment will expand faster than labour supply up to 2020 as a result of the economic conditions and the unemployment rate will remain at 7.3 percent. However, from 2021 labour supply will again grow faster than demand, so that the unemployment rate will rise to 7.5 percent by the end of the forecasting period. Inflationary pressure will remain moderate in the medium term, and the positive inflation differential with the euro area should continue to narrow, but not reverse. WIFO expects an average consumer price inflation rate of 1.8 percent p.a. Based on the projected economic outlook and the assumed economic policy conditions, the overall fiscal balance will remain positive over the forecasting period and even improve slightly. As a result, the public debt ratio (general government debt as a percentage of nominal GDP) will fall by around 17½ percentage points as compared with 2018 to below 57 percent by 2023.
 
This policy brief summarises the main points of our detailed study on the concept of a financial transaction tax (FTT), the theoretical and empirical evidence in favour and against introducing it and the results of estimations of potential revenues from such a global FTT. We analyse the benefits and challenges of introducing a tax on financial transactions, putting special focus on the introduction of such a tax on a world-wide scale. For a number of reasons, international cooperation is deemed a central prerequisite for an efficient FTT. The purpose of the tax is to raise substantial revenues and help dampen excessive financial market speculation and market volatility. An FTT would ensure that the financial sector contributes more substantially to government revenues. In its optimal form, the tax would be broad-based and there will be no financial instrument types exempted. In a second step, we analyse from a political economy perspective the prospects, the current status, and the lessons learnt from the European discussion on the implementation of an FTT. Finally, we calculate the revenue potential of a global FTT and report how much revenues would accrue to specific countries and regions. We estimate that the tax, if imposed globally and taking into account evasion, relocation and lock-in effects, can bring significant revenues – between 237.9 and 418.8 billion $ annually. The baseline case delivers 326.9 billion $ overall for the global economy, which corresponds to 0.43 percent of global GDP. These are lower bounds for potential revenues due to missing data on a number of financial instrument types. For specific countries, in the baseline case this would result in 72.57 billion $ annual potential revenues for the USA (0.37 percent of GDP), 119.46 billion $ for the European Union (0.69 percent of GDP), 10.00 billion $ for Germany (0.27 percent of GDP), 9.99 billion $ for France (0.39 percent of GDP) and 19.99 billion $ for Japan (0.41 percent of GDP).
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(4), S.221-230
Online seit: 02.05.2019 0:00
 
Die Weltwirtschaft erreichte den Konjunkturhöhepunkt 2018. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird die österreichische Wirtschaft um 1,6% pro Jahr (2014/2018 +1,8% p. a.) wachsen, etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Steuerentlastung der privaten Haushalte durch den Familienbonus wird die Konsumnachfrage 2019 und vor allem 2020 unterstützen. Im Prognosezeitraum wird von einem durchschnittlichen Wachstum des privaten Konsums von 1,6% pro Jahr ausgegangen (2014/2018 +1,0% p. a.). Bis einschließlich 2020 wird die Beschäftigung konjunkturbedingt noch stärker ausgeweitet als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 7,3%. Ab 2021 wird das Arbeitskräfteangebot aber wieder stärker zunehmen als die Nachfrage, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das positive Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern, aber nicht umkehren. Das WIFO rechnet mit einer Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex von durchschnittlich 1,8% p. a. Auf der Basis des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode positiv bleiben und sich leicht verbessern. Daraus folgt bis 2023 ein Rückgang der Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2018 um rund 17½ Prozentpunkte auf unter 57%.
Die Auswirkung dauernder Berufsunfähigkeit auf das erwartete Lebenseinkommen in Österreich (The Impact of Permanent Occupational Disability on Expected Life Income in Austria)
Monographien, Februar 2019, 60 Seiten
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 26.02.2019 0:00
 
Das Humankapital ist für viele Menschen die wichtigste Einkommensquelle. Ein unerwarteter Verlust der physischen oder psychischen Fähigkeiten zur Ausübung der Erwerbsarbeit hat trotz der bestehenden öffentlichen Pflichtversicherung gegen Berufsunfähigkeit große Auswirkungen auf das erzielbare Lebenseinkommen von Erwerbstätigen. Der erwartete Nettoeinkommensverlust durch Berufsunfähigkeit hängt stark vom gewählten Beruf und vom Alter bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ab. 25-Jährige verlieren, je nach Berufszugehörigkeit, zwischen einem Drittel und etwas mehr als der Hälfte ihres erwarteten Nettolebenseinkommens. Mit steigendem Lebensalter nimmt der Nettoeinkommensverlust durch Berufsunfähigkeit langsam ab. Derzeit sind nur 4% der Erwerbstätigen in Österreich privat gegen Berufsunfähigkeit zusatzversichert, und die durchschnittliche Versicherungssumme liegt deutlich unter dem zu erwartenden Einkommensverlust.
Monographien, Februar 2019, 25 Seiten
Auftraggeber: Österreichischer Verband für Aktien-Emittenten und -Investoren
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 13.02.2019 9:30
 
Die Außenfinanzierung österreichischer nichtfinanzieller Unternehmen erfolgt vorwiegend über Eigenkapital und Kredite. Diese Studie erweitert die volkswirtschaftliche Finanzierungsrechnung um eine Schätzung des Umfanges geförderter bzw. alternativer Finanzierungsformen und ermöglicht damit erstmals eine bessere Einschätzung ihrer Bedeutung für die Unternehmensfinanzierung in Österreich. Im Bereich des Fremdkapitals stellen geförderte Kredite und Crowd Lending gemeinsam 0,3% der Bilanzsumme bzw. 2,4 Mrd. € bereit. Business Angels, Crowd Investing, Venture Capital und Private Equity zählen zum Eigenkapital und machen gemeinsam ebenfalls 0,3% der Bilanzsumme aus. Nach der Beseitigung gesetzlicher Hindernisse für die Notierung von kleineren Wachstumsunternehmen auf dem Dritten Markt der Wiener Börse konzentriert sich die Wirtschaftspolitik mit der Senkung des Körperschaftsteuersatzes auf die Innenfinanzierungskraft.
Die nachhaltigen Folgen der Finanzkrise (The Lasting Consequences of the Financial Crisis)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(1), S.47-60
Online seit: 29.01.2019 0:00
 
Die Finanzkrise in den USA löste in allen Industrieländern einen tiefen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität aus, der bis heute nicht überwunden ist. Das widerspricht der historischen Erfahrung, wonach die wirtschaftlichen Folgen einer Finanzkrise spätestens nach zehn Jahren, die politischen Folgen – Radikalisierung und Rechtsruck – nach etwa fünf Jahren überwunden sind. Zwar wuchs die Wirtschaft zuletzt wieder im Ausmaß des Vorkrisentrends, das Niveau der wirtschaftlichen Aktivität liegt aber in nahezu allen Industrieländern nach wie vor um etwa ein Zehntel darunter; auch die mittelfristigen Prognosen erwarten keine Tendenz eines Aufholens, eher ein weiteres Abdriften. Es ist unklar, wie weit die Senkung des Trends Folge von Nachfrageschwäche, verzögerter Anpassung, Kumulierung verunsichernder Schocks oder eines Strukturbruches ist. Die Analyse lässt vermuten, dass Elemente eines Strukturbruches dominieren: Die westlichen Industrieländer büßten an Dominanz auf dem Weltmarkt ein, und die Politik tendiert dazu, mit protektionistischen Maßnahmen gegenzusteuern. Die Unternehmen dürften das verringerte Niveau der Aktivität inzwischen als "normal" ansehen und ihre Pläne darauf abgestellt haben.
WIFO Bulletin, 2018, 23(15), S.145-154
Online seit: 17.12.2018 0:00
 
The decline in premium intakes in life insurance and non-life and accident insurance reduced revenues in the Austrian private insurance industry. A more positive development in health insurance was not able to compensate the overall decline: the total premium volume in 2017 was down by 2.7 percent. Although the labour market provided a positive impulse to disposable household income, lower real after tax per-capita wages and falling interest income dampened the demand for private insurance products. Additionally, continued low levels of interest rates kept the preference for liquidity at elevated levels. At the same time, the low interest rate environment and a higher regulatory burden reduced the supply of guaranteed interest products in life insurance. Consequently, the insurance penetration declined further to 4.6 percent of gross domestic product. The results from the WIFO autumn survey among Austrian insurers for 2018 and 2019 indicate improved expectations for premium intakes in non-life and accident insurance and continued positive dynamics in health insurance. The downward trend in life insurance may abate over the forecast horizon.
Prämieneinnahmen der Privatversicherung 2017 neuerlich gesunken (Private Insurance Premium Intakes Declined Further in 2017)
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(9), S.639-649
Online seit: 25.09.2018 0:00
 
Der Rückgang der Prämieneinnahmen in der Lebens- und Schaden-Unfallversicherung verminderte 2017 den Umsatz der österreichischen Privatversicherungswirtschaft. Das weiterhin robuste Wachstum der privaten Krankenzusatzversicherung glich diese Entwicklung nicht aus, insgesamt schrumpfte der österreichische Markt um 2,7%. Obwohl die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt positive Impulse für das verfügbare Einkommen lieferte, wirkte die Abnahme der realen Pro-Kopf-Löhne nach Steuern und der Zinserträge negativ auf die Nachfrage der Privathaushalte; das anhaltend niedrige Zinsniveau stärkte zudem deren Liquiditätspräferenz. Gleichzeitig dämpften das Zinsumfeld und die Regulierung das Angebot an klassischen Lebensversicherungen. Die Versicherungsdurchdringung gab dementsprechend weiter auf 4,6% des Bruttoinlandsproduktes nach. Gemäß einer aktuellen WIFO-Umfrage erwarten die Versicherungsunternehmen für 2018 und 2019 eine Verbesserung der Geschäftslage in der Schaden-Unfallversicherung und eine anhaltend positive Dynamik in der Krankenversicherung. In der Lebensversicherung wird sich der Rückgang der Prämieneinnahmen verlangsamen.
Monographien, September 2018, 113 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 11.09.2018 0:00
 
Die Studie untersucht das österreichische Soft-Loan-Verfahren vor dem Hintergrund seiner Zielsetzungen: Förderung der Markterschließung, Erhöhung des Exportvolumens, Realisierung kommerzieller Nachfolgeprojekte sowie technologische Spill-over-Effekte im Geberland und entwicklungspolitischer Beitrag in den Zielländern. Sie bewertet die Auswahl der seit 2005 im österreichischen Verfahren als Soft-Loan-tauglich eingestuften Länder nach deren Bonität, Struktur und Entwicklung der Nachfrage und analysiert die Wettbewerbsposition und Exportstruktur der österreichischen Exporteure in diesen Ländern. Ökonometrische Verfahren und das Input-Output-Modell des WIFO quantifizieren die von Soft Loans induzierten Rückwirkungen auf Exporte, Beschäftigung und Wertschöpfung. Aus Erfahrungsberichten von Unternehmen im Rahmen von Interviews werden ein Problemaufriss am Beispiel der Balkanregion sowie künftige Strategien vor allem im Hinblick auf Nachfolgeprojekte und ungebundene Hilfskredite abgeleitet.
WIFO Bulletin, 2018, 23(6), S.45-54
Online seit: 04.07.2018 0:00
 
Following the financial and economic crisis leading to the recession of 2008-09, and the sluggish economic activity between 2012 and 2015 (+0.7 percent p.a.), economic growth gained sustained momentum from mid-2016. For 2017 and 2018, WIFO expects annual GDP growth of 2.9 and 3.2 percent, respectively. An average annual increase of 2.1 percent is expected for the forecast period 2018 to 2022, up from a modest +1.3 percent p.a. recorded for 2013 to 2017. The expected rate would thereby exceed the euro area average by ¼ percentage point. The favourable external business environment will stimulate export growth (+4.1 percent p.a.) and encourage investment in new machinery and equipment. Rising disposable household income will allow private consumption to gain 1½ percent per year, after +0.7 percent p.a. in the previous five-year period. Buoyant growth in 2018 and 2019 will stimulate job creation beyond the increase in the labour force and lead to lower unemployment. However, from 2020 onwards, labour supply may again grow in excess of demand, with the unemployment rate edging up from 7.3 percent in 2019 to 7.6 percent in 2022. Inflation remains moderate over the medium term, and the inflation differential vis-à-vis the euro area average should narrow. The Consumer Price Index is expected to increase at an average 1.9 percent per year. Under our assumptions for future business conditions and policy settings, the general government account may reach balance as from the middle of the forecast period, both in headline (Maastricht) and structural terms. As a result, the ratio of government debt to nominal GDP would fall to around 63 percent by 2022, down by 20 percentage points from 2016.
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