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WIFO-Publikationen (270 Treffer)

WIFO Bulletin, 2019, 24(16), S.143-152
Online seit: 20.01.2020 9:00
 
Favourable labour market conditions and robust income growth strengthened demand for non-life insurance in 2018. In contrast, life insurance continued to suffer from low interest rates and the high liquidity preference of private households. With premiums growing by 5 percent, non-life and accident insurance exceeded expectations by far, and private health insurance continued its stable growth path with +4.2 percent. The premium volume in life insurance, on the other hand, prolonged its decline at –3.7 percent. In comparison with the nominal gross domestic product, the premium volume of the entire private insurance sector developed modestly; insurance penetration in Austria fell to 4.5 percent of GDP and it is thus far below the European average of 7.6 percent. Current WIFO surveys show that this trend will continue – at a lesser pace – over the next two years. For the first time, the long phase of low yields on fixed-interest securities caused visible losses in the revenue from capital investments. In total, the financial result was about one tenth lower than in the previous year.
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographic projections foresee a pronounced population ageing process in the coming decades. The associated changes in quantity and quality of labour will have an impact on the long-term economic outlook. This study discusses economic implications of current demographic projections for a set of large industrialised economies, which include the largest EU member countries, the USA and Japan, as well as Austria as an example of a small open economy. The focus of the study is the interplay between demographic and technological trends. The study extends the methodology of the European Commission's Ageing Report by considering the effects of size and composition of the working-age population on the productivity growth and productivity effect of the ICT intensity as a measure of directed technological change.
Martina Lizarazo López, Thieß Petersen (Bertelsmann Stiftung Gütersloh), Thomas Url, Serguei Kaniovski (WIFO)
Gesamtwirtschaftliche Effekte der demografischen Alterung. Fokuspapier (Macroeconomic Consequences of Demographic Ageing. Focus Paper)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographische Prognosen gehen von einem deutlichen Alterungsprozess der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten aus. Die damit verbundenen Veränderungen in Quantität und Qualität der Arbeitskräfte werden sich auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven auswirken. Diese Studie untersucht die wirtschaftlichen Implikationen aktueller demographischer Prognosen für eine Reihe großer Industrieländer – die größten Mitgliedsländer der EU, die USA und Japan – und Österreich als Beispiel für eine kleine offene Volkswirtschaft. Im Mittelpunkt der Studie steht das Zusammenspiel von demographischen und technologischen Trends. Die Studie erweitert die Methodik des "Ageing Report" der Europäischen Kommission, indem sie die Auswirkungen von Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf das Produktivitätswachstum und die Produktivitätswirkung der IKT-Intensität als Maß für den arbeitssparenden technologischen Wandel berücksichtigt.
Langfristige Perspektiven der öffentlichen Finanzen in Österreich (Long-term Prospects for Public Finances in Austria)
Monographien, Dezember 2019, 46 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.12.2019 0:00
 
Künftige demographische Veränderungen, insbesondere die Zunahme der älteren Bevölkerung, haben bedeutende Auswirkungen auf den Staatshaushalt. Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss des demographischen Wandels auf die öffentlichen Ausgaben in den Bereichen Pensionen, Gesundheit, Bildung, Pflege und Familie unter Berücksichtigung bestehender gesetzlicher Regelungen. Die Ergebnisse hängen erheblich von bestimmten Rahmenbedingungen ab, wie etwa der künftigen Entwicklung der Produktivität. Jedenfalls werden der Wechsel geburtenstarker Kohorten ("Babyboomer") von der Erwerbstätigkeit in das Pensionsalter sowie der Anstieg der Lebenserwartung und die damit verbundene stärkere Inanspruchnahme von Gesundheits- und Pflegeleistungen eine Zunahme der (öffentlichen) Sozialausgaben zur Folge haben. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, das wohl noch einige Jahre anhalten wird, hilft die Belastung des Staatshaushaltes durch den Anstieg der Sozialausgaben zu dämpfen. Mittelfristig wird die Staatsschuldenquote weiter sinken, langfristig dürften Primärdefizite, Zinsausgaben und Staatsschulden wieder zunehmen.
 
The global economy has been gradually weakening since the first half of 2018. It is predicted that growth will remain sluggish in the coming years. The Austrian economy is expected to grow by 1.4 percent per year on average in the forecast period 2020-2024 (2015-2019 +1.9 percent p.a.), slightly (+0.1 percentage point) stronger than the euro area average. The tax reliefs for private household incomes (family bonus and measures to support low-income earners in 2020 and 2021) will continue to support consumer demand. The average growth of private consumption over the forecast period is predicted at 1.5 percent p.a. (2015-2019 +1.2 percent p.a.). The moderate but stable expansion will allow a steady increase in employment of 1.0 percent p.a. (2015-2019 +1.7 percent p.a.) and the unemployment rate will remain at around 7½ percent. In the medium term, price increases according to the consumer price index will be moderate at 1¾ percent p.a., and the inflation differential to the euro area is expected to remain at around ¼ percentage point. Based on the forecast of nominal economic growth at +3.2 percent p.a. and the assumed economic policy measures, the fiscal balance of public households will remain positive over the forecast period at around ½ percent of nominal GDP. As a result, the government debt ratio (general government debt as a percentage of nominal GDP) is predicted to fall to around 56 percent by 2024.
Monographien, Oktober 2019, 55 Seiten
Auftraggeber: Ärztekammer für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.12.2019 0:00
 
Österreich ist in den kommenden Jahrzehnten mit einem deutlichen Wandel der demographischen Struktur hin zu einem höheren Anteil der Älteren konfrontiert. Daraus ergeben sich in vielen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft Herausforderungen. Insbesondere im Gesundheitswesen steigt mit der Alterung der medizinische Versorgungsbedarf der Gesellschaft. Dem zu erwartenden Anstieg der Nachfrage nach Ärzten und Ärztinnen steht eine vergleichsweise ungünstige Ärztedemographie gegenüber. Die vorliegende Studie quantifiziert für Wien das aktuelle und künftige Ausmaß an geriatrischen Leistungen im niedergelassenen Bereich wie in Krankenanstalten und schätzt den künftigen Bedarf an ärztlicher Leistung auf Basis von heutiger Leistungserbringung für unterschiedliche Altersgruppen der Bevölkerung. Da der Begriff der Geriatrie anhand von Statistiken kaum abgegrenzt werden kann, bildet eine Befragung von Wiener Ärztinnen und Ärzten zur aktuellen Verteilung der erbrachten medizinischen Leistungen auf unterschiedliche Altersgruppen die Grundlage dieser Schätzungen. Die Ergebnisse der Befragung werden dabei mit Projektionen zur demographischen Entwicklung der Bevölkerung (zur Bestimmung des Bedarfs an ärztlichen Leistungen) und der Ärzte- bzw. Absolventenpopulation (zur Bestimmung des Angebots an ärztlichen Leistungen) verknüpft, um künftige Versorgungslücken zu identifizieren. Wie die Ergebnisse zeigen, entsteht durch die Entwicklung des Ärzteangebotes und der Ärztenachfrage bis 2050 eine markante Lücke: Die gesamte Nachfrage wird nach diesen Projektionen bis 2050 um rund ein Drittel zunehmen, während das Angebot selbst unter optimistischen Annahmen um nur ein Sechstel steigen wird. Die geringste Lücke wird für die niedergelassenen Fachärzte und Fachärztinnen erwartet.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(10), S.737-755
Online seit: 29.10.2019 0:00
 
Die Weltkonjunktur schwächt sich seit der ersten Jahreshälfte 2018 immer mehr ab. Für die kommenden Jahre wird ein Verharren in einer Situation schwächeren Wachstums prognostiziert. Die österreichische Wirtschaft wird im Durchschnitt der Prognoseperiode 2020/2024 mit +1,4% pro Jahr (2015/2019 +1,9% p. a.) etwas (+0,1 Prozentpunkt) kräftiger wachsen als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Entlastung der privaten Haushaltseinkommen (Familienbonus und Maßnahmen zur Unterstützung von Personen mit niedrigem Einkommen 2020 und 2021) stützt weiterhin die Konsumnachfrage. Das durchschnittliche Wachstum des privaten Konsums wird im Prognosezeitraum 1,5% pro Jahr betragen (2015/2019 +1,2% p. a.). Die gedämpfte, aber stabile Expansion erlaubt eine stetige Ausweitung der Beschäftigung um 1,0% p. a. (2015/2019 +1,7% p. a.), die Arbeitslosenquote wird bei rund 7½% verharren. Die Preissteigerungen laut Verbraucherpreisindex bleiben mittelfristig mäßig (+1¾% p. a.), und das Inflationsdifferential zum Euro-Raum dürfte bei rund +¼ Prozentpunkt verharren. Auf der Basis des prognostizierten nominellen Wirtschaftswachstums (+3,2% p. a.) und der unterstellten wirtschaftspolitischen Maßnahmen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode weiterhin positiv bleiben (rund ½% des nominellen BIP). Daraus abgeleitet verringert sich die Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) bis 2024 auf rund 56%.
Günstige Konjunkturlage stützt Prämienwachstum in der Privatversicherung (Favourable Business Cycle Conditions Support Premium Growth in Private Insurance)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(9), S.647-657
Online seit: 01.10.2019 0:00
 
Vergleichsweise hohe Beschäftigungszuwächse und die gute Einkommenslage stärkten 2018 die Nachfrage in der Nicht-Lebensversicherung. Im Gegensatz dazu litt die Lebensversicherung weiterhin unter dem niedrigen Zinsniveau und der hohen Liquiditätspräferenz der Privathaushalte. Mit einem Prämienzuwachs von 5% übertraf die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung bei weitem die Erwartungen, und die Krankenzusatzversicherung setzte mit +4,2% den stabilen Wachstumskurs der Vorjahre fort. In der Lebensversicherung war das Prämienvolumen hingegen mit –3,7% weiterhin rückläufig. Das Prämienvolumen der gesamten Privatversicherung wuchs wesentlich schwächer als das nominelle Bruttoinlandsprodukt. Die Versicherungsdurchdringung ging damit auf 4,5% des BIP zurück und lag weit unter dem europäischen Durchschnitt von 7,6%. Gemäß aktuellen Umfragen des WIFO wird sich diese Entwicklung nur leicht abschwächen. Erstmals bewirkte die lange Phase niedriger Renditen auf festverzinsliche Wertpapiere sichtbare Einbußen im Überschuss aus der Kapitalveranlagung. Insgesamt war das Finanzergebnis um etwa ein Zehntel niedriger als im Vorjahr.
Das vernachlässigte Massensparen. Die wirtschaftspolitischen Folgen zunehmender Intermediation (The Neglected Mass Saving. The Economic Consequences of Increasing Intermediation)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(8), S.583-597
Online seit: 23.08.2019 0:00
 
Das gegenwärtig niedrige Zinsniveau ergibt sich vor allem daraus, dass die Sparpläne in Europa und Südostasien die Investitionspläne übertreffen; die expansive Geldpolitik verstärkte diesen Trend nur etwas. Die Sparüberschüsse sind primär Folge des Massensparens, das den Konsum tendenziell dämpft und zur Intermediation durch den Kreditapparat zwingt; dabei entstehen zwangsläufig Probleme der Fristen- und Risikentransformation sowie der Verschuldung. Sie tragen zur Instabilität des Systems bei. Durch Massensparen bedingte Sparüberschüsse traten bereits im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts auf, wurden aber durch Kriege und Inflation beseitigt, bevor sie ernstere Probleme aufwerfen konnten. Spätestens seit dem Jahr 2000 dämpfen die Sparüberschüsse jedoch Konsum und Wachstum; die Verschuldungsbereitschaft der Wirtschaft ist angesichts der geringen Wachstumsraten begrenzt, und die Staatsverschuldung wird tendenziell eingedämmt. Daran dürfte sich in absehbarer Zukunft wenig ändern. Der Beitrag zeigt die Problematik anhand der österreichischen Entwicklung der letzten 180 Jahre und diskutiert Lösungsansätze.
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