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Umwelt, Landwirtschaft und Energie

Alle WIFO-Publikationen (591 Treffer)

WIFO Working Papers, 2018, (573), 30 Seiten
Online seit: 13.12.2018 0:00
Both the UN SDGs and the Paris Agreement imply ambitious long-term targets which only can be met with a fundamental restructuring of economic and social systems. We propose a set of energy and climate policy indicators that allows informed policy making and goes beyond the approaches that mainly focus on progress based on the UN indicator set. The sustainable energy indicators cover the whole energy system as well as the three dimensions of sustainability. The approach combines an energy service centred perspective with research on energy and climate indicators and embeds the indicator framework in broader socio-ecologic context. For the four demand-side sectors a set of 118 high-level energy indicators has been assembled that can be further disaggregated to about 387 indicators. For electricity and heat supply a set of 25 energy indicators has been compiled that can be further disaggregated to about 130 indicators differentiating by energy source and plant type. Interactions (i.e., synergies and conflicts) between the different target dimensions and the corresponding indicators need to be carefully considered. Given the complexity of the issue and the lack of adequate indicators and gaps in data availability it is difficult to interpret certain observable trends. This needs to be kept in mind when using the indicator system for policy analysis.
 
Digitale Technologien stellen bestehende Marktmechanismen, wirtschaftspolitische Instrumente, Strukturen sowie ökonomische und soziale Interaktionen grundlegend in Frage. Während auf traditionellen Märkten den Preisen von Gütern und Dienstleistungen die zentrale Allokationsfunktion zukommt, wird der Konnex zwischen Preis und Wert in der datengetriebenen Ökonomie weitgehend aufgelöst. Die Ursache dafür liegt in der spezifischen Kostenstruktur, die durch hohe Fixkosten bei gleichzeitig äußert niedrigen Grenzkosten (nahe Null) gekennzeichnet ist. Diese Kostenstruktur begünstigt die monetär (fast) kostenlose Skalierung digitaler Produkte und Dienstleistungen auf "Plattformmärkten". In der digitalen Ökonomie bildet die Verfügungsmacht über Daten den entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Im Extremfall entstehen daraus (natürliche) Monopole. Auf der Grundlage von sechs Themenfeldanalysen (Makroökonomie, Öffentlicher Sektor, Wettbewerb, Raum, Soziale Sicherheit, Umwelt und Energie) werden die Erkenntnisse zu drei Metahypothesen verdichtet, die den Handlungsspielraum zur optimalen Nutzung der Vorteile der Digitalisierung für Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand abstecken: 1. Die "neue" Ökonomie ist eine Ökonomie digitaler Daten ("Digitalismus"). 2. Vorhandene Strukturen brechen auf ("Strukturbruch"). 3. Neue Strukturen manifestieren sich in Extremen ("Polarisierung").
 
Die reale Wirtschaftsleistung (+1,5%) und der Bruttoinlandsverbrauch an Energie (+1,4%) wuchsen 2016 gleichgerichtet. Somit wurde in diesem Jahr keine Entkoppelung zwischen der Entwicklung von Energieverbrauch und Wirtschaftsleistung erzielt. Dies zeigt die vorliegende elfte Ausgabe der WIFO-Schlüsselindikatoren zu Energiewirtschaft und Klimawandel. Lediglich die Zunahme der Treibhausgasemissionen (+1%) wurde aufgrund einer Energieträgersubstitution von Kohle hin zu Gas und Mineralöl relativ von der Wirtschaftsleistung entkoppelt. Sie nahmen aber das zweite Jahr in Folge zu, der 2005 eingeleitete rückläufige Trend konnte somit nicht wiederaufgenommen werden. Dies war auf den Anstieg der Emissionen im Nicht-Emissionshandelsbereich (+2,6%) zurückzuführen, insbesondere die CO2-Emissionen des Verkehrssektors wuchsen erneut kräftig (+4,1%), aber auch im Gebäudebereich (+2,5%) wurde aufgrund des Anstieges der Zahl der Heizgradtage eine Zunahme der Emissionen gemessen. In einem Sonderthema befasst sich der vorliegende Bericht mit Optionen für die aufkommensneutrale Einführung einer CO2-Steuer für die Nicht-Emissionshandelssektoren in Österreich und deren potentiellen Effekten auf Verteilung und Wettbewerb.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(7), 80 Seiten
Online seit: 23.07.2018 0:00
 
Christian Glocker, Weiterhin starkes Wachstum in risikoreichem Umfeld. Prognose für 2018 und 2019 • Angelina Keil, Wirtschaftschronik. II. Quartal 2018 • Vasily Astrov (wiiw), Weiterhin robustes Wachstum in den mittel- und südosteuropäischen Ländern, doch Höhepunkt scheint bereits überschritten • Martin Falk, Michael Klien, Gerhard Schwarz, Sachgütererzeugung weitet Investitionen auch 2018 aus. Ergebnisse des WIFO-Investitionstests vom Frühjahr 2018 • Claudia Kettner-Marx, Mathias Kirchner, Daniela Kletzan-Slamanig, Angela Köppl, Ina Meyer, Franz Sinabell, Mark Sommer, Schlüsselindikatoren zu Klimawandel und Energiewirtschaft 2018. Sonderthema: CO2-Steuern für Österreich
Monographien, Juni 2018, 40 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 14.06.2018 0:00
 
Das BMVIT ist für die Bereitstellung von Hochwasserschutzanlagen entlang der Donau und der Grenzabschnitte von March und Thaya verantwortlich. Gemeinsam mit Beiträgen der Länder und von Interessenten wurden in den vergangenen fünf Jahren zwischen 75 und 142 Mio. € pro Jahr dafür aufgewandt. 2018 werden die Investitionen 182 Mio. € erreichen, für 2023 sind Investitionen von 75 Mio. € zu erwarten. Im Durchschnitt der kommenden Jahre werden um 23 Mio. € pro Jahr mehr ausgegeben werden als bisher geplant. Mit einem dynamischen Input-Output-Modell der österreichischen Wirtschaft werden die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der zusätzlichen Investitionen ermittelt und einer Vorausschau aus 2015 gegenübergestellt. Die Investitionen haben demnach erhebliche Auswirkungen auf Beschäftigung und Wertschöpfung. Gegen Ende des Analysezeitraumes wird durch die Steigerung der Ausgaben gegenüber den bisherigen Plänen eine zusätzliche Wertschöpfung von 29 Mio. € erwartet.
WIFO Working Papers, 2018, (566), 16 Seiten
Online seit: 14.06.2018 0:00
One of the lessons learned from the German effort under the heading of Energiewende is the insight that simply shifting to renewables and recommending improving energy efficiency is not sufficient to lower greenhouse gas emissions. Combined with the expected radical change of technologies this requires a more profound understanding of our energy systems. Therefore, in contrast to most conventional approaches we propose a deepened structural analysis that covers the full energy value chain from the required functionalities for mechanical, thermal and specific electric energy services via application and transformation technologies up to primary energy. This deepened structural approach opens and substantially enhances our understanding of policy designs that are compatible with the Paris Agreement and Sustainable Development Goals. We discover the essential role of four energy grids, namely for electricity, heat, gas, and information as the key for integrating all components of a newly structured energy system. Consequently, we conclude that policy strategies focusing on individual components of an energy system as simply shifting to renewables may from a comprehensive perspective on sustainability in the worst case even turn out as counterproductive.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(5), S.375-385
Online seit: 04.06.2018 0:00
 
Die vorliegende Studie entwickelt und analysiert neue Energieszenarien für Österreich bis zum Jahr 2050 unter Berücksichtigung der internationalen Klimapolitik nach der UNO-Klimakonferenz in Paris 2015 ("COP21"). Nach UNFCCC-Definition werden ein WEM-Szenario ("with existing measures", mit Maßnahmen bis Mai 2016) und ein WAM-plus-Szenario ("with additional measures", mit zusätzlichen Maßnahmen) modelliert. In den Szenarien werden Auswirkungen von unterschiedlichen klima- und energiepolitischen Maßnahmenbündeln auf Energieverbrauch und Wertschöpfung analysiert. Das WAM-plus-Szenario quantifiziert die Auswirkungen zusätzlicher, ambitionierter ("plus") Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, des Einsatzes erneuerbarer Energieträger und des technologischen Wandels, die den langfristigen Zielen der UNO-Klimakonferenz in Paris zur Verringerung der Treibhausgasemissionen entsprechen. Neben Innovationen und Kostenverbesserungen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energie werden Verhaltens- und Lebensstiländerungen energierelevanter Nachfragemuster und gezielte Infrastrukturinvestitionen abgebildet. Das WAM-plus-Szenario ist ein weltweites Klimaschutzszenario, das ein weltweites Engagement zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens widerspiegelt. Die Szenarien werden durch Koppelung mehrerer technologieorientierter sektoraler Bottom-up-Modelle der Projektpartner (Österreichische Energieagentur, TU Wien, TU Graz, Umweltbundesamt) mit dem Top-down-Modell WIFO.DYNK (dynamisches neu-keynesianisches Modell) modelliert. Das WEM-Szenario ergibt eine leichte absolute Entkoppelung von Wirtschaftsleistung und Energieverbrauch bei einem durchschnittlichen jährlichen realen BIP-Wachstum von 1,5%. Ambitionierter Klimaschutz bewirkt im WAM-plus-Szenario ein durchschnittliches jährliches BIP-Wachstum von 1,7% (zu konstanten Preisen) bei einem deutlichen Rückgang der Energienachfrage in den wichtigsten Sektoren.
WIFO-Monatsberichte, 2018, 91(5), 68 Seiten
Online seit: 04.06.2018 0:00
 
Christian Glocker, Konjunktur weiterhin robust • Margit Schratzenstaller, Langfristige Entwicklung von Höhe und Struktur der Familienleistungen in Österreich • Marian Fink, Silvia Rocha-Akis, Wirkung einer Einführung von Familienbonus und Kindermehrbetrag auf die Haushaltseinkommen. Eine Mikrosimulationsstudie • Mark Sommer, Ina Meyer, Kurt Kratena, Neue Energieszenarien 2050 für Österreich
Monographien, Mai 2018, 61 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Centre of Economic Scenario Analysis and Research
Online seit: 29.05.2018 0:00
 
This study develops and analyses new energy scenarios for Austria, taking into account the international climate policy after the COP21 in Paris (2015). In two energy-economic scenarios, potential effects of climate and energy policy measures on energy consumption and value added in Austria are modelled up to the year 2050. According to the UNFCCC definition, a WEM scenario ("with existing measures") is developed which describes energy-economic trends and includes the climate and energy-economic measures implemented until the end of May 2016. In addition, a WAM plus scenario ("with additional measures") is developed and modelled, which is based on the medium- and long-term objectives of the European climate and energy policy, i.e., a greenhouse gas emissions reduction of 80 to 95 percent by 2050 (compared to 1990) and a representation of the 2030 target (greenhouse gas emissions –40 percent) detailed for Austria. The WAM plus scenario includes a large number of additional measures in the area of energy efficiency, renewable energy and technological change. Next to technological innovations and cost improvements in energy efficiency and renewable energy technologies, this includes behavioural and lifestyle changes in energy-related demand patterns and targeted infrastructure investments. The WAM plus scenario is a global climate change scenario that reflects a global commitment to achieving the goals of the Paris Climate Agreement. The modelling of the scenarios takes the form of a model coupling of a number of technology-oriented sectoral bottom-up models of the project partners (AEA, TU Vienna, TU Graz, UBA) with a top-down model – the WIFO.DYNK model (Dynamic New-Keynesian model). As a result, there is a slight absolute decoupling of economic performance and energy consumption in the WEM scenario, with an average annual GDP growth rate of 1.5 percent. Considerable investments in a low-carbon economy set significant growth impulses for the Austrian economy in the WAM plus scenario. Cost-saving effects through lower energy bills are responsible for income effects that generate a positive stimulous to the economy. Ultimately, this increases the average annual GDP growth rate to 1.7 percent (at constant prices), with a significant fall in energy demand in the main aggregated sectors. Detailed sector results can be found in the report.
 
Das Wirtschaftswachstum beschleunigte sich 2017 in Österreich auf 2,9% und erreichte damit den höchsten Wert seit sechs Jahren. Die Expansion stand auf breiter Basis: Vor dem Hintergrund des internationalen Aufschwunges stiegen die österreichischen Exporte, zugleich erwies sich auch die Binnennachfrage als stabile Wachstumsstütze. 2017 verlief die Konjunktur in weitgehend allen großen Volkswirtschaften außerordentlich gut. Die Belebung ging von den Schwellenländern aus und setzte sich in den Industrieländern fort. Davon profitierte die exportgetragene Sachgütererzeugung in Österreich – der Wertschöpfungszuwachs war der höchste seit dem Jahr 2011. Auch die Bauwirtschaft verzeichnete eine sehr günstige Konjunktur. Positive Impulse kamen ebenso vom Handel, Tourismus und den weiteren Dienstleistungsbereichen. Der Preisauftrieb verstärkte sich in Österreich, die Inflation stieg gemessen am VPI auf 2,1%. Mit der guten Konjunktur entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung wurde ausgeweitet, und die Arbeitslosenquote sank auf 8,5%.
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