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Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit

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Empirica, 2019, 46(2), S.381-408, http://www.springer.com/10663
This paper analyses unemployment insurance schemes in the presence of mobile workers and trade unions at industry or country level that are capable of internalising the effect of wage demands on unemployment insurance contribution rates. We compare two types of existing unemployment insurance systems. When unemployment insurance is organised at trade union level (decentralized Ghent unemployment insurance), trade unions strategically lower the benefit levels of their unemployment insurance schemes to deter welfare recipients from other unions from entering their unemployment insurance scheme, leading to a race to the bottom in unemployment insurance provision. With centralised provision of unemployment insurance, by contrast, trade unions do not fully account for the cost of higher wages as mobility allows them to partially shift the burden of unemployment to other unemployment insurances. A system of coordinated unemployment insurance, combining a centrally set benefit level with decentralised funding as in Ghent unemployment insurance systems, can circumvent both the strategic benefit setting and the fiscal externality problems, thus reconciling the equity and efficiency aims in the design of unemployment insurance.
The aim of this paper is to explore how shifts in employment structure affect earnings dynamics and wage inequality throughout the wage distribution in four European countries (France, Germany, Italy, and the UK). Through UQR on the EU-SILC data, the analysis achieves two purposes: 1. understanding the primary forces of the wage and wage inequality generating process; 2. evaluating the changes over time in the marginal quantile of wage distribution and the changes in inequality at different points of the distribution. The results highlight the role of the occupational patterns in wage dynamics. France and Germany show decreasing patterns of wage inequality, despite having opposite changes in wages. Their respective well-defined structures (upgrading of occupations and job polarisation) have an equalising effect on the wage distribution. The UK and Italy show increasing patterns of wage inequality although maintaining opposite changes in wages. While the relative upgrading in the UK has only slowed inequality growth, the more hybrid pattern of Italian employment structure has contributed to raise the overall inequality.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.397-401
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Wohnbeihilfe, Wohnbaudarlehen und der Bezug von geförderten Wohnungen haben äußerst unterschiedliche und teils gegenläufige Verteilungswirkungen. Die Wohnbeihilfe weist eine hohe soziale Treffsicherheit auf, Wohnbaudarlehen entfallen eher auf Haushalte mit mittlerem oder höherem Einkommen. Mit steigenden Mieten nimmt die Verteilungswirkung des Bezuges von geförderten Wohnungen zu. Davon profitieren jedoch Haushalte bis in sehr hohe Einkommensgruppen.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.391-396
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Der Gesundheitssektor ist gemessen am Umfang einer der wichtigsten Ausgabenposten der öffentlichen Hand. Die Aufteilung der Gesundheitsausgaben gemäß der Alters- und Geschlechtsstruktur der Haushalte zeigt eine relativ gleichmäßige Verteilung der Ausgaben auf die einzelnen Einkommensgruppen. Wie eine alternative Berechnungsvariante zeigt, die bei der Zuordnung der Gesundheitsausgaben auch den individuellen subjektiven Gesundheitszustand berücksichtigt, hat das öffentliche Gesundheitssystem neben der Umverteilung von Gesunden zu Kranken auch eine spürbare progressive Verteilungswirkung auf Einkommensebene. Die progressiven Verteilungseffekte des Gesundheitssystems dürften in den vergangenen Jahren leicht abgenommen haben, weil der Anteil der Älteren in den Haushalten mit höheren äquivalenten Einkommen gestiegen ist.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.385-389
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Verteilungswirkung der öffentlichen Bildungsausgaben hängt vorrangig von der Verteilung der Schüler und Schülerinnen sowie Studierenden auf die Ausbildungszweige und der damit verbundenen Ausbildungsdauer ab. Die öffentlichen Schulausgaben hatten im Jahr 2015 wie auch gemäß den früheren WIFO-Umverteilungsstudien einen vergleichsweise hohen Stellenwert für die Haushalte im unteren Einkommensdrittel. Die Ausgaben für Hochschulen hatten insgesamt eine sehr differenzierte Wirkung auf die Einkommensverteilung. Aufgrund der besonderen Haushaltsstruktur dürften sie vorwiegend Jugendlichen aus Haushalten mit mittlerem oder höherem Einkommen zugutekommen.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.375-383
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Verteilung der Familienleistungen spiegelt weitgehend die Häufigkeitsverteilung der Kinder in den Einkommensgruppen wider und unterstreicht die Dominanz von Leistungen, die den Haushalten mit Kindern unabhängig vom Einkommen in gleicher Höhe gewährt werden. Zwischen 2010 und 2015 verschlechterte sich die Einkommensposition der Haushalte mit Kindern relativ zur Gesamtbevölkerung – sowohl vor als auch nach Berücksichtigung von öffentlichen Geldleistungen. Der Beitrag der Familienleistungen zum Bruttogesamteinkommen eines Kinderhaushaltes war 2015 mit 29% im unteren Einkommenszehntel am höchsten. Zwischen 2010 und 2015 sanken die in Anspruch genommenen Familienleistungen gemessen am Bruttogesamteinkommen der Kinderhaushalte in den beiden unteren Einkommenszehnteln markant. Dieser Effekt war auf die Abnahme der Bedeutung der Summe aus Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulgeld, aber auch des Kinderbetreuungsgeldes in Relation zum Einkommen zurückzuführen. Für diese Entwicklung waren u. a. die Reform der Familienbeihilfe im Jahr 2011 und das Ausbleiben einer Anpassung der Höhe dieser Leistungen an das Preisniveau über mehrere Jahre bestimmend.
 
Die Periode zwischen 2010 und 2015 war in Österreich durch geringes Wirtschaftswachstum, einen markanten Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie einen Strukturwandel von Wirtschaft und Gesellschaft gekennzeichnet. Während der Anteil der von Dauerarbeitslosigkeit betroffenen Haushalte zwischen 2010 und 2015 von 5,8% auf 7,6% stieg, verdoppelte sich in diesem Zeitraum der Anteil der Haushalte mit Bezug von Sozialhilfe bzw. Bedarfsorientierter Mindestsicherung von 1,8% auf 3,6%. Die Mindestsicherungstransfers konzentrieren sich auf die untersten Einkommensgruppen und machten 2015 durchschnittlich ein Viertel der Gesamteinkommen der betreffenden Haushalte aus. Auch etwa drei Viertel des Arbeitslosengeldes und der Notstandshilfe flossen in das untere Drittel der Einkommensverteilung und waren dort, ähnlich wie im Jahr 2010, mit etwa der Hälfte des Bruttogesamteinkommens eine wichtige Einkommensquelle.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.353-363
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
In Österreich ist die Belastung der privaten Haushalte mit Steuern und Sozialbeiträgen hoch. Die Abgabenquote der Haushalte mit Einkommen überwiegend aus Erwerbstätigkeit liegt mit durchschnittlich 37,3% über jener aller Haushalte mit 34,3%. Die Abgabenbelastung variiert abhängig von Höhe und Struktur der Einkommen: Haushalte im unteren Drittel der Einkommensverteilung wandten 2015 13,4% ihres Bruttogesamteinkommens für indirekte und 12,2% für direkte Abgaben auf (insgesamt 25,6% des Einkommens), für Haushalte im oberen Einkommensdrittel betrugen diese Anteile 6,8% und 30,8% (insgesamt 37,6%). Bezogen auf alle Haushalte weist das Abgabensystem eine progressive Wirkung auf.
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(5), S.339-351
Online seit: 29.05.2019 9:00
 
Die Ungleichheit der Einkommen verringerte sich in Österreich sowohl vor als auch nach Umverteilung durch direkte und indirekte Steuern, Sozialbeiträge und öffentliche Geld- und Sachleistungen im Querschnitt über die gesamte Bevölkerung in der ersten Hälfte der 2010er-Jahre leicht. Dieser Entwicklung lagen gegenläufige Veränderungen in Haushalten mit unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen zugrunde. Die Einkommensposition der Haushalte mit über 45-jährigen Hauptverdienenden ohne unterhaltsberechtigte Kinder verbesserte sich vor und nach Umverteilung relativ zu den anderen Haushalten. Haushalte mit jüngeren Erwachsenen und unterhaltsberechtigten Kindern verlagerten sich hingegen in der Einkommensverteilung sowohl vor als auch nach Wirkung von öffentlichen Abgaben und Transfers deutlich nach unten. Die Armutsgefährdung nahm hier zu, während jene der Haushalte mit über 65-jährigen Hauptverdienenden merklich zurückging. Die Einkommen entwickelten sich in den Haushalten unterschiedlichen Typs nicht nur relativ zueinander gegenläufig, sondern auch absolut und real. Die Wirkung automatischer Stabilisatoren und deren Veränderung aufgrund soziodemographischer Entwicklungen hatten einen Anstieg des Ausmaßes der Umverteilung zur Folge.
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