BERIO

Wirtschaftliche Wirkungsanalyse für Österreich auf Bezirksebene
BERIO ist ein kleinräumiges Input-Output-Modell der österreichischen Wirtschaft auf Bezirksebene. Es unterscheidet 74 Güter und Sektoren sowie sechs Endnachfragekategorien in den 115 österreichischen Bezirken, darunter 23 Wiener Bezirke. Das Modell bildet detaillierte regionale Produktionstechnologien auf Grundlage statistischer Erhebungen und der offiziellen Input-Output-Tabelle ab. Neben interregionalen Vorleistungsverflechtungen modelliert BERIO explizit Pendlerströme sowie Konsumströme aus Binnentourismus und Einkaufsverkehr. Zentrale Ergebnisse sind Wertschöpfung und Beschäftigung nach Sektoren und Regionen, aufgegliedert in direkte, indirekte und induzierte Effekte sowie das Aufkommen an Steuern und Abgaben zuzüglich Emissionen.

BERIO ist Teil einer Modellfamilie, die auf unterschiedlichen geografischen Ebenen angesiedelt ist. Gemeinsam ist diesen Modellen ein theoretischer Kern, der um detaillierte statistische Informationen auf der jeweiligen Regionsebene ergänzt wird.

BERIO ist ein kleinräumiges Bezirksmodell der österreichischen Wirtschaft. Das Modell unterscheidet 74 Güter bzw. Wirtschaftssektoren sowie sechs Endnachfragekategorien (privater und öffentlicher Konsum, Konsum von Organisationen ohne Erwerbscharakter, Investitionen und Exporte sowie Lagerveränderungen) auf Ebene der 115 österreichischen Bezirke (wobei in Wien 23 Bezirke unterschieden werden).

Operationalisiert wurde dies durch sektorale bzw. (wo möglich) regionale (Sonder-)Auswertungen der zentralen Erhebungen von Statistik Austria zum produzierenden Bereich. Als "Randwerte" dienen dabei Informationen aus der Input-Output-Tabelle von Statistik Austria in der aktuellen Version von 2019. Daten für die Modell-Operationalisierung beziehen sich damit in erster Linie auf die Jahre 2019 bis 2022 als die in den meisten Fällen letztverfügbaren Informationen. Insgesamt ermöglicht das Modell damit eine sektoral wie regional sehr fein granulierte Darstellung der "Produktionstechnologien".

Neben interregionalen Vorleistungsverflechtungen unterscheidet BERIO explizit Pendlerverflechtungen zwischen den Bezirken sowie regionale Konsumströme, die sich durch Inlandstourismus bzw. Einkäufe ergeben.

Die wesentlichen Variablen, die BERIO modelliert, sind Wertschöpfung und Beschäf­tigung nach Sektoren und Regionen. Diese können auch getrennt nach den Wirkungsstufen (direkt, indirekt und induziert) abgeschätzt werden. Neben den direkten Effekten sind dies die indirekten Effekte, die sich aus den durch den Nachfrageimpuls der direk­ten Effekte ausgelösten Zulieferungen ergeben und mehrere Ebenen des Produktions­systems durchlaufen sowie die induzierten Effekte, die sich aus dem mit dem Einkommen verbundenen Konsum der Haushalte bzw. mit den aus den Abschreibungen folgenden Ersatzinvestitionen der Unternehmen ergeben.