WIFO-Monatsberichte

Aktuelle Konjunkturberichte für Österreich und die großen OECD-Länder – Vierteljährliche Konjunkturprognose des WIFO – Rund 70 Artikel pro Jahr mit Hintergrundinformationen in Tabellen, Graphiken und englischer Zusammenfassung – Monatlich ausführlicher Tabellensatz mit rund 300 makroökonomischen Indikatoren

Editorial Board
Jesús Crespo Cuaresma (Wirtschaftsuniversität Wien)
Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien)
Jens Südekum (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Andrea Weber (Central European University)

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Zum künftigen Bedarf an Pflegepersonal in den stationären und mobilen Diensten (On the Future Need for Caregivers in Inpatient and Mobile Services)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(3), S.149-157
Online seit: 25.03.2019 0:00
 
In Österreich berichten Pflegedienstleister zunehmend über Schwierigkeiten, Pflegepersonal für mobile und stationäre Dienste zu finden. Neben der Frage der künftigen Finanzierung ist die Frage der Sicherstellung ausreichender Personalabdeckung wohl das dringlichste Problem im Pflegebereich. Wie eine Schätzung auf Basis aktueller Projektionen zur Nachfrage nach Pflegedienstleistungen zeigt, werden im Bereich der mobilen und stationären Pflege und Betreuung bis 2030 rund 24.000 (Vollzeitäquivalente: 18.000) und bis 2050 79.000 (Vollzeitäquivalente: 58.000) zusätzliche Pflegekräfte benötigt (Stand 2016: 63.000 bzw. 45.000 Vollzeitäquivalente). Im Mittelpunkt einer Pflegereform müssen deshalb neben Ausbildungs- und Umschulungsoffensiven Maßnahmen stehen, die den Pflegeberuf attraktiver machen.
JEL-Codes:H76, I11, J14, J44
Keywords:TP_Alterung_Pflege Pflegedienstleistungen, Personalbedarf in der Pflege, mobile und stationäre Dienste, öffentlicher Aufwand
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

On the Future Need for Caregivers in Inpatient and Mobile Services
Long-term care service providers in Austria are increasingly reporting difficulties in finding staff for mobile and stationary long-term care services. In addition to the question of future financing, the most urgent problem in the care sector is ensuring sufficient personnel coverage. As an estimate based on current projections of the demand for long-term care services shows, mobile and inpatient care will require around 24,000 (full-time equivalents: 18,000) additional long-term care staff by 2030 and 79,000 (full-time equivalents: 58,000) by 2050 (as of 2016: 63,000 and 45,000 full-time equivalents, respectively). In addition to training and retraining offensives, a long-term care reform must therefore focus on measures to make the nursing profession more attractive.

Verwandte Einträge

Projektleitung: Matthias Firgo
Current and future importance of the supply of mobile home care and assistance services (Aktuelle und künftige Versorgungsfunktion der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste in Österreich)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Hilfswerk Österreich
Abgeschlossen: 2018
The demographic development of the coming decades will bring with it a rapidly growing number of care-dependent people. Therefore, the question of the future design of nursing and care services is central, especially as the potential for exclusively informal care by relatives is continuously decreasing. Home care is the predominant form of care in Austria. Legislation also gives priority to the expansion of care services at home. Against this background, this study will focus on the area of mobile services. The current and future socio-economic importance of these services will be examined from various perspectives. The future demand and the impending shortage of nursing and care personnel will also be quantified in detail and under various policy scenarios, based on projection methods already used by WIFO.
Monographien, Dezember 2018, 113 Seiten
Auftraggeber: Hilfswerk Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 17.12.2018 11:59
 
Der vorliegende Bericht beleuchtet die derzeitige und künftige ökonomische Bedeutung mobiler Pflege- und Betreuungsdienste in Österreich vor dem Hintergrund des bevorstehenden demographischen Wandels und möglicher politischer Maßnahmen zur Veränderung des Versorgungsmix in der formellen Pflege. Die Studie zeigt einerseits den Status quo mobiler Dienste im nationalen und internationalen Kontext auf und gibt analog zu einer Reihe von weiteren rezenten WIFO-Studien Einblick in den projizierten, österreichweiten Leistungsumfang mobiler Dienste und der Pflegedienste insgesamt bis zum Jahr 2050. Darauf aufbauend wird versucht, in vier Politikszenarien (Verschiebung des Versorgungsmix zugunsten der stationären Pflege, der 24-Stunden-Betreuung und der mobilen Dienste, relative Erhöhung des Potentials für informelle Pflege) die Effekte möglicher Maßnahmen zu quantifizieren, die die Bedeutung der jeweiligen Pflegeformen in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen. Eine Reihe von evidenzbasierten Schlussfolgerungen und Argumenten zeigt abschließend die Bedeutung mobiler Dienste als integraler Bestandteil eines effektiven Pflegesystems auf.

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apl. Prof. Dr. Hans Pitlik

Funktion: Ökonom (Senior Economist), Schriftleiter WIFO-Monatsberichte und WIFO Reports on Austria

Tatjana Weber

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung

Tamara Fellinger

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