Die Auswirkungen einer Verbesserung der Betreuungsrelation für Arbeitslose in der Arbeitsvermittlung des AMS. Ergebnisse eines kontrollierten Experiments des AMS Österreich in der Servicezone der RGS Linz (The Effects of Raising the Number of Caseworkers for the Unemployed. Evidence from a Randomised Controlled Trial of the AMS Austria in the Service Zone of the Regional AMS Office Linz)
Monographien, Juni 2017, 99 Seiten
EDV: Georg Böhs
 
Die Beratung und Vermittlung von Arbeitslosen zählt zu den Kernaufgaben des AMS. Wie ein aktuelles Pilotprojekt zeigt, ist die Unterstützung der Arbeitsuchenden bei der Rückkehr in die Beschäftigung umso erfolgreicher, je weniger Personen die Berater und Beraterinnen zu betreuen haben. Mittels eines innovativen, kontrollierten Zufallsexperiments erprobte das AMS in den Jahren 2015 und 2016 eine Intensivierung der Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten durch eine Ausweitung des Beratungspersonals. Die Auswertungen des WIFO zur Beratungszone der regionalen AMS-Geschäftsstelle Linz – eines von zwei Pilotstandorten – belegen: Ein besseres Betreuungsverhältnis schlägt sich in häufigeren Kontakten zwischen dem AMS-Beraterpersonal und den Arbeitsuchenden, mehr Vermittlungsvorschlägen, mehr Maßnahmenzuweisungen und Sanktionen nieder und verkürzt dadurch signifikant die Arbeitslosigkeit. Diese Verkürzung der Arbeitslosigkeit beruht zum einen darauf, dass Arbeitslosen häufiger eine Beschäftigungsaufnahme gelingt. Zum anderen geht sie auf vermehrte Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit ohne Beschäftigungsaufnahme zurück.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

The Effects of Raising the Number of Caseworkers for the Unemployed. Evidence from a Randomised Controlled Trial of the AMS Austria in the Service Zone of the Regional AMS Office Linz
Counselling and placement of the unemployed is one of the core tasks of the AMS. As a recent pilot project shows, jobseekers can be assisted in returning to paid work the more successfully the less clients a caseworker has to look after. By means of an innovative, randomised controlled trial, AMS tested in 2015 and 2016 an intensification of the counselling and placement activities through an increase of the staff. WIFO's evaluation of the counselling zone of the regional AMS office Linz – one of two pilot locations – shows that lower caseloads for caseworkers result in more frequent contacts between caseworkers and clients, more referral proposals, more programme assignments and sanctions, thereby significantly shortening unemployment. This reduction in unemployment is partly due to more frequent employment take-ups and partly to more withdrawals from the labour market.
Data processing: Georg Böhs

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Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Arbeitsmarktservice Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2017
Das AMS beschreitet einen innovativen Weg zur Untersuchung der Einflüsse auf die Erfüllung seiner in den arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben definierten Aufgaben zur raschen, passgenauen und nachhaltigen Vermittlung von Arbeitskräften. Es setzt ein Feldexperiment um, dessen Ziel die Evaluierung der Auswirkungen einer Erhöhung der Dichte der Betreuung von Arbeitslosen in den Service- und Beratungszonen der regionalen Geschäftsstellen (RGS) ist. Das WIFO wird dieses Feldexperiment wissenschaftlich begleiten und die Wirkung einer Intensivierung der Betreuung von Arbeitslosen auf deren Arbeitsmarktintegration evaluieren.
Die Auswirkungen einer Verbesserung der Betreuungsrelation für Arbeitslose in der Arbeitsvermittlung des AMS. Ergebnisse eines kontrollierten Experiments des AMS Österreich in der Beratungszone der RGS Esteplatz in Wien (The Effects of Raising the Number of Caseworkers for the Unemployed. Evidence from a Randomised Controlled Trial of the AMS Austria in the Counselling Zone of the Regional AMS Office Vienna, Esteplatz)
Monographien, Februar 2017, 104 Seiten
EDV: Georg Böhs
 
Die Beratung und Vermittlung von Arbeitslosen zählt zu den Kernaufgaben des AMS. Wie ein aktuelles Pilotprojekt zeigt, ist die Unterstützung der Arbeitsuchenden bei der Rückkehr in die Beschäftigung umso erfolgreicher, je weniger Personen die Berater und Beraterinnen zu betreuen haben. Mittels eines innovativen, kontrollierten Zufallsexperiments erprobte das AMS in den Jahren 2015 und 2016 eine Intensivierung der Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten durch eine Ausweitung des Beratungspersonals. Die Auswertungen des WIFO zur Beratungszone der regionalen AMS-Geschäftsstelle Wien–Esteplatz – eines von zwei Pilotstandorten – belegen: Ein besseres Betreuungsverhältnis schlägt sich in häufigeren Kontakten zwischen dem AMS-Beraterpersonal und den Arbeitsuchenden, mehr Vermittlungsvorschlägen, mehr Maßnahmenzuweisungen und Sanktionen nieder und verkürzt dadurch signifikant die Arbeitslosigkeit. Diese Verkürzung der Arbeitslosigkeit beruht zum einen darauf, dass Arbeitslosen häufiger eine Beschäftigungsaufnahme gelingt. Zum anderen geht sie auf vermehrte Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit ohne Beschäftigungsaufnahme zurück.