Franz Sinabell (Koord.), Julia Bock-Schappelwein (WIFO), Christina Mayer (ST.AT), Martin Kniepert, Erwin Schmid, Martin Schönhart (BOKU), Gerhard Streicher (Joanneum Research)
Indikatoren für die Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2007/2013 in Österreich
Monographien, Jänner 2011, 112 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria – Universität für Bodenkultur Wien – Joanneum Research GmbH
 
Die Studie analysiert Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung in Österreich für die Periode 2007 bis 2013 auf Wirtschaft und Umwelt. Im Rahmen der Untersuchung wurden umfangreiche Datengrundlagen geschaffen: Indikatoren für die Situation auf dem Arbeitsmarkt allgemein und nach Geschlecht sowie die landwirtschaftliche Gesamtrechnung auf Ebene der NUTS-3-Regionen. Mit Hilfe von Modellen wurden im Rahmen von Ex-ante-Analysen absehbare Auswirkungen quantifiziert. Ohne das Programm wäre die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft um bis zu 23.000 niedriger und die regionale Wertschöpfung um bis zu 1,4 Mrd. € geringer. Zudem würde die Landwirtschaft in vielen Regionen zurückgedrängt. Detailliertes Kartenmaterial gibt Aufschluss über die regionalen Auswirkungen eines Wegfalls des Programms.
Forschungsbereich:Umwelt, Landwirtschaft und Energie – Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

Indicators of Effects of the 2007-2013 Rural Development Programme in Austria
The study analyses the effects of the programme for rural development in Austria for the period of 2007 to 2013 on the economy and environment. The investigation produced substantial quantities of data: indicators of the labour market situation in general and broken down by gender, and the agricultural accounts at the level of NUTS-3 regions. Models were used to quantify foreseeable effects through ex-ante analysis. If the programme had not been put in place, there would be up to 23,000 fewer non-farming jobs and regional output would be lower by up to € 1.4 billion. Moreover, farming would be marginalised in many regions. Detailed maps provide information on the regional impact if the programme were abolished.

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Im österreichischen Programm der Ländlichen Entwicklung 2007-2013 wurden ab 2007 pro Jahr 1,1 Mrd. € an Fördermitteln eingesetzt, um Wertschöpfung, Beschäftigung, Umwelt- und Lebensqualität zu steigern. Diese Mittel wurden zu 52% von der EU finanziert und durch Beiträge von Bund und Ländern ergänzt. Zu den Begünstigten zählen vor allem die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft. Darüber hinaus wurden Unternehmen und Gewerbebetriebe in der biobasierten Wertschöpfungskette und regionale Initiativen der ländlichen Bevölkerung gefördert. Modellanalysen zeigen vielfältige Wirkungen des Programmes auf die Volkswirtschaft. Die durch die Förderungen ausgelöste Wertschöpfung betrug 1,6 Mrd. €. Damit waren 30.300 Beschäftigungsverhältnisse verbunden. Die Zuwächse waren nicht auf ländliche Gebiete beschränkt, sondern stärkten Wachstum und Beschäftigung in den urbanen Regionen ebenfalls signifikant. Ohne das Programm wären Stickstoffüberschüsse und Emissionen von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft um 16% bzw. 3% höher gewesen. Durch das Programm wurde verhindert, dass 11% der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus der Produktion genommen worden wären.
in: 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V., 17. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie
Vortrag
Vortragsreihe "WIFO-Extern", WIFO, Arsenal, Objekt 20, Kleiner Sitzungssaal, 23.5.2016 13:15, veranstaltungen@wifo.ac.at
Kommentar: Martin Schönhart (BOKU)
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.05.2016 0:00
Mit dem Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007/2013 wurden pro Jahr öffentliche Mittel im Umfang von 1,1 Mrd. € eingesetzt. Damit wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen finanziert. Die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Emissionen wurden mit Hilfe von regional differenzierten quantitativen Modellen für den Agrarsektor und die Volkswirtschaft untersucht. Ergänzt wurde diese Analyse durch ökonometrische Untersuchungen zu Aspekten der Lebensqualität auf Ebene einzelner Gemeinden. Wie die Ergebnisse zeigen, wurden durch das Programm von der Aufgabe gefährdete landwirtschaftliche Standorte in Produktion gehalten, der Beschäftigungsumfang wurde erhöht, die Wertschöpfung der Volkswirtschaft stieg, und die Umweltbelastung durch Stickstoffüberschüsse und Treibhausgasemissionen wurde verringert. Diese Auswirkungen waren regional sehr unterschiedlich. Die untersuchten Indikatoren zur Lebensqualität zeigen kein einheitliches Bild.
Monographien, März 2016, 72 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität für Bodenkultur Wien
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Online seit: 31.03.2016 0:00
Mit dem Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007/2013 wurden pro Jahr öffentliche Mittel im Umfang von 1,1 Mrd. € eingesetzt. Damit wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen finanziert. Die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Emissionen wurden mit Hilfe von regional differenzierten quantitativen Modellen für den Agrarsektor und die Volkswirtschaft untersucht. Ergänzt wurde diese Analyse durch ökonometrische Unterschungen zu Aspekten der Lebensqualität auf Ebene einzelner Gemeinden. Wie die Ergebnisse zeigen, wurden durch das Programm von der Aufgabe gefährdete landwirtschaftliche Standorte in Produktion gehalten, der Beschäftigungsumfang wurde erhöht, die Wertschöpfung der Volkswirtschaft stieg, und die Umweltbelastung durch Stickstoffüberschüsse und Treibhausgasemissionen wurde verringert. Diese Auswirkungen waren regional sehr unterschiedlich. Die untersuchten Indikatoren zur Lebensqualität zeigen kein einheitliches Bild.
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria – Universität für Bodenkultur Wien
Abgeschlossen: 2016
Mit dem Programm der Ländlichen Entwicklung wurden zwischen 2007 und 2014 Fördermaßnahmen im Umfang von etwa 1 Mrd. € pro Jahr finanziert. Gefördert wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen. Das WIFO untersucht in diesem Projekt die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Nitratbilanz mit Hilfe von Modellen. Ergänzt wird diese Analyse durch ökonometrische Unterschungen der Programmwirkung auf Ebene einzelner Gemeinden.
Franz Sinabell (WIFO), Klaus Salhofer (TU München), Giannis Karagiannis (Universität von Mazedonien)
Monographien, September 2006, 90 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Das Programm der ländlichen Entwicklung – die "zweite Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik – ist das wichtigste Förderprogramm der österreichischen Landwirtschaft. Im Zuge der Evaluierung untersucht das WIFO, in welcher Weise die einzelnen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Eine statistische Auswertung zeigt, dass durch das Programm besonders solche Regionen gefördert werden, die aufgrund der Standortbedingungen benachteiligt sind. Gemäß einem Vergleich zwischen biologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben ist je nach Betrachtung – dynamisch oder statisch – jeweils ein Produktionssystem dem anderen überlegen.
Projektberichte (abgeschlossen), Oktober 2004
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abt. II/5
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Das Programm der Ländlichen Entwicklung ist das wichtigste Förderinstrument der Agrarpolitik in Österreich. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts untersuchen WIFO und Joanneum Research die Auswirkungen des Programms anhand verschiedener Effizienzindikatoren mit Hilfe ökonometrischer Verfahren.
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 2003
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Das österreichische Programm der Ländlichen Entwicklung ist eines der bedeutendsten Programme in Bezug auf den ländlichen Raum in der gesamten EU. Das WIFO analysiert im Rahmen der Studie den Beitrag des Programmes zur Verbesserung der Wirtschaftsleistung, zur Umstrukturierung und Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe, zur Erreichung der Ziele der Strategie Europa 2020 einer Erhöhung der Beschäftigungsquote und der Forschungsquote und zur Entwicklung von Innovationen, zur Verringerung des Klimawandels, zur Verbesserung der Anpassung an veränderte Klimabedingungen und zur Erhöhung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energiequellen, zur Verringerung der Zahl der von Armut Betroffenen, zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und zu einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung sowie Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Die Analyse basiert auf Befragungsergebnissen, Monitoringdaten und speziellen Auswertungen vorliegender Erhebungen und nutzt Methoden der kausalanalytischen Untersuchung, und zwar sowohl ökonometrische Modelle als auch quantitative Modellanalysen.
Projektberichte (in Arbeit), Juni 2018
Auftraggeber: Landwirtschaftskammer Österreich
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Der Wert, den die Land- und Forstwirtschaft Österreichs in der Gesellschaft hat, kann nur schwer anhand konkreter Zahlen beziffert werden. Die vielfältigen externen Effekte der land- und forstwirtschaftlichen Produktion interagieren in komplexer Weise mit der übrigen Wirtschaft und der Gesellschaft. In dem Bericht werden Anhaltspukte aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben, und es wird umfassendes Datenmaterial präsentiert.
Monographien, März 2016, 37 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität für Bodenkultur Wien
The Austrian programme of rural development had an annual volume of 1.1 bilion € of public funds during 2007 to 2013. The support was given in order to improve the agri-environmental situation, to maintain agricultural production in regions with production disadvantages and to make productivity enhancing investments. The evaluation shows the impact on employment, productivity and environmental outcomes. An econometric analysis of the impact at the level of municipalities complemented the analyses of a bottom-up agricultural sector model and a regional input-output model of the Austrian economy. The results show that the programme contributed to maintaining marginal land in agricultural production, that employment and value added in the economy were stimulated and that the impact on the environment was reduced by lower green house gas emissions and lower nitrogen surpluses. The regional effects are very heterogeneous. Results on the indicators of quality of life were not conclusive.