WIFO Research Briefs

The WIFO Research Briefs present short contributions to economic policy discussions as well as short summaries of WIFO's research work. They are written in compliance with the Guidelines for Good Scientific Practice and scientific policy advice of the Austrian Agency for Research Integrity (ÖAWI) and serve to increase the national and international visibility of WIFO research results.

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COVID-19-Pandemie und internationaler Handel: Abschätzung der Entwicklung der österreichischen Warenexporte im Jahr 2020 (COVID-19 Pandemic and International Trade: Estimation of the Development of Austrian Goods Exports in 2020)
WIFO Research Briefs, 2020, (6), 12 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 18.05.2020 0:00
Die COVID-19-Pandemie hinterlässt seit Jahresbeginn deutliche Spuren in der Weltwirtschaft, Vorlaufindikatoren aus Konjunkturumfragen vom April brachen auf historische Tiefstwerte ein. Rezente internationale Prognosen gehen von einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 3% bis 9% aus. Für den Welthandel mit Waren lässt sich aus Vergleichen mit der Finanzmarktkrise 2008/09 ein drei- bis vierfach stärkerer Einbruch als der des Welt-BIP erwarten. Die Bandbreite der Ergebnisse internationaler Prognoseinstitute für den Welthandel ist jedoch groß: –9% bis –15% in optimistischeren Szenarien und –15% bis –30% in pessimistischen Szenarien. Die Größenordnungen der potentiellen Auswirkungen auf die österreichische Exportentwicklung im Jahr 2020 werden anhand von drei ausgewählten internationalen Szenarien abgesteckt. Die Schätzungen ergeben mögliche Einbußen für den österreichischen Warenexport zwischen 12% und 22%. Im Falle wesentlich pessimistischerer Varianten der Welthandelsentwicklung könnte aber auch die österreichische Ausfuhr von Waren mit bis zu 28% deutlich stärker einbrechen.
WIFO Research Briefs, 2020, (5), 14 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 18.05.2020 0:00
Der massive Beschäftigungsrückgang, der Mitte März infolge der weitreichenden Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie einsetzte, hielt auch im April an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die unselbständige Beschäftigung um 188.905 Beschäftigungsverhältnisse auf 3,582.751 (–5,0%). Nach der Rekordarbeitslosigkeit im März 2020 erhöhten sich die Arbeitslosenzahlen noch bis Mitte April weiter, bevor der Anstieg in der zweiten Monatshälfte zum Stillstand kam. Ende April waren beim AMS 571.477 Arbeitslose und Personen in Schulungsmaßnahmen registriert, um 8.955 (+1,6%) mehr als im März 2020 bzw. um 210.275 (+58,2%) mehr als im April 2019. Während die Zahl der Schulungsteilnahmen aufgrund der Einstellung des Schulungsbetriebes um 24,2% sank, erhöhte sich die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen im April um 76,3%.
Welches Home-Office-Potential birgt der österreichische Arbeitsmarkt? (How Much Home Office Potential is there in the Austrian Labour Market?)
WIFO Research Briefs, 2020, (4), 5 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 24.04.2020 9:00
Home-Office war bislang, wenn überhaupt, ein Instrument, das nur von wenigen Personengruppen und häufig zeitlich beschränkt genutzt wurde. Mit den Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie wurde für viele Arbeitskräfte das Zuhause recht unvermittelt zur Arbeitsstätte. Auf Grundlage der Tätigkeitsschwerpunkte der unselbständigen Beschäftigung ermittelt das WIFO ein Home-Office-Potential von rund 45%; für Frauen fällt dieses Potential etwas höher aus als für Männer.
WIFO Research Briefs, 2020, (3), 8 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 22.04.2020 7:00
Die COVID-19-Pandemie bewirkt auf dem Arbeitsmarkt Beschäftigungseinbußen wie zuletzt vor rund 70 Jahren und einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit. Der Beschäftigungsrückgang der Frauen fällt zwar geringer aus als jener der Männer, konzentriert sich aber auf für die Frauenbeschäftigung bedeutende Wirtschaftsbereiche. Auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist unter Frauen geringer, betrifft aber eher Höherqualifizierte, während bei den Männern Geringqualifizierte stärker betroffen sind. Die Doppelbelastung durch Beruf und Betreuungspflichten, infolge von Home-Office oder einer Beschäftigung in den systemrelevanten Wirtschaftsbereichen, trifft Frauen stärker als Männer.
WIFO Research Briefs, 2020, (2), 10 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research
Online since: 17.04.2020 7:00
Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie haben dramatische Folgen für den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit stieg innerhalb von zwei Wochen um knapp 200.000 auf ein Rekordniveau von 563.000 Personen Ende März, und parallel dazu sank im März – erstmals seit Februar 2010 – im Vergleich zum Vorjahresmonat die unselbständige Beschäftigung um 186.974 Beschäftigungsverhältnisse auf 3,589.401 (–5,0%). Betroffen vom Beschäftigungsrückgang sind – mit erheblichen Unterschieden – alle Bundesländer und die meisten Wirtschaftsbereiche, insbesondere die Dienstleistungen, aber auch Teilbereiche der Sachgütererzeugung bis hin zum Bauwesen, Männer stärker als Frauen, jüngere Altersgruppen und ausländische Arbeitskräfte stärker als inländische Arbeitskräfte.
Angela Köppl (WIFO), Stefan Schleicher (Wegener Center and WIFO), Margit Schratzenstaller (WIFO), Karl W. Steininger (Wegener Center)
COVID-19, Klimawandel und Konjunkturpakete (COVID-19, Climate Change and Economic Stimulus Packages)
WIFO Research Briefs, 2020, (1), 14 pages
Study by: Austrian Institute of Economic Research – University of Graz, Wegener Center for Climate and Global Change
Online since: 11.04.2020 13:00
Durch die COVD-19-Pandemie werden die Verwundbarkeit und die Systemrisiken von komplex vernetzten, globalen Wirtschaftsstrukturen sichtbar. Systemrisiken und Verwundbarkeit der bestehenden Strukturen sind nicht nur für Pandemie-Ereignisse gegeben, sondern treffen auch auf andere mögliche Störungen wie etwa die absehbare Klimakrise zu. Entsprechend gilt es, die Erfahrungen aus der COVD-19-Pandemie über die Verwundbarkeit unseres Wirtschaftssystems in Hinblick auf eine Vermeidung von Klimarisiken zu nutzen. Meldungen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus und damit die COVD-19-Krise eine Verringerung der Emissionen zu Folge haben, sind kritisch zu bewerten: Nicht die Emissionen eines Jahres bestimmen die klimaverändernde Wirkung, sondern die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Um tatsächlich eine Trendwende zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen in Österreich wie weltweit mit strukturell wirksamen Maßnahmen dauerhaft gesenkt werden. Entsprechend sind auch die staatlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise so zu setzen, dass sie auch zur Abmilderung des Klimawandels beitragen und unser Wirtschaftssystem weniger verletzlich machen.