Das Jahr begann verhalten, jetzt expandiert die US-Wirtschaft wieder stark. – © pixabay.com
09.08.2018
WIFO-Konjunkturbericht: Mehr Schwung in den USA, weniger im Euro-Raum
Österreichs Wirtschaft wächst weiter über dem Durchschnitt des Euro-Raums.
Nach einem eher verhaltenen Wachstum zum Jahresbeginn stieg die Wirtschaftsleistung in den USA im II. Quartal kräftig. In der EU stabilisierte sich die Entwicklung nach einem schwachen Beginn im II. Quartal, im Euro-Raum verlor sie abermals an Schwung.
Trotz wachsender Unsicherheit bezüglich drohender internationaler Handelskonflikte wuchs die Weltwirtschaft im II. Quartal 2018 kräftig. Die vorliegenden Indikatoren vieler bedeutender Schwellenländer weisen auf eine anhaltende Expansion hin. In den USA war die Steigerungsrate im II. Quartal mit real +1 Prozent gegenüber der Vorperiode doppelt so hoch wie im I. Quartal (+0,5 Prozent).
Im Euro-Raum und in der EU flaute die kräftige Dynamik des Vorjahres im I. Quartal etwas ab. War die Wirtschaft im Euro-Raum im IV. Quartal 2017 mit +0,7 Prozent noch ähnlich stark gewachsen wie in den Vorperioden, so verringerte sich der Anstieg Anfang 2018 auf 0,4 Prozent. Die Investitionsnachfrage verlor deutlich an Schwung, und der Export ging sogar zurück. Lediglich die Konsumnachfrage belebte sich und stützte die Entwicklung.
Gemäß der ersten Schätzung von Eurostat verringerte sich das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum im II. Quartal weiter leicht auf 0,3 Prozent. Für die gesamte EU wurde abermals ein Anstieg des BIP um real 0,4 Prozent festgestellt.
Österreich: Arbeitseinkommen und Konsumbereitschaft steigen weiter
In Österreich setzte sich der Aufschwung im II. Quartal mit nur leicht verminderter Dynamik fort. Erste Berechnungen des WIFO ergaben einen Anstieg des BIP um real 0,7 Prozent gegenüber der Vorperiode. Die Exporttätigkeit ließ abermals etwas nach, die Investitionsnachfrage entwickelte sich unverändert kräftig. Der Konsum der privaten Haushalte wuchs neuerlich robust. Aufgrund der kräftigen Beschäftigungszuwächse der vergangenen Jahre stiegen die Arbeitseinkommen erheblich, und die angesichts der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erhöhte Zuversicht der privaten Haushalte begünstigt deren Konsumbereitschaft.
Die anhaltend gute Konjunktur lässt die Arbeitslosenquote weiter sinken. Sie war im Juli 2017 mit 7,6 Prozent bereits deutlich niedriger als im Vorjahr gewesen und sank heuer auf 6,9 Prozent. Während die Arbeitslosenquote im Durchschnitt der EU schon fast so niedrig ist wie in der Hochkonjunktur vor der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, liegt sie in Österreich noch über dieser Marke.
Die Inflationsrate entsprach im Juni mit 2 Prozent dem Durchschnitt der letzten Monate, bislang nimmt der Preisdruck noch nicht zu. Vor allem die Treibstoffverteuerung schlug aber auf die Teuerungsrate durch.
Im Euro-Raum und in der EU flaute die kräftige Dynamik des Vorjahres im I. Quartal etwas ab. War die Wirtschaft im Euro-Raum im IV. Quartal 2017 mit +0,7 Prozent noch ähnlich stark gewachsen wie in den Vorperioden, so verringerte sich der Anstieg Anfang 2018 auf 0,4 Prozent. Die Investitionsnachfrage verlor deutlich an Schwung, und der Export ging sogar zurück. Lediglich die Konsumnachfrage belebte sich und stützte die Entwicklung.
Gemäß der ersten Schätzung von Eurostat verringerte sich das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum im II. Quartal weiter leicht auf 0,3 Prozent. Für die gesamte EU wurde abermals ein Anstieg des BIP um real 0,4 Prozent festgestellt.
Österreich: Arbeitseinkommen und Konsumbereitschaft steigen weiter
In Österreich setzte sich der Aufschwung im II. Quartal mit nur leicht verminderter Dynamik fort. Erste Berechnungen des WIFO ergaben einen Anstieg des BIP um real 0,7 Prozent gegenüber der Vorperiode. Die Exporttätigkeit ließ abermals etwas nach, die Investitionsnachfrage entwickelte sich unverändert kräftig. Der Konsum der privaten Haushalte wuchs neuerlich robust. Aufgrund der kräftigen Beschäftigungszuwächse der vergangenen Jahre stiegen die Arbeitseinkommen erheblich, und die angesichts der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erhöhte Zuversicht der privaten Haushalte begünstigt deren Konsumbereitschaft.
Die anhaltend gute Konjunktur lässt die Arbeitslosenquote weiter sinken. Sie war im Juli 2017 mit 7,6 Prozent bereits deutlich niedriger als im Vorjahr gewesen und sank heuer auf 6,9 Prozent. Während die Arbeitslosenquote im Durchschnitt der EU schon fast so niedrig ist wie in der Hochkonjunktur vor der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, liegt sie in Österreich noch über dieser Marke.
Die Inflationsrate entsprach im Juni mit 2 Prozent dem Durchschnitt der letzten Monate, bislang nimmt der Preisdruck noch nicht zu. Vor allem die Treibstoffverteuerung schlug aber auf die Teuerungsrate durch.
Please contact
Macroeconomics and Public Finance
Further news
German Economic Association – Verein für Socialpolitik Honours WIFO Director
15.09.2026
WIFO Business Cycle Report of September 2026
09.09.2026
Anniversary Portal Featuring a Timeline, Memories and Archives
07.09.2026
A Pioneer, She Was the First Woman to Obtain a Doctorate in State Sciences at the University of Vienna and Was Most Likely Gustav Klimt's "Fräulein Lieser"
07.09.2026
A Film Portrait of the World-Renowned Doyen of Austrian Economics
07.09.2026
Franz Nemschak in His Own Words About the Re-establishment of WIFO in 1945
07.09.2026
Results of the WIFO-Konjunkturtest (Business Cycle Survey) of August 2026
28.08.2026
The Recent WIFO Research Brief provides preliminary Assessments of the Support Measures and Looks to the Future
26.08.2026
WWWI: Calendar Weeks 27 to 33 2026
25.08.2026
Retail Business Cycle Report in Cooperation with the Austrian Retail Association
24.08.2026
WIFO Economist Writes her Doctoral Thesis in Berkeley, Paris and Vienna
12.08.2026
WIFO Business Cycle Report of August 2026
11.08.2026
Tourism Expert Worked at the Austrian Institute of Economic Research for 41 Years
11.08.2026
Paper by Christian Glocker and Thomas Url in the International Economic Review
10.08.2026
Results of the WIFO-Konjunkturtest (Business Cycle Survey) of July 2026
30.07.2026
WIFO Flash Estimate
30.07.2026
WIFO Research Brief Examines Accuracy and Implications for Credit Supply and Construction Activity
03.07.2026
European Construction Market Forecasts to 2029
01.07.2026
Focus on the Structure of Sick Leave Relating to the Musculoskeletal System and Connective Tissue
30.06.2026
Video: WIFO Senior Economist Margit Schratzenstaller at Budget Hearing of the Austrian Parliament
30.06.2026
Results of the WIFO-Konjunkturtest (Business Cycle Survey) of June 2026
29.06.2026
Keynote Address by WIFO Economist Klaus Friesenbichler
26.06.2026
Video: Research Seminar with Bernhard Ganglmair
25.06.2026
Economic Outlook for 2026 and 2027
25.06.2026