
Verbesserung der Stimmung im Einzelhandel zu Jahresbeginn, Weihnachtsgeschäft verlief positiv
Die heimische Konjunktur entwickelte sich weiterhin moderat. Gemäß der WIFO-Schnellschätzung nahm die Wirtschaftsleistung im IV. Quartal 2025 real um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zu (saison- und kalenderbereinigt). Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte trug positiv zum Wachstum bei. In der monatlichen Entwicklung (laut WWWI) zeigte sich jedoch im November ein Rückgang (im Vorjahresvergleich).
Die Inflation ging gemäß der Schnellschätzung von Statistik Austria im Jänner 2026 deutlich auf 2,0% zurück (Dezember 2025: 3,8%). Der Rückgang der Energiepreise (Wegfall des Basiseffektes der Strompreisbremse, Senkung der Energieabgabe und des Erneuerbaren-Förderbeitrags) wirkte dämpfend.
Die Umsatzentwicklung im heimischen Einzelhandel (ohne Kfz) fiel nach vorläufigen Daten kalenderbereinigt im Dezember 2025 moderat aus (nominell +1,9%, real –0,2% gegenüber dem Vorjahr, vorläufige Werte). Die weihnachtsbedingten Mehrumsätze dürften damit im Dezember wie prognostiziert über dem Jahr 2024 liegen.
Im Einzelhandel (ohne Kfz und Tankstellen) betrug der Nettoumsatz im Jahr 2025 79,5 Mrd. € bzw. +2,9% gegenüber 2024 (real +0,7%).
Die Stimmung bei den heimischen Händler:innen hat sich zum Jahreswechsel deutlich verbessert. Vor allem zeigt sich dies bei den Erwartungen für die kommenden Monate, welche so optimistisch wie schon lange nicht mehr sind. Aber auch bei der aktuellen Lageeinschätzung hat der Optimismus zugenommen.
Der heimische Konsumklimaindikator gab zum Jahresauftakt etwas nach und liegt damit unterhalb des Durchschnittes von 2025. Andere Teilaspekte der Befragung, wie etwa die Einschätzung der erwarteten Verkaufspreise oder die Einschätzung des Arbeitsplatzrisikos zeigen positive Veränderungen.
Für 2026 wird mit einer moderaten Konsumdynamik gerechnet, 2027 dürfte die Konsumnachfrage bei gleichzeitigem Rückgang der Sparquote um rund 1% steigen.
Auf dem Arbeitsmarkt ging der Bestand an unbesetzten Stellen im Jänner sowohl in der Gesamtwirtschaft wie auch im Einzelhandel erneut zurück (jeweils rund –10%), wenngleich sich der Rückgang leicht gebremst hat. Im Jänner konnten im Einzelhandel (einschließlich Kfz, laut ÖNACE 2025) 8.404 offene Stellen nicht zeitnah besetzt werden, in der Gesamtwirtschaft waren es 68.463.
Die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen pendelte sich auf hohem Niveau ein. Im IV. Quartal 2025 wurden insgesamt 1.023 Insolvenzen eröffnet, das waren um 6,4% weniger als im Jahr zuvor. Auch im Handel zeigte sich eine Entspannung, im IV. Quartal wurde ein Rückgang von 13,7% gegenüber dem Vorjahr registriert.

