Die Kfz-Herstellung in Österreich – regionale und sektorale Aspekte

Auch in der jüngeren Vergangenheit wies die Kfz-Herstellung (einschließlich Motorradherstellung) in Österreich eine sehr erfolgreiche Entwicklung auf: Seit der Jahrtausendwende hat sich ihr nomineller Umsatz mehr als verdoppelt, ihr Beschäftigtenstand stieg um mehr als ein Viertel, auf fast 40.000 Beschäftigte. Sie erweist sich dabei in vielerlei Hinsicht als sehr konzentriert, produktmäßig (auf Kraftwagen und Motoren sowie "sonstige Teile"), hinsichtlich ihrer Lieferverflechtungen (85% der heimischen Produktion sind für den Export bestimmt, rund 70% der Vorleistungen werden importiert) wie auch regional hinsichtlich der heimischen Produktionsstandorte (in fünf Bezirken – zwei in Oberösterreich, drei in der Steiermark – findet sich rund die Hälfte der Beschäftigten; in diesen Bezirken besteht auch eine hohe Abhängigkeit von Angehörigen einzelner Berufsgruppen von der Kfz-Herstellung). Diese Konzentration wie auch die Dominanz von internationalen Kfz-Markenherstellern als Abnehmer für die heimische Kfz-Zulieferer bilden eine potenziell nicht unproblematische Abhängigkeit von internationalen Trends und Akteuren.