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Ulrike Famira-Mühlberger, Matthias Firgo, Oliver Fritz, Klaus Nowotny, Gerhard Streicher, Alexander Braun, Österreich 2025 – Herausforderungen und volkswirtschaftliche Effekte der Pflegevorsorge

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(8), S.639-648
   
Die erste österreichweite mikroökonometrische Analyse der häuslichen Pflege zeigt den Gesundheitszustand als primären Faktor für die Wahl der Pflegeform sowie eine komplementäre Beziehung zwischen informeller und formeller Pflege. Projektionen der öffentlichen Ausgaben für Langzeitpflege unterstreichen die Bedeutung der demographischen Entwicklung für die zu erwartenden Kostensteigerungen. Die öffentlichen Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste werden bereits 2025 real um etwa 50% höher sein als 2015, jene für das Pflegegeld um rund 12%. Der markante Kostenanstieg setzt jedoch erst nach 2025 mit zunehmender Alterung der Babyboom-Generationen ein. Zwischen 2025 und 2050 verdreifachen sich dadurch die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste. Über direkte und indirekte wirtschaftliche Verflechtungen generieren die Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste ein Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen von etwa 70% der Ausgaben und lasteten 2015 etwa 115.000 Beschäftigte aus, wie die erstmalige Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte des österreichischen Pflegesektors belegt.
 
Online seit: 24.08.2017 0:00
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Austria 2025 – Challenges and Macroeconomic Effects of Long-term Care Provision

The first microeconometric analysis of home care carried out for all of Austria indicates the health status as a primary factor for choosing the type of care, as well as a complementary relationship between informal and formal care. Projections for public spending on long-term care underline how demographic trends will impact on expected cost increases. By 2025 public expenditure for long-term nursing and care services will already be higher by about 50 percent in real terms than in 2015, and long-term care allowance will rise by about 12 percent. The growth will become explosive only after 2025, when baby boomers enter the very old age cohorts. Between 2025 and 2050 this will triple spending on long-term care services. Through direct and indirect economic interlinkages, expenditures on long-term care services generate tax revenues and social insurance contributions of about 70 percent of the expenditures and generated employment for about 115,000 persons in 2015, as calculated by this first analysis of the macroeconomic effects of the Austrian long-term care sector.

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