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Ulrike Famira-Mühlberger, Matthias Firgo, Oliver Fritz, Gerhard Streicher, Österreich 2025 – Pflegevorsorge – Künftiger Finanzierungsaufwand und regionalwirtschaftliche Verflechtungen

Projektpublikationen "Österreich 2025", Juni 2017, 48 Seiten
   
Die öffentlichen Ausgaben für Pflegevorsorge werden, wie aktuelle Projektionen zeigen, bereits bis 2025 kräftig steigen. Unter der Annahme einer gleichbleibenden Betreuungsstruktur ergeben sich jedoch vor allem aufgrund der demographischen Entwicklung insbesondere zwischen 2025 und 2050 drastische Kostensteigerungen. Die Projektionen für das Pflegegeld zeigen bis 2025 gegenüber 2015 einen realen Ausgabenanstieg um etwa 12%, bis 2050 jedoch um 67%. In den von Ländern und Gemeinden finanzierten Pflege- und Betreuungsdiensten erhöhen sich die öffentlichen Ausgaben bis 2025 bereits um knapp 50%, bis 2050 sogar um 360%. Gemäß Schätzungen zu den regionalwirtschaftlichen Verflechtungen der Pflegedienste waren die öffentlichen und privaten Ausgaben für Pflege- und Betreuungsdienste von 3,4 Mrd. € im Jahr 2015 mit direkten, indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten von 5,9 Mrd. € sowie 115.000 Beschäftigungsverhältnissen (bzw. 86.500 Vollzeitäquivalenten) verbunden. Die Gesamtausgaben generieren somit ein Steueraufkommen von rund 1,1 Mrd. € und Sozialversicherungsabgaben von rund 1,3 Mrd. €. Die volkswirtschaftlichen Multiplikatoren des Pflegesektors sind aufgrund des hohen Anteils von Löhnen und Gehältern an den direkten Ausgaben und der damit verbundenen hohen direkten Wertschöpfung vergleichsweise hoch.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 08.06.2017 9:00
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Austria 2025 – Long-term Care – Future Public Expenditures and Regional Economic Interlinkages

Long-term projections show that public expenditure for long-term care will rise substantially already until 2025. Under the assumption of a constant structure of long-term care recipients, there will be a further drastic increase in costs between 2025 and 2050 mainly due to demographic developments. The projections of the long-term care allowance show a real increase between 2015 and 2025 of roughly 12 percent and between 2015 and 2050 of 67 percent. Public expenditure for in-kind care services that are financed by the Austrian Länder and communities will increase between 2015 and 2025 by roughly 50 percent but between 2015 and 2050 even by approximately 360 percent. Estimates on regional economic interlinkages of in-kind care services show that in 2015 the public and private expenditure for in-kind care services (3.4 billion €) were associated with direct, indirect and induced effects on gross value-added of 5.9 billion € as well as 115,000 jobs (corresponding to 86,500 full-time equivalents). Total expenditure of long-term care thus generates tax revenues of roughly 1.1 billion € and social insurance contributions of roughly 1.3 billion €. The economic multiplier of the long-term care sector is comparatively high due to the high share of wages in the direct expenditures and the related direct value added.

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