Thomas Url, Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich 2007

Monographien, September 2009, 148 Seiten
   
Im internationalen Vergleich zeigt sich deutlich, dass die betriebliche Altersvorsorge in Österreich den Charakter eines freiwilligen Zusatzeinkommens zur öffentlichen Pension hat. Verbreitungsgrad, Beitrags- und Leistungsvolumen sind vergleichsweise niedrig und die Vielfalt der Durchführungswege hoch. Die direkte Befragung von Unternehmen durch das WIFO im Frühjahr 2008 ermöglicht eine umfassende Einschätzung der Beweggründe für und gegen die betriebliche Altersvorsorge und bildet die Datenbasis für eine Hochrechnung auf die Gesamtwirtschaft. Insgesamt bietet ein Viertel der aktiven Betriebe in Österreich ihren Beschäftigten eine Betriebspension an. Im öffentlichen Dienst, unter Finanzdienstleistern und in der Energiewirtschaft ist die Verbreitung traditionell hoch. Besonders selten werden Betriebspensionen hingegen im Gastgewerbe und in der Bauwirtschaft angeboten. 2007 verfügten knapp ein Drittel der unselbständig Beschäftigten über eine Anwartschaft in einer betrieblichen Altersvorsorge. Ein Achtel der Personen, die eine Alterspension in der Pensionsversicherung der Unselbständigen bezogen, erhielten zusätzlich eine Betriebspension. Im Jahr 2007 betrug die durchschnittliche monatliche Betriebspension 890 € (14-mal jährlich). Die starke Ausweitung der betrieblichen Altersvorsorge seit dem Jahr 2000 geht auf Kosten der künftigen Pensionshöhe. Die Zahl der Personen mit Pensionsbezug wird klein bleiben, weil die derzeit populären Gruppenlebensversicherungen überwiegend in Form einer einmaligen Pauschalzahlung abgelöst werden können.
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

The Spread of Company Pensions in Austria in 2007

International comparisons clearly show that the company pensions in Austria are like a voluntary additional income to the public pension. Its level of prevalence and the contribution and payment levels are also comparatively low but the variety of ways they are executed is high. A direct survey of businesses carried out by WIFO in spring 2008 allowed a comprehensive estimate of the arguments for and against company pensions and a database to be created from which figures for the whole economy can be extrapolated. In total one quarter of businesses in Austria offer their employees a company pension. In the public sector, in the financial services sector and in the energy sector the incidence of company pensions is traditionally high. However, it is relatively rare for a company pension to be offered in the hotel and restaurant industry or the building industry. In 2007 only almost one third of employees had any entitlement to a company pension. One eighth of those people who have a state pension for employees also received an additional company pension. In 2007 the average monthly company pension amounted to 890 € (14 times a year). The strong expansion of company pensions since 2000 is at the expense of the amount of any pension payout. The number of people who draw a company pension will remain small because group insurance programmes which are currently so popular can predominately only be paid out in a single lump sum.

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