Thomas Url (Projektleitung)
Ökonomische Konsequenzen der Alterung (Economic Effects of Demographic Ageing)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Abgeschlossen: 2019
Die demographischen Prognosen zeigen für die meisten europäischen Länder in den nächsten Jahrzehnten einen deutlichen Alterungsprozess, der den langfristigen Wachstumspfad der Volkswirtschaft beeinflusst. Tendenziell sinken das Wirtschaftswachstum und die Ersparnisbildung, wenn die Gruppe der 25- bis 54-Jährigen kleiner wird, zugleich erhöhte sich in diesem Fall die Inflationsrate langfristig. Wenn die Gruppe der 55- bis 64-Jährigen abnimmt, dreht sich der Leistungsbilanzsaldo von einem Überschuss in ein Defizit. Das Ziel dieser Studie ist eine Weiterentwicklung der Methode der Europäischen Kommission zur Berechnung des Trendoutputs, die den Zusammenhang zwischen Alterung und Produktivitätsentwicklung berücksichtigt. Weitere Reaktionen makroökonomischer Kenngrößen auf die Alterung werden mit Panelverfahren modelliert. Die Analyse wird für die größten EU-Mitgliedsländer, Japan, die USA und Österreich durchgeführt.
Keywords:TP_Alterung TP_Europa
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Economic Effects of Demographic Ageing
For most European countries, demographic forecasts show a clear ageing process during the coming decades, which will influence the long-term growth path of an economy. Output growth and savings ratio tend to decline when the group of 25- to 54-year olds shrinks, whereas the inflation rate increases in the long term. If the 55 to 64 age group declines, the current account balance shifts from a surplus to a deficit. The aim of this study is to further develop the method of the European Commission of calculating trend output, which models the link between ageing and productivity developments. Further reactions of macroeconomic indicators to ageing will be modelled with panel methods. The analysis will be carried out for the largest EU countries, Japan, the USA and Austria.

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Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographic projections foresee a pronounced population ageing process in the coming decades. The associated changes in quantity and quality of labour will have an impact on the long-term economic outlook. This study discusses economic implications of current demographic projections for a set of large industrialised economies, which include the largest EU member countries, the USA and Japan, as well as Austria as an example of a small open economy. The focus of the study is the interplay between demographic and technological trends. The study extends the methodology of the European Commission's Ageing Report by considering the effects of size and composition of the working-age population on the productivity growth and productivity effect of the ICT intensity as a measure of directed technological change.
Martina Lizarazo López, Thieß Petersen (Bertelsmann Stiftung Gütersloh), Thomas Url, Serguei Kaniovski (WIFO)
Gesamtwirtschaftliche Effekte der demografischen Alterung. Fokuspapier (Macroeconomic Consequences of Demographic Ageing. Focus Paper)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung Gütersloh
Online seit: 18.12.2019 0:00
Demographische Prognosen gehen von einem deutlichen Alterungsprozess der Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten aus. Die damit verbundenen Veränderungen in Quantität und Qualität der Arbeitskräfte werden sich auf die langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven auswirken. Diese Studie untersucht die wirtschaftlichen Implikationen aktueller demographischer Prognosen für eine Reihe großer Industrieländer – die größten Mitgliedsländer der EU, die USA und Japan – und Österreich als Beispiel für eine kleine offene Volkswirtschaft. Im Mittelpunkt der Studie steht das Zusammenspiel von demographischen und technologischen Trends. Die Studie erweitert die Methodik des "Ageing Report" der Europäischen Kommission, indem sie die Auswirkungen von Größe und Zusammensetzung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf das Produktivitätswachstum und die Produktivitätswirkung der IKT-Intensität als Maß für den arbeitssparenden technologischen Wandel berücksichtigt.