9. Sozialstaatsenquete: Ungleiche Einkommensverteilung und soziale Absicherung – Wie hängt das zusammen? (9th Welfare State Enquete: Interdependence of Income Inequality on Social Security)
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 4.11.2015 10.00-14.00
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Online seit: 12.10.2015 0:00
Die Einkommensverteilung wird zunehmend ungleicher. In Österreich beziehen jene 20% der unselbständig Beschäftigten mit den geringsten Erwerbseinkommen nur 1,9% des lohnsteuerpflichtigen Einkommens, vor zehn Jahren waren es noch 2,5%. Auch zwischen Vollzeitbeschäftigten mit ununterbrochener Erwerbstätigkeit und zwischen selbständig Erwerbstätigen nehmen die Einkommensdifferenzen zu. Wie Analysen zur Beschäftigungsdynamik darüber hinaus zeigen, sind nicht alle Erwerbstätigen von Arbeitslosigkeit und Niedrigeinkommen gleichermaßen betroffen, sondern vor allem Personen ohne Ausbildung bzw. mit niedrigem Qualifikationsniveau. Für Personen im unteren Einkommensbereich mit kurzen Beschäftigungsdauern und häufigen Erwerbsunterbrechungen ergibt sich daraus eine angespannte ökonomische Lage. Niedrige Einkommen sind für die Betroffenen auch mittel- und langfristig mit niedrigen Sozialleistungsbezügen und damit einer schwachen sozialen Absicherung verbunden. Eine geringe Einkommensdynamik wirkt darüber hinaus auf die Finanzierungsbasis der lohnfinanzierten Sozialversicherungssysteme. Eine gleichere Einkommensverteilung führt gesamtvolkswirtschaftlich zu einem besseren Ergebnis. Die 9. Sozialstaatsenquete beleuchtet die Konsequenzen der steigenden Einkommensungleichheit für die soziale Absicherung und die Sozialversicherungssysteme. Dabei werden die jüngsten Forschungsergebnisse der OECD ebenso dargestellt wie die langfristigen Folgen der zunehmenden Einkommensungleichheit.
Forschungsbereich:Arbeitsmarkt, Einkommen und soziale Sicherheit
Sprache:Deutsch

9th Welfare State Enquete: Interdependence of Income Inequality on Social Security
The gap between rich and poor is at its highest level since 30 years in OECD countries. The long-run increase in income inequality raises social and economic concerns: due to income-related social security systems lower-income people face a long-term inadequate social security. But also financial sustainability of the health and pension system depends on high employment and increasing wages. The conference highlights the newest empirical facts and discusses new policy approaches.

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Silvia Rocha-Akis (Projektleitung)
Umverteilung durch die öffentlichen Haushalte in Österreich (Redistribution to the Public Sector in Austria)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2016
Das Projekt schließt an die früheren Arbeiten des WIFO zur Umverteilung aus den Jahren 1986, 1996 und 2009 an. Mit der Verfügbarkeit der Konsumerhebung 2009/10 und der jüngsten EU-SILC-Daten (2011/12) soll die aktuelle Verteilungseffizienz der Einnahmen und Ausgaben des öffentlichen Sektors in Österreich beurteilt werden, wobei der Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit den früheren WIFO-Analysen hohe Priorität eingeräumt wird. Darüber hinaus sind inhaltliche und methodische Weiterentwicklungen geplant.
Alois Guger, Markus Marterbauer
Umverteilung durch den Staat (Redistribution by the State)
WIFO-Monatsberichte, 2009, 82(11), S.859-877
 
Die Verteilung der Markteinkommen wird durch wohlfahrtsstaatliche Leistungen in Österreich in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Während aber die Steuern und Abgaben kaum umverteilend wirken, kommen die Staatsausgaben in höherem Maße den Haushalten mit niedrigem Markteinkommen zugute als jenen mit hohem. Unter Berücksichtigung der Haushaltsgröße gewinnen die Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommenspyramide aus dem staatlichen Umverteilungsprozess, während jene in der oberen Hälfte die Leistungen finanzieren, da sie mehr an Abgaben zahlen als sie an öffentlichen Leistungen erhalten.
Presseaussendungen, 24.09.2009 0:00
Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger
Monographien, September 2009, 12 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit finanzieller Unterstützung von: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Online seit: 23.09.2009 9:00
 
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d. h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
Alois Guger (Projektleitung), Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Hans Pitlik, Simon Sturn, Michael Wüger
Umverteilung durch den Staat in Österreich (Redistribution by the State in Austria)
Monographien, September 2009, 371 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Auftraggeber: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Online seit: 23.09.2009 9:00
 
Die Verteilung der Markteinkommen wird in Österreich durch die Aktivitäten des Staates in beträchtlichem Ausmaß korrigiert. Die Sekundärverteilung, d. h. die Verteilung der Einkommen nach Berücksichtigung aller Abgaben und öffentlichen Leistungen, ist deutlich gleichmäßiger als die Verteilung der Primär- oder Markteinkommen. Während die öffentlichen Abgaben insgesamt weitgehend proportional wirken und alle Einkommensschichten in Relation zu ihrem Markteinkommen gleichmäßig belasten, wirken die Staatsausgaben stark progressiv: Sie kommen zum einen Bedürftigeren stärker zugute als Wohlhabenden, zum anderen ist ihre ökonomische Bedeutung für die niedrigen Einkommen viel größer. Obwohl universelle wohlfahrtsstaatliche Leistungen und horizontale Verteilungsprinzipien dominieren, erfolgt eine deutliche vertikale Umverteilung; die Staatsausgaben, die an private Haushalte fließen, wirken in Summe eindeutig progressiv auf die Einkommensverteilung. Der Progressionsgrad der monetären und realen öffentlichen Transfers hat in den letzten 15 Jahren zugenommen. Berücksichtigt man neben dem Einkommen auch die Haushaltsgröße, so entfielen im Jahr 2005 auf das untere Drittel der Nicht-Selbständigenhaushalte gut 43% aller öffentlichen Transfers, auf das mittlere gut 31% und auf das obere 25%. In Relation zu den auf dem Markt erzielten Bruttoeinkommen betragen die öffentlichen Leistungen (ohne Pensionen, die hier als Markteinkommen behandelt werden) im unteren Drittel 84%, im mittleren Drittel 29% und im oberen 12%. Im Durchschnitt betrugen die hier analysierten Staatsausgaben 2005 27% der Bruttomarkteinkommen.
Umverteilung und Beitragsäquivalenz in der Alterssicherung (Redistribution and Contribution Equivalence Austrian Old Age Security)
WIFO-Monatsberichte, 2000, 73(9), S.547-557
Online seit: 20.09.2000 0:00
 
Im österreichischen Pensionssystem werden 15% des Bruttoinlandsproduktes großteils im Umlageverfahren an Pensionisten umverteilt. Das Ausmaß der Umverteilung zwischen den Generationen wird nicht nur durch die Reife eines Pensionssystems bestimmt, sondern auch durch exogene Faktoren: Den demographischen Wandel, zunehmende Instabilität der Arbeitsverhältnisse und eine Abnahme der Erwerbsbeteiligung erzeugen in einem Umlageverfahren Finanzierungsengpässe und letztlich Verschiebungen der Einkommensverteilung zwischen den Generationen. Die Methode des Generational Accounting bietet ein Schätzverfahren zur Bestimmung der Umverteilungswirkung zwischen den Generationen. Die vergangenen Pensionsreformen verstärkten das Versicherungsprinzip und schränkten dabei meist das Leistungsrecht künftiger Pensionisten ein. Die aktuelle Pensionsreform setzt Zutrittsbeschränkungen für Versicherte im pensionsfähigen Alter und erhöht die Abschlagsätze für die vorzeitige Alterspension.
Monographien, November 1987, 450 Seiten
Mit Beiträgen von Alois Guger, Ewald Walterskirchen, Georg Busch, Margarete Czerny, Wilfried Puwein, Peter Mooslechner
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
 
Monographien, Juli 1996, 230 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
 
Presseaussendungen, 18.10.1996 0:00
Presseaussendungen, , Jänner 1994
 
WIFO-Monatsberichte, 1987, 60(9), S.558-566
 
WIFO-Monatsberichte, 1987, 60(8), S.498-506
 
Umverteilung durch den Staat in Österreich (Redistribution by the State in Austria)
WIFO-Monatsberichte, 1996, 69(10), S.635-652
 
Die Umverteilung durch den Staat erreicht in Österreich einen beträchtlichen Umfang: Das obere Drittel der Haushalte, das über 60% des Brutto-Haushaltseinkommens verfügt, zahlt 62% der Abgaben und Steuern und erhält 43% der erfaßten öffentlichen Transfers. Der hohe Anteil an den (an der Zahl der Empfänger orientierten) Transfers spiegelt die überdurchschnittliche Haushaltsgröße wider. Für das obere Drittel der Haushalte machen diese Transfers aber nur 12% des Bruttoeinkommens aus, die Abgaben dagegen 37%. Das mittlere Drittel der nach dem Einkommen gereihten Haushalte verfügt über 28% des Brutto-Haushaltseinkommens, zahlt 28% der Abgaben und bezieht 35% der Transfers. Das untere Drittel der Haushalte verfügt über nur 12% des Brutto-Haushaltseinkommens, zahlt knapp 10% aller Abgaben, erhält aber 22% aller erfaßten Transfers. Diese Leistungen machen hier 31% des Einkommens der betroffenen Haushalte aus, im oberen Drittel nur 12%.
in: Alois Guger (Koord.), Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.429-446
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Peter Mooslechner
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.409-428
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Wilfried Puwein
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.377-408
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Margarete Czerny
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.291-376
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.255-290
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.211-254
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Georg M. Busch
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.173-210
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.145-172
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.99-144
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
in: Alois Guger (Koord.), Umverteilung durch öffentliche Haushalte in Österreich
Monographien, November 1987, S.61-98
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Monographien, November 1987, S.3-60
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Wege der Umverteilung durch die Aktivitäten der öffentlichen Hand. WIFO-Text zur Kurzbroschüre (Ways of Redistributing Through the Activities of the Public Sector. WIFO Text Contribution to a Brochure)
Monographien, März 2016, 24 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Diese Kurzzusammenfassung der aktuellen WIFO-Umverteilungsstudie analysiert das Umverteilungspotential in Österreich. Trotz der hohen Abgabenquote von fast 42% erfolgt die Umverteilung vor allem über die Ausgaben- und nicht über die Einnahmenseite der öffentlichen Hand. Das untere Einkommensdrittel der Haushalte verfügt nach dem Umverteilungsprozess über ein um 60% höheres Einkommen als davor. In der mittleren Einkommensgruppe wird das Primäreinkommen um 5% verringert, im oberen Einkommensdrittel um knapp 25%. Insgesamt gewinnen Haushalte in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung im kurzfristigen jährlichen Umverteilungsprozess durch die Geldleistungen, vor allem aber durch die Sachleistungen der öffentlichen Haushalte.
Silvia Rocha-Akis (Projektleitung)
Umverteilung durch den Staat in Österreich (Redistribution by the State in Austria)
Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Bundeskanzleramt
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Studie liefert einen aktualisierten Befund über die Einkommenssituation privater Haushalte vor und nach Umverteilung durch Einnahmen und Ausgaben des Staates. Der erste Teil der Studie bezieht sich auf das Jahr 2015 und knüpft an die bisherigen WIFO-Umverteilungsstudien zu den Jahren 1983, 1991, 2000, 2005 und 2010 an. Neben den Markt- und Primäreinkommen werden die Sozialabgaben sowie die direkten und indirekten Steuern in Hinblick auf ihre Verteilung und Progressivität auf der Haushaltsebene diskutiert. Einen Schwerpunkt der Analyse bilden die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Mindestsicherung. Im zweiten Teil der Studie werden die Umverteilungswirkungen der Steuerreform 2015/16 auf Basis einer Mikrosimulation untersucht.
Alois Guger, Michael Wüger, Martina Agwi, Adolf Buxbaum, Eva Festl, Käthe Knittler, Verena Halsmayer, Simon Sturn
Bücher und Monographien, ÖGB Verlag, Oktober 2009, 324 Seiten, https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=199
Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Alois Guger, Markus Marterbauer
in: Nikolaus Dimmel, Karin Heitzmann, Martin Schenk, Handbuch Armut in Österreich
Buchbeiträge, Studienverlag, Wien, 2009, S.44-66
in: Sozialbericht 2011-2012. Ressortaktivitäten und Sozialpolitische Analysen
Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Markus Marterbauer, Christine Mayrhuber, Thomas Leoni
in: Sozialbericht 2009-2010. Ressortaktivitäten und Sozialpolitische Analysen
Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Alois Guger, Markus Marterbauer
in: Bericht über die soziale Lage 2003-2004. Ressortaktivitäten und Analysen
Buchbeiträge, Wien, 2008, S.253-278
Herausgeber: Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
Silvia Rocha-Akis (Projektleitung)
Monetäre Umverteilung durch das österreichische Steuer- und Transfersystem 2015 – Verteilung der Arbeitszeit. WIFO-Beitrag zum Sozialbericht 2016 (Monetary Redistribution Through the Welfare System in Austria 2015 – Working Time Distribution. WIFO Contribution to the Social Report 2016)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2016
Die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben im Sozialbereich zwischen 2010 und 2015 und die Verteilungs- und Umverteilungswirkungen des österreichischen Abgabensystems und der monetären Sozialleistungen im Jahr 2015 werden mit dem WIFO-Mikrosimulationsmodell auf Basis der Daten des EU-SILC (European Union Survey on Income and Living Conditions), der Konsumerhebung und des HFCS (Household Finance and Consumption Survey) analysiert. Der Fokus liegt auf den Änderungen der Umverteilungswirkung gegenüber dem Vergleichsjahr 2010.
Presseaussendungen, 24.05.2016 16:30
Verteilungswirkungen des österreichischen Steuer- und Sozialabgabensystems 2007/2016 (Distribution Effects of the Austrian Tax and Transfer System 2007-2016)
WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(5), S.347-359
Online seit: 25.05.2016 9:00
 
Die Steuerreformen 2009/10 und 2015/16 erhöhten jeweils den Progressionsgrad der Einkommensteuer. Die indirekten Steuern, die für die Haushalte mit dem niedrigsten Gesamteinkommen die größte Abgabenbelastung bilden, wirken regressiv. Hatte sich der Regressionsgrad zwischen 2007 und 2010 etwas abgeschwächt, so erhöhte sich die Belastung niedriger Einkommen durch indirekte Steuern in den letzten Jahren durch den starken Anstieg der Miet- und Lebensmittelpreise. Insgesamt nahm die Umverteilungswirkung des Steuersystems (Einkommensteuer und indirekte Steuern) seit 2007 zu. Allerdings stieg die Belastung durch Sozialbeiträge in den unteren Einkommensdezilen zwischen 2007 und 2016 und sank in den oberen, sodass sich die Umverteilungswirkung der Sozialbeiträge abschwächte. Der Zunahme der Progressionswirkung der Einkommensteuer infolge der Steuerreformen stand daher eine immer schwächere Umverteilungswirkung der Sozialbeiträge gegenüber. Die Umverteilungswirkung des Steuer- und Sozialabgabensystems nahm zwischen 2007 und 2010 leicht zu, blieb aber zwischen 2010 und 2016 unverändert.
WIFO-Monatsberichte, 2016, 89(5), S.329-345
Online seit: 25.05.2016 9:00
 
In Österreich ist das Umverteilungspotential des Staates ähnlich wie in den skandinavischen Ländern, in Belgien, Frankreich und Italien hoch. Die Abgabenquote lag 2010 mit 40,8% um 4,2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der EU 15. Die Umverteilung erfolgt vor allem über die Ausgabenseite. Durch die regressive Struktur von indirekten Steuern und Sozialabgaben und das relativ niedrige Gewicht von Steuern auf Einkommen und Vermögenserträge verteilt das Abgabensystem nur in geringem Maße um. Deutlich umverteilend wirken dagegen die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen der öffentlichen Hand: Neben den Pensionsausgaben entfallen die sozialen Geld- und Sachleistungen überwiegend auf die Bereiche Gesundheit, Bildung und Familie und kommen allen Haushalten unabhängig von ihrem Einkommen gleichermaßen zugute, sodass ihre relative Bedeutung für Haushalte mit niedrigem Einkommen wesentlich höher ist als für einkommensstärkere Haushalte. Leistungen im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit sowie die Sozialhilfe, die Wohnbeihilfe, die Hinterbliebenenpension, das Pflegegeld und einzelne Familienleistungen wie das Kinderbetreuungsgeld und die öffentliche Kinderbetreuungsinfrastruktur werden hingegen aufgrund der stärkeren Betroffenheit häufiger von Haushalten mit niedrigem Einkommen in Anspruch genommen und bilden für diese einen substanziellen Einkommensbestandteil. Zwischen 2000 und 2010 wurde die Verteilung der Primäreinkommen (Markteinkommen und Pensionen) insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts erheblich ungleicher; diese Entwicklung wurde durch die staatlichen Umverteilungsaktivitäten nicht ausgeglichen. Auch die Verteilung der Sekundäreinkommen der Haushalte (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller monetären und realen öffentlichen Transfers), die zwischen 2000 und 2005 relativ stabil geblieben war, war 2010 ungleicher als Mitte der 2000er-Jahre.
Monographien, Mai 2016, 302 Seiten
Auftraggeber: Bundeskanzleramt – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Online seit: 25.05.2016 9:00
 
Die Untersuchung der Umverteilungswirkungen der staatlichen Aktivitäten in Österreich im Jahr 2010 schließt an die bisherigen Arbeiten des WIFO zu diesem Thema an. Mit einer Abgabenquote von 40,8% und einer Staatsausgabenquote von 53% des BIP weist Österreich ähnlich wie die skandinavischen Länder, Belgien, Frankreich und Italien ein hohes Umverteilungspotential des Staates auf. Die Umverteilung erfolgt vor allem über die Ausgabenseite. Durch die regressive Struktur der indirekten Steuern und Sozialabgaben und das relativ niedrige Gewicht der Steuern auf Einkommen und Vermögenserträge verteilt das Abgabensystem nur in geringem Maß um. Eindeutig umverteilend wirken dagegen die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Leistungen der öffentlichen Hand: Neben den Pensionsausgaben entfällt der Großteil der sozialen Geld- und Sachleistungen auf die Bereiche Gesundheit, Bildung und Familie und kommt allen Haushalten unabhängig von ihrem Einkommen gleichermaßen zugute, sodass deren relative Bedeutung für Haushalte mit niedrigem Einkommen deutlich höher ist als für einkommenstärkere Haushalte. Leistungen im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit sowie die Sozialhilfe, die Wohnbeihilfe, die Hinterbliebenenpensionen, das Pflegegeld und einzelne Familienleistungen wie das Kinderbetreuungsgeld und die öffentliche Kinderbetreuungsinfrastruktur werden hingegen aufgrund der stärkeren Betroffenheit häufiger von Haushalten mit niedrigem Einkommen in Anspruch genommen und bilden für diese einen substanziellen Einkommensbestandteil. Zwischen 2000 und 2005 und vor allem zwischen 2005 und 2010 wurde die Verteilung der Primäreinkommen der privaten Haushalte deutlich ungleicher. Auch die Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller monetären und realen öffentlichen Transfers), die zwischen 2000 und 2005 relativ stabil geblieben waren, waren 2010 ungleicher verteilt als Mitte der 2000er-Jahre.
Viktor Steiner (FU Berlin)
Wer trägt die Steuerlast? Verteilungswirkungen des deutschen Steuer- und Transfersystems (Who Bears the Tax Burden? Distribution Effects of the German Tax and Transfer System)
Vortragsreihe "WIFO-Extern", 17.6.2015 13:15
Kommentar: Silvia Rocha-Akis (WIFO)
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 08.06.2015 0:00
Anhand einer repräsentativen und integrierten Datenbasis aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) des DIW Berlin, der amtlichen Lohn- und Einkommensteuerstatistik und der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes sowie dem Mikrosimulationsmodell STSM wird die Steuer- und Abgabenbelastung privater Haushalte in Deutschland im Zeitraum von 1998 bis 2015 analysiert. Durch die Integration der Einkommensteuerstatistik werden insbesondere die Gewinn- und Kapitaleinkommen wesentlich besser erfasst als in bisherigen Analysen mit Haushaltsdaten. Die Analyse der Steuer- und Abgabenbelastung geht speziell auf die relative Bedeutung der Arbeitseinkommen und des Konsums sowie der Kapitaleinkommen ein und diskutiert die Verteilungswirkungen unterschiedlicher Inzidenzannahmen. Im Zeitraum 1998/2015 überstieg die Belastung der Haushaltseinkommen durch die stark gestiegenen Konsumsteuern die Entlastungswirkungen der Einkommensteuersenkung, und ärmere Haushalte wurden gemessen am laufenden Einkommen durch die Steuerreformen insgesamt wesentlich stärker belastet als Haushalte mit höheren Einkommen. Dies wird durch die Regressivität der Sozialbeiträge verstärkt, die im Beobachtungszeitraum ebenfalls zunahmen.
Bücher und Monographien, Metropolis, Marburg, Jänner 2008, 183 Seiten
Online seit: 10.11.2015 9:59
Martina Einsiedl, Eva Festl, Alois Guger, Käthe Knittler
in: Margareta Kreimer, Richard Sturn, Rudolf Dujmovits, Paradigmenwechsel in der Familienpolitik
Buchbeiträge, Wiesbaden, Jänner 2011, 202 Seiten
Online seit: 16.10.2015 18:47
Entwicklung und Verteilung der Einkommen in Österreich (Development and Distribution of Income in Austria)
in: Sozialbericht 2013-14
Monographien, Jänner 2015, 53 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Online seit: 21.01.2015 0:00
 
Die Arbeitenehmerentgelte stiegen in den Jahren 2012 und 2013 etwas stärker als die Unternehmens- und Vermögenserträge. Der seit einigen Jahren beobachtete leichte Anstieg der Lohnquote hielt damit an. Die personelle Einkommensverteilung der unselbständig Beschäftigten wird weiterhin durch die Heterogenisierung der Beschäftigungsverhältnisse bestimmt. Die Einkommensungleichheit aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhöhte sich zwischen 2000 und 2013 um 5,3%, jene der ausschließlich Vollzeitbeschäftigten um 4,1%. Auf der Haushaltsebene nahmen die niedrigeren äquivalisierten Haushaltseinkommen deutlich schwächer zu als die höheren. Insgesamt stiegen 2011 die verfügbaren Pro-Kopf-Haushaltseinkommen im Gleichschritt mit den Verbraucherpreisen um 3,3%, wobei das Einkommenswachstum mit +2,4% im untersten Quintil der Haushalte wesentlich schwächer ausfiel.
Verteilungseffekte einer Änderung der Abgabenbelastung geringer Erwerbseinkommen in Österreich. Ergebnisse einer Mikrosimulation (Distribution Effects to be Expected in Austria if the Tax Regime for Low Incomes from Work is Alleviated. Results of a Microsimulation)
WIFO-Monatsberichte, 2014, 87(11), S.767-781
Online seit: 26.11.2014 0:00
 
Erwerbseinkommen unterliegen in Österreich einer hohen Abgabenbelastung, die im unteren Einkommensbereich vor allem von den Sozialabgaben bestimmt wird. Eine Verringerung dieser Abgabenbelastung durch Senkung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung im unteren Einkommensbereich würde, wie eine Schätzung mit dem WIFO-Mikrosimulationsmodell zeigt, für 90% der Niedriglohnbeschäftigten im Durchschnitt eine Steigerung der monatlichen Nettoentgelte um 5,2% bedeuten. Die Auswirkungen wären insbesondere für Teilzeitbeschäftigte spürbar. Dennoch würde sich die Verteilung der (äquivalisierten) verfügbaren Haushaltseinkommen kaum ändern, und die Nettoeinkommenssituation von "Working-Poor"-Haushalten würde sich nur geringfügig verbessern. Um größere Nettoeinkommenseffekte auf Haushaltsebene zu erreichen, müsste neben einer adäquaten progressiven Gestaltung der Sozialversicherungsbeiträge auch die hohe Grenz- und Durchschnittssteuerbelastung im unteren und mittleren Einkommensbereich des derzeitigen Lohn- und Einkommensteuersystems gesenkt werden.
Entwicklung und Verteilung der Einkommen. WIFO-Beitrag zum Sozialbericht 2012 (Income Development and Distribution. WIFO Contribution to the Social Report for 2012)
Monographien, August 2012, 49 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
 
Die Zunahme des Volkseinkommens in den Jahren 2010 und 2011 ist stärker von der Entwicklung der Unternehmens- und Vermögenserträge getragen als von der Zunahme der Arbeitnehmerentgelte: Der langfristige Trend einer Verschiebung der Einkommensanteile von den Lohn- zu den Unternehmens- und Vermögenserträgen wurde 2009 unterbrochen, setzte sich aber 2010 und verstärkt 2011 wieder fort: Die Unternehmens- und Vermögenserträge wuchsen 2011 mit +8,4% mehr als doppelt so stark wie die Arbeitnehmerentgelte (+3,9%). Die Lohnquote sank damit in Österreich weiter. Die Heterogenisierung der Beschäftigungsverhältnisse trägt zur Einkommensspreizung der unselbständig Beschäftigten bei. In den vergangenen drei Jahrzehnten stieg der Gini-Koeffizient für die Bruttolohneinkommen der unselbständig Beschäftigten um 30% auf 0,452. Die Haushaltseinkommen sind weniger ungleich verteilt als die Bruttolohneinkommen der aktiv Beschäftigten. Aber auch hier ist eine leichte Zunahme der Ungleichheiten zu beobachten: Der Gini-Koeffizient erhöhte sich zwischen 2004 bis 2010 von 0,331 auf 0,333%.
Christine Mayrhuber, Thomas Leoni, Markus Marterbauer
Entwicklung und Verteilung der Einkommen. Grundlagen zum Sozialbericht 2010 (Development and Distribution of Incomes. Underpinnings for the Social Report for 2010)
Monographien, Dezember 2010, 51 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 20.12.2010 9:00
 
Die vergangenen Jahrzehnte waren von einem anhaltenden Rückgang der Lohnquote gekennzeichnet. Durch den Konjunktureinbruch stieg die Lohnquote 2009 erstmals seit Jahrzehnten wieder; der langjährige rückläufige Trend wird aber dadurch nicht verändert. Die vorliegende Studie analysiert anhand unterschiedlicher Daten den Bedeutungsgewinn der Einkünfte aus Besitz und Unternehmenstätigkeit, der mit dem Rückgang der Lohnquote einhergeht. Die Selbständigeneinkommen sind deutlich höher als die Durchschnittseinkommen der unselbständig Beschäftigten und wesentlich ungleicher verteilt. Diese Einkommensdifferenzen sind auch auf der Haushaltsebene zu beobachten: Die Nettoeinkommen der privaten Haushalte mit Selbständigeneinkünften sind ungleicher verteilt als jene ohne Selbständigeneinkünfte. Die Verteilung der Einkommen von unselbständig Beschäftigten wird gemäß den jüngsten Daten zunehmend ungleich. Der Anstieg der Zahl der Beschäftigten pro Haushalt in den unteren Einkommensschichten kompensierte teilweise die Einkommensungleichheit auf Personenebene, insbesondere für Haushalte mit Unselbständigeneinkommen. Auch für die Pensionseinkommen zeigt sich im vergangenen Jahrzehnt eine steigende Einkommensstreuung.
Giacomo Corneo (FU Berlin)
Einkommensverteilung und effektive Steuerprogression in Deutschland (Income Distribution and Effective Tax Progression in Germany)
Vortragsreihe "WIFO-Extern", 9.9. 2008
Alois Guger, Käthe Knittler, Markus Marterbauer
Die Entwicklung und Verteilung der Einkommen. Beitrag zum Sozialbericht 2008 (Development and Distribution of Incomes. Contribution to the Social Report of 2008)
Projektberichte (abgeschlossen), August 2008
Auftraggeber: Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Entwicklung der Einkommensverteilung war in den letzten Jahrzehnten nicht nur durch einen anhaltenden Rückgang der Lohnquote, also eine Umverteilung von den Lohneinkommen zu den Einkünften aus Besitz und Unternehmertätigkeit, geprägt, sondern auch durch eine Zunahme der Einkommensdisparitäten innerhalb der Lohneinkommen. Allerdings trugen die Aktivitäten des Sozialstaates und die Zunahme der Erwerbsbeteiligung – durch einen überdurchschnittlichen Anstieg der Zahl der Beschäftigten pro Haushalt in den unteren Einkommenschichten – wesentlich zur Verringerung der Ungleichheit in der Einkommensverteilung bei. Da allerdings parallel dazu die Arbeitseinkommen stärker zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte herangezogen wurden, wuchsen die Nettorealeinkommen nur mäßig – eine Entwicklung, die über eine Schwäche der Konsumnachfrage auch das Wirtschaftswachstum dämpfte.
Alois Guger, Markus Marterbauer
Langfristige Tendenzen der Einkommensverteilung in Österreich – ein Update. Die Verteilung von Einkommen und Vermögen (Long-term Trends in Income Distribution within Austria – An Update. Distribution of Income and Wealth)
WIFO Working Papers, 2007, (307), 27 Seiten
Die aktuelle Lage der Verteilung der Einkommen und ihrer längerfristigen Entwicklung wird auf Basis unterschiedlicher Datenquellen untersucht. Bezüglich der personellen Verteilung konzentriert sich die Untersuchung auf die Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen. Die Schere zwischen niedrigen und hohen Einkommen ist demnach groß und hat sich in den letzten Jahrzehnten weiter geöffnet. Dazu trugen vor allem der Anstieg der Arbeitslosigkeit und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (u. a. durch die deutliche Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung) bei. Beide Phänomene spielen auch eine wichtige Rolle für das deutliche Zurückbleiben der Einkommen von Frauen gegenüber jenen der Männer. Staatliche Eingriffe gleichen die großen Einkommensunterschiede etwas aus, vor allem durch das umfassende Angebot an öffentlichen Dienstleistungen (Bildung, Gesundheit u. a.) und die Sozialtransfers, kaum jedoch durch das Abgabensystem. In den letzten Jahrzehnten erhöhte sich nicht nur die Ungleichheit der Verteilung der Einkommen zwischen den unselbständig Beschäftigten, sondern auch zwischen den Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit und jenen aus Besitz und Unternehmung. Der Lohnanteil am Volkseinkommen ging merklich zurück. Zunehmend wird die Verteilung von der hohen Konzentration der Vermögen bestimmt. Vor allem in diesem Bereich gilt es die Datengrundlage für wissenschaftliche Analysen zu verbessern.
Presseaussendungen, 26.09.2005 9:00
Alois Guger, Markus Marterbauer
WIFO-Monatsberichte, 2005, 78(9), S.615-628
 
Wie in den meisten Industriestaaten hat auch in Österreich in den letzten Jahrzehnten die Ungleichheit der funktionellen und personellen Einkommensverteilung zugenommen. Nach einem Anstieg der Lohnquote in den siebziger Jahren sank der Lohnanteil am Volkseinkommen seither vor allem durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit und die starke Zunahme der Vermögenseinkommen deutlich. Innerhalb der Lohneinkommen wurde die Verteilung seit der zweiten Hälfte der siebziger Jahre und vor allem seit Mitte der neunziger Jahre merklich ungleicher: Der Anteil des obersten Einkommensquintils an den Gesamteinkommen erhöhte sich markant. Die Umverteilungswirkung des Sozialstaates durch direkte Steuern und Transfers hatte aber zur Folge, dass sich die Ungleichheit der verfügbaren Nettohaushaltseinkommen kaum ausweitete.
Monographien, Dezember 2004, 50 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz
 
Wie in den meisten Industriestaaten hat auch in Österreich in den letzten Jahrzehnten die Ungleichheit der funktionellen und personellen Einkommensverteilung zugenommen. Nach einem Anstieg der Lohnquote in den siebziger Jahren sank der Lohnanteil am Volkseinkommen seither vor allem durch die wachsende Arbeitslosigkeit und die starke Zunahme der Vermögenseinkommen deutlich. Innerhalb der Lohneinkommen wurde die Verteilung seit der zweiten Hälfte der siebziger Jahre und vor allem seit Mitte der neunziger Jahre merklich ungleicher: Der Anteil des obersten Einkommensquintils an den Gesamteinkommen erhöhte sich markant. Die positive Umverteilungswirkung des Sozialstaates durch direkte Steuern und Transfers hatte aber zur Folge, dass sich die Ungleichheit der verfügbaren Nettohaushaltseinkommen kaum ausweitete.
Wirtschaft und Gesellschaft, 2000, (2)
Projektberichte (abgeschlossen), 1998
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Michael Wüger
in: Stephan Schulmeister (Koord.), Österreichische Strukturberichterstattung – Kernbericht 1984. Band IV: Verflechtung von Nachfrage, Produktion, Erwerbstätigkeit und Einkommensverteilung
Monographien, 1985, 172 Seiten
Der Gesamtbericht 1984 (6 Kernberichte, 2 Ergänzungsbände, 1 Spezialbericht) kann zum Vorzugspreis von ATS 1500,– bezogen werden
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
 
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 1999
Mit Beiträgen von Alois Guger, Markus Marterbauer, Wolfgang Pollan, Michael Wüger (WIFO), Martin Bauer (ÖSTAT), Gerhard Wohlfahrt (Universität Graz)
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Während in den USA und in Großbritannien die Einkommensungleichheit in den letzten 1½ Jahrzehnten stark zunahm, veränderte sich in den meisten kontinentaleuropäischen Ländern die Verteilungssituation kaum. Die Studie untersucht auf der Basis möglichst aller verfügbaren Datenquellen die längerfristigen Verteilungstrends in Österreich.
Monographien, September 1999, 80 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
 
Die Studie analysiert die Wirkungen des Familienpakets 1998 auf die Einkommens- und Verteilungssituation der Familien und ihr Armutsrisiko; besonders berücksichtigt wird die Lage von Mehrkinderfamilien und alleinerziehenden Eltern.
Empirica, 1976, 3(1), S.55-76
 
Beilagen zu den WIFO-Monatsberichten, 1959, (60), 28 Seiten
Hans Seidel, Anton Kausel
WIFO-Monatsberichte, 1964, 37(1), S.15-22
 
Monographien, Juli 1998, 70 Seiten
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
 
Die österreichische Familienpolitik verteilt in einem umfassenden System der Familienförderung sowohl horizontal von kinderlosen zu kinderbetreuenden Haushalten als auch vertikal von wohlhabenden zu ärmeren Einkommenschichten um und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung der Familienarmut. Sie basiert im wesentlichen auf dem Prinzip der horizontalen Umverteilung, mit wenigen Ausnahmen (erhöhtes Karenzurlaubsgeld und Sondernotstandshilfe) wird unabhängig vom Einkommen von den kinderlosen zu den kinderbetreuenden Haushalten umverteilt. Im Jahr 1993 wurden rund 65 Mrd. S für die direkte Familienförderung ausgegeben. Rund 40% der Leistungen kamen dem unteren Drittel der Einkommenshierarchie zugute, 34% dem mittleren und 26% dem oberen Drittel. Die Leistungen verteilen sich damit sehr ähnlich wie die Kinderzahl auf die Einkommenschichten.
Projektberichte (abgeschlossen), Juli 1998
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 1996
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 1996
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Projektberichte (abgeschlossen), November 1996
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Projektberichte (abgeschlossen), März 1996
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Jugend und Familie
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 1995
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie
Projektberichte (abgeschlossen), Oktober 1995
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 1994
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Projektberichte (abgeschlossen), Oktober 1994
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
WIFO-Monatsberichte, 1990, 63(8), S.484-491
 
Die Bruttoverteilung des Volkseinkommens zwischen Lohn- und Nichtlohneinkommen wurde in den achtziger Jahren von einer kräftigen Expansion der Besitzeinkommen und einer Dämpfung der Lohnentwicklung aufgrund des Beschäftigungseinbruchs geprägt. Die Lohnquote ist netto, wegen höherer Abgaben stärker als brutto zurückgegangen. Während die Kaufkraft der persönlich verfügbaren Einkommen in Österreich rascher gewachsen ist, entwickelten sich die realen Nettoverdienste der Arbeiter im internationalen Durchschnitt.
 
WIFO-Monatsberichte, 1987, 60(9), S.552-557
 
 
Verteilungswirkungen familienpolitisch motivierter Maßnahmen in Österreich (The Redistributive Impact of Family Benefits in Austria)
WIFO-Monatsberichte, 1998, 71(12), S.873-886
 
In der österreichischen Familienpolitik dominiert das horizontale Verteilungsprinzip. Dennoch wird auch ein beträchtlicher vertikaler Umverteilungseffekt erzielt und die Familienarmut wesentlich reduziert. 40% der Familienleistungen fließen in das untere Drittel einer nach dem gewichteten Pro-Kopf-Nettoeinkommen geschichteten Einkommenshierarchie, 34% ins mittlere und 26% ins obere Drittel. Dadurch wird die Zahl der armutsgefährdeten Kinder um rund 90.000 auf 110.000 verringert. Die "Sparpakete" 1995 und 1996 brachten aufgrund der kumulierten Wirkungen der Kürzung familiärer und außerfamiliärer Transfers für Familien zum Teil erhebliche Belastungen.
Ein Vergleich der monetären Einkommensverteilung und -umverteilung 2010 und 2015. WIFO-Beitrag zum Sozialbericht 2015-2016 (Monetary Income Distribution and Redistribution 2010 and 2015. WIFO Contribution to to Social Report 2015-2016)
Monographien, Jänner 2017, 26 Seiten
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 01.02.2017 0:00
 
Während die Verteilung der Bruttomarkteinkommen in Österreich zwischen 2010 und 2015 laut Gini-Koeffizient etwas ungleicher wurde, waren die verfügbaren Haushaltseinkommen (Bruttomarkteinkommen einschließlich monetärer Sozialleistungen, ohne Sozialbeiträge und Einkommensteuer) 2015 geringfügig gleichmäßiger verteilt als 2010. Der Gini-Koeffizient betrug 2015 für die Bruttomarkteinkommen 0,53 und verringerte sich durch die monetäre Umverteilung auf 0,27. Insgesamt erwies sich die Verteilung der Bruttomarkteinkommen, Pensionen und Abgaben als außergewöhnlich stabil. Wie in Österreich verringerte sich, wie der Vergleich mit den anderen EU-15-Ländern zeigt, die Spreizung der verfügbaren Haushaltseinkommen in Großbritannien, Belgien und Finnland in den Krisenjahren 2010 bis 2015 leicht. Die Verteilung der Selbständigeneinkommen wurde aber in dieser Zeitperiode wesentlich ungleicher, und die Personen mit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit konzentrierten sich 2015 stärker im unteren Drittel der Verteilung der Haushaltseinkommen. Auch die Zahl und Konzentration der Personen, die Notstandshilfe bezogen, stieg mit der zunehmenden Verfestigung der Arbeitslosigkeit im unteren Terzil deutlich. Der Beitrag der Haushalte im unteren und mittleren Einkommensdrittel zu den Einnahmen aus Sozialabgaben und Einkommensteuer erhöhte und sich, die Progressionswirkung der Einkommensteuer nahm ab.
Christine Mayrhuber (Projektleitung)
Verteilungswirkungen der Maßnahmen aus den länderspezifischen Empfehlungen (CSR) im Rahmen der Haushaltsplanung 2015 und 2016 (Distributional Effects of Country-specific Recommendations on Federal Budget Drafts 2015-2016)
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2014
Die länderspezifischen Empfehlungen, die für den Haushaltsplanentwurf 2015 und auch für 2016 vorliegen, werden auf ihre Verteilungswirkung hin näher beleuchtet. Da die Empfehlungen und Datengrundlagen differieren, werden verschiedene Evaluierungsmethoden eingesetzt.
Projektberichte (in Arbeit), Dezember 2018
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz – Bundeskanzleramt
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Die Studie knüpft an die WIFO-Umverteilungsstudie aus dem Jahr 2016 an und liefert einen aktualisierten Befund über die Einkommenssituation privater Haushalte vor und nach Umverteilung durch Einnahmen und Ausgaben des Staates. Neben den Markt- und Primäreinkommen werden die Sozialabgaben sowie die direkten und indirekten Steuern in Hinblick auf ihre Verteilung und Progressivität auf der Haushaltsebene diskutiert. Einen Schwerpunkt der Analyse bilden die wohlfahrts- und sozialstaatlichen Geld- und Sachleistungen der öffentlichen Hand in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Familie, Wohnen, Arbeitslosigkeit und Mindestsicherung. Der über die Zeit stabilen Entwicklung der Umverteilungswirkung der staatlichen Aktivitäten im Querschnitt über die gesamte Bevölkerung liegen demnach gegenläufige Entwicklungen in Haushalten mit unterschiedlichen demographischen Merkmalen zugrunde. Während sich die Einkommensposition der Haushalte mit 46- bis 65-jährigen sowie der Haushalte mit über 65-jährigen Haupteinkommensbeziehenden ohne unterhaltsberechtigte Kinder vor und nach Umverteilung relativ zu den anderen Haushalten zwischen 2010 und 2015 verbesserte, verlagerte sich insbesondere der Anteil der Haushalte mit unter 45-jährigen Haupteinkommensbeziehenden mit unterhaltsberechtigten Kindern deutlich vom oberen in das mittlere und untere Einkommensdrittel, und deren Armutsgefährdung nahm zu. Unter Berücksichtigung der bisherigen, im Fünfjahresabstand durchgeführten WIFO-Umverteilungsstudien zeigen gängige Umverteilungsmaße zwischen 2000 und 2015 einen kontinuierlichen Anstieg des Ausmaßes der Umverteilung. Zwischen 2010 und 2015 wurde die Verteilung sowohl der Markt- und Primäreinkommen als auch der Sekundäreinkommen (Primäreinkommen nach Abzug aller direkten und indirekten Abgaben zuzüglich aller monetären und realen öffentlichen Transfers) weniger ungleich, während Maße der relativen Armut annährend konstant blieben. – Die Analyse verwendet Daten aus dem European Union Survey on Income and Living Conditions (EU-SILC), der Konsumerhebung und dem Household Finance and Consumption Survey (HFCS).
13. Sozialstaatsenquete: Die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Pflegesicherungssysteme (13th Welfare State Enquete: The Performance of Different Long-term Care Systems)
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 8.10.2019
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Online seit: 05.09.2019 0:00
Der Anstieg der Nachfrage nach Pflegeleistungen bringt eine Zunahme der Pflegekosten für die öffentliche Hand mit sich. Die 13. Sozialstaatsenquete widmet sich daher der Frage, welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Pflegefinanzierungsmodelle haben und wieweit sie sich hinsichtlich Leistungsangebot und Zugang zu Pflegeleistungen unterscheiden. Die Erfahrungen aus der deutschen Pflegeversicherung wie auch aus dem norwegischen steuerfinanzieren Pflegesystem für Österreich werden von namhaften Expertinnen und Experten diskutiert.
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 22.10.2012
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
12. Sozialstaatsenquete. Selbstverwaltung als Governance-Modell der Zukunft? (12th Welfare State Enquete. Self-administration as the Governance Model of the Future?)
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 20.11.2018
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Online seit: 09.10.2018 0:00
Ein gut funktionierendes Sozialversicherungssystem ist ein stabiles Fundament für eine Gesellschaft und deren nachhaltig erfolgreiche Entwicklung. Soziale Sicherheit, Inklusion, Partizipation, Solidarität sowie Verteilungsgerechtigkeit sind essentielle Bedingungen für eine erfolgreiche Gemeinschaft. Das in Österreich und Deutschland schon lange existierende und tief verankerte Selbstverwaltungsprinzip wird vielfach als Baustein einer lebendigen Demokratie angesehen. Das Prinzip der Selbstverwaltung kann dazu beitragen, dass die Interessen der betroffenen Versichertengruppen in der Sozialversicherung einbezogen werden, und es ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen den Bürgerinnen und Bürgern, aktiv an der unmittelbaren Erfüllung staatlicher Aufgaben mitzuwirken. Im Rahmen der 12. Sozialstaatsenquete wird die Funktionsweise von sozialen Selbstverwaltungssystemen beleuchtet und der Frage nachgegangen, wie die Selbstverwaltung als Governance-Modell der Zukunft gestaltet werden kann.
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Sitzungssaal Erdgeschoß, 1030 Wien, Kundmanngasse 21, 20.10.2017
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Online seit: 11.09.2017 0:00
Von der zunehmenden Digitalisierung des Arbeitsmarktes sind wichtige Themen wie Wettbewerbsrecht, Arbeitnehmerrechte und die Finanzierung des Sozialstaates betroffen. In neuen virtuellen Produktionsräumen verschwimmen traditionelle Grenzen zwischen betrieblichem und externem Humankapital, zwischen abhängiger und selbständiger Beschäftigung, zwischen betrieblichem und individuellem Risiko. Die 11. Sozialstaatsenquete widmet sich dem Ausmaß und dem Umfang der neuen plattformbasierten Produktionsweisen in Europa und Österreich. Die betrieblichen Abläufe der durchlässigen Wertschöpfungsketten stehen ebenso im Mittelpunkt wie die Chancen und Risiken von plattformbasierter Leistungserbringung und die damit zusammenhängenden Arbeitsbeziehungen.
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, 1030 Wien, Kundmanngasse 21, 4.11.2016
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Online seit: 06.10.2016 0:00
Die zunehmende Verbreitung und Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien bringt maßgebliche Veränderungen in allen Lebensbereichen mit sich. In der Arbeitswelt eröffnet die digitale Vernetzung neue Möglichkeiten, wie, wo und von wem etwas produziert wird: Arbeitskräfte können vom Unternehmen weltweit über das Internet kostengünstig, flexibel und schnell in die Aufgaben- und Projektbearbeitung eingebunden werden. Die Vermittlung dieser Aufgaben erfolgt über Internetplattformen ("Crowds" oder "Clouds"). Diese neue Form der Arbeitsorganisation wird begleitet von neuen Geschäftsmodellen. Zur Erbringung der Arbeitsleistung ist dabei weder eine räumliche Nähe noch eine vertragliche Bindung der Arbeitskräfte zu einem Unternehmen notwendig. Die Leistungserstellung über "Crowdsourcing-Plattformen" ermöglicht ein Unternehmertum ohne Besitz an den Produktionsmitteln Arbeit und Kapital. Die 10. Sozialstaatsenquete befasst sich mit typischen Modellen, dem Verbreitungsgrad und der Dimension dieser neuen Arbeitsformen und fragt nach der arbeitsrechtlichen Einordnung, der möglichen Einbindung in das System der sozialen Sicherheit und den Auswirkungen auf die Finanzierung der Sozialleistungen.
8. Sozialstaatsenquete: Soziale Mobilität und Einkommensungleichheiten (8th Welfare State Enquete: Income Distribution and Social Mobility in Europe)
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 27.10.2014 10:00-14:00
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Höhere formale Bildungsabschlüsse und die stärkere Arbeitsmarktbeteiligung der Erwerbsbevölkerung sind von einer Zunahme der Ungleichheit der Erwerbseinkommen begleitet. Analysen zeigen tendenziell negative Auswirkungen großer Einkommensungleichheit auf den sozialen Aufstieg. Die Sozialstaatsenquete beleuchtet die soziale Mobilität einzelner Gruppen innerhalb einer Generation wie auch zwischen den Generationen. Im Mittelpunkt stehen neueste empirische Befunde für Österreich und Deutschland.
7. Sozialstaatsenquete: Wie verändert die Finanzkrise die Systeme der sozialen Sicherheit in Österreich und Europa? (7th Welfare State Roundtable: How the Financial Crisis Changes the Social Security Systems in Austria and Europe)
Workshops, Konferenzen und andere Veranstaltungen, 23.10.2013 10:00-14:00
Veranstalter: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger – Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Sozialstaatliche Strukturen halfen unmittelbar nach Ausbruch der Krise, die Folgen für Europas Bevölkerung zu mildern. Die von der Finanzkrise ausgelösten realwirtschaftlichen Produktions- und Beschäftigungseinbußen in Verbindung mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit wirken mittel- und langfristig auf die soziale Absicherung in Europa. Die direkten und indirekten Auswirkungen der Finanzkrise auf die soziale Sicherung der europäischen Bevölkerung sind das Thema der 7. Sozialstaatsenquete, die das WIFO in Zusammenarbeit mit dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger veranstaltet.