WIFO-Monatsberichte

Die WIFO-Monatsberichte veröffentlichen Forschungsergebnisse des WIFO und Beiträge zur nationalen und internationalen Wirtschaftsentwicklung auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Analysen. Darüber hinaus werden in den WIFO-Monatsberichten Kennzahlen zur internationalen und österreichischen Wirtschaftslage veröffentlicht.

Editorial Board
Jesús Crespo Cuaresma (Wirtschaftsuniversität Wien)
Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
Philipp Schmidt-Dengler (Universität Wien)
Jens Südekum (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Andrea Weber (Central European University)

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Wo steht Österreich im fünften Jahr multipler Krisen?. Eine makroökonomische Betrachtung (Where Does Austria Stand in the Fifth Year of Multiple Crises?. A Macroeconomic Analysis)
WIFO-Monatsberichte, 2024, 97(2), S.99-113
Online seit: 07.03.2024 0:00
 
Die multiplen Krisen seit 2019 – COVID-19-Krise, Lieferkettenkrise, Energiepreisschock – haben die österreichische Volkswirtschaft härter getroffen als andere Länder. Der Realwert des BIP pro Kopf – ein Maß für die durchschnittliche Kaufkraft der Einkommen aus der Produktion von Gütern und Dienstleistungen – lag 2023 um 2,2% unter dem Niveau von 2019. Der Euro-Raum hat sich hingegen schneller erholt. Dort war der Realwert des BIP pro Kopf 2023 schon um 1,6% höher als 2019. Österreich wird den Vorkrisenwert frühestens 2025 erreichen. Trotz überdurchschnittlichen Beschäftigungswachstums sinkt in Österreich die geleistete Arbeitszeit pro Einwohner:in, was den Realwert des BIP pro Kopf unter Druck setzt. Trotz staatlicher Stützungsmaßnahmen lag der reale Konsum pro Kopf 2023 um 2% unter dem Vorkrisenniveau.
JEL-Codes:E20, E23, E24
Keywords:Makroökonomie, Wirtschaftsentwicklung
Forschungsbereich:Ohne Forschungsgruppenzuordnung
Sprache:Deutsch

Where Does Austria Stand in the Fifth Year of Multiple Crises?. A Macroeconomic Analysis
The multiple crises since 2019 – the COVID-19 crisis, the supply chain crisis, the energy price shock – hit the Austrian economy harder than other countries. The real value of GDP per capita – a measure of the average purchasing power of income from the production of goods and services – was 2.2 percent lower in 2023 than in 2019. In contrast, the euro area recovered more quickly. The real value of GDP per capita there is already 1.6 percent higher in 2023 than in 2019. Austria will not reach its pre-crisis level until 2025 at the earliest. Despite above-average employment growth, the number of hours worked per capita is falling in Austria, which is putting pressure on the real value of GDP per capita. Despite government support measures, the volume of consumption per capita will be 2 percent below the pre-crisis level in 2023.

Ihre Ansprechpersonen

 

apl. Prof. Dr. Hans Pitlik

Funktion: Ökonom (Senior Economist), Chefredaktion WIFO-Monatsberichte und WIFO Reports on Austria

Tatjana Weber

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung

Tamara Fellinger

Tätigkeitsbereiche: Redaktion, Website, Publikationen, Abonnentenbetreuung