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Update der mittelfristigen Prognose der österreichischen Wirtschaft 2019 bis 2023 (Update of the Medium-term Forecast of the Austrian Economy 2019 to 2023)
WIFO-Monatsberichte, 2019, 92(4), S.221-230
Online seit: 02.05.2019 0:00
 
Die Weltwirtschaft erreichte den Konjunkturhöhepunkt 2018. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird die österreichische Wirtschaft um 1,6% pro Jahr (2014/2018 +1,8% p. a.) wachsen, etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes. Die Steuerentlastung der privaten Haushalte durch den Familienbonus wird die Konsumnachfrage 2019 und vor allem 2020 unterstützen. Im Prognosezeitraum wird von einem durchschnittlichen Wachstum des privaten Konsums von 1,6% pro Jahr ausgegangen (2014/2018 +1,0% p. a.). Bis einschließlich 2020 wird die Beschäftigung konjunkturbedingt noch stärker ausgeweitet als das Arbeitskräfteangebot. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 7,3%. Ab 2021 wird das Arbeitskräfteangebot aber wieder stärker zunehmen als die Nachfrage, sodass sich die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Prognosezeitraumes auf 7,5% erhöht. Der Inflationsdruck bleibt mittelfristig mäßig, und das positive Inflationsdifferential zum Euro-Raum sollte sich weiter verringern, aber nicht umkehren. Das WIFO rechnet mit einer Inflationsrate gemäß Verbraucherpreisindex von durchschnittlich 1,8% p. a. Auf der Basis des prognostizierten Konjunkturverlaufes und der angenommenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird der Finanzierungssaldo der öffentlichen Haushalte über die Prognoseperiode positiv bleiben und sich leicht verbessern. Daraus folgt bis 2023 ein Rückgang der Staatsschuldenquote (Verschuldung des Gesamtstaates in Prozent des nominellen BIP) gegenüber dem Jahr 2018 um rund 17½ Prozentpunkte auf unter 57%.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Update of the Medium-term Forecast of the Austrian Economy 2019 to 2023
The global economy reached its business cycle peak in 2018 and growth is likely to slow in the coming years. Over the forecast period 2019-2023, the Austrian economy is expected to grow by 1.6 percent p.a. (2014-2018 +1.8 percent p.a.), slightly stronger than the euro area average. The tax relief for private households granted by the family bonus will support consumer demand in 2019 and especially in 2020. Over the forecast period, private consumption is expected to grow at an annual rate of 1.6 percent. (2014-2018 +1.0 percent p.a.). Employment will expand faster than labour supply up to 2020 as a result of the economic conditions and the unemployment rate will remain at 7.3 percent. However, from 2021 labour supply will again grow faster than demand, so that the unemployment rate will rise to 7.5 percent by the end of the forecasting period. Inflationary pressure will remain moderate in the medium term, and the positive inflation differential with the euro area should continue to narrow, but not reverse. WIFO expects an average consumer price inflation rate of 1.8 percent p.a. Based on the economic outlook and the assumed economic policy framework conditions, the overall fiscal balance will remain positive over the forecasting period and even improve slightly. As a result, the public debt ratio (general government debt as a percentage of nominal GDP) will fall by around 17½ percentage points as compared with 2018 to below 57 percent by 2023.

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