WIFO-Monatsberichte

Aktuelle Konjunkturberichte für Österreich und die großen OECD-Länder – Vierteljährliche Konjunkturprognose des WIFO – Rund 70 Artikel pro Jahr mit Hintergrundinformationen in Tabellen, Graphiken und englischer Zusammenfassung – Monatlich ausführlicher Tabellensatz mit rund 300 makroökonomischen Indikatoren

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Egon Smeral
Österreich-Tourismus 2025: Wachstumsmotor Städtetourismus (Austrian Tourism in 2025: City Tourism is the Growth Engine)
WIFO-Monatsberichte, 2014, 87(2), S.143-155
 
Die Verlagerung der Tourismusnachfrage zu den Städten und auch zu tourismusextensiven ländlichen Regionen ist Ausdruck einer deutlichen Umorientierung der Freizeitmärkte zu höherer Qualität und Individualisierung des Reiseerlebnisses oder – allgemein ausgedrückt – "postmoderner" Konsum- bzw. Produktionsstrukturen. Der "postmoderne" Konsument bevorzugt maßgeschneiderte Produkte und ist vor allem an gütermäßig erwerbbaren Erlebnissen ("commodified experiences") interessiert. In diesem Sinne haben Städte eine relativ hochentwickelte "postmoderne" Produktionsstruktur, die flexible Herstellungstechnologien umfasst. Die Agglomerationsvorteile von Städten sind Basis von Produktivitätsgewinnen, die wiederum Wachstums- und Innovationsprozesse generieren sowie Anreize für kreative und dynamische Personengruppen bilden. Da der Trend zu Städtereisen langfristig anhalten wird und mit einem Fortschreiten der Urbanisierung zu rechnen ist, ergeben sich Herausforderungen für die Stadtpolitik, die Strukturen entsprechend anzupassen.
Keywords:Urbanisierung, postmoderne Strukturen, Erreichbarkeit, Globalisierung
Forschungsbereich:Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Austrian Tourism in 2025: City Tourism is the Growth Engine
The growing demand for city tourism and tourism-extensive rural regions clearly demonstrates that leisure markets are rearranging their priorities towards better quality and more individualised travel experience or – more generally – towards "postmodern" consumption and production structures. "Postmodern" consumers prefer customised products and are interested in commodified experiences. Cities have a relatively highly developed "postmodern" production structure made up of flexible production technologies. The agglomeration advantages enjoyed by cities are the cause of their productivity gains, which in turn generate growth and innovation processes and act as incentives for creative and dynamic individuals. Considering that the trend towards city trips is expected to continue in the long term and urbanisation will spread further, city politicians are thus challenged to adapt the structures of their cities accordingly.

Ihre Ansprechpersonen

 

Mag. Dr. Andreas Reinstaller

Funktion: Ökonom (Senior Economist), Schriftleiter WIFO-Monatsberichte und WIFO Bulletin

Tamara Fellinger

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Mag. Ilse Schulz

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Tatjana Weber

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