WIFO-Studien

Die Auftragsarbeiten des WIFO werden regelmäßig als Studien publiziert. Sie stehen wie die laufenden Publikationen (z. B. Konjunkturprognose, Bundesländerberichte) als Print- und Online-Version gegen Kostenbeitrag zur Verfügung.

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Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Versicherungswirtschaft (The Macroeconomic Impact of the Austrian Insurance Industry)
Monographien, Oktober 2022, 62 Seiten
Auftraggeber: Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 14.11.2022 0:00
 
Versicherungen sind ein einfaches und effizientes Instrument zum Ausgleich finanzieller Schäden bei Eintritt vorab definierter Ereignisse. Die direkte Wirkung von Versicherungen auf den Nutzen der Versicherten besteht in der Vermeidung hoher finanzieller Belastungen durch den Schadenausgleich innerhalb der Versichertengemeinschaft. Damit werden starke Schwankungen im Konsumniveau der privaten Haushalte bzw. in der Produktionskapazität von Unternehmen verhindert. Aus einer gesamtwirtschaftlichen Sicht ermöglichen Versicherungsverträge ein größeres Maß an Arbeitsteilung und wirken damit produktivitätssteigernd. Weitere indirekte Effekte von Versicherungen entstehen durch Anreize für ein effizientes Risikomanagement und die damit verbundenen Maßnahmen zur Schadenvermeidung und zur Verringerung der potentiellen Schadensumme. Die Nachfrage an privaten Versicherungen ist stark mit staatlichen Absicherungssystemen verbunden. Im internationalen Vergleich wird das Angebot der Schaden-Unfallversicherungen in Österreich umfangreich genutzt, während die Lebensversicherung unterdurchschnittlich stark nachgefragt wird.
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

The Macroeconomic Impact of the Austrian Insurance Industry
Insurance contracts offer simple and efficient instruments for compensating financial losses after the occurrence of predefined events. The direct effect of insurance on the utility of private households is to avoid large financial burdens by compensating for losses among the collective of policy holders. This allows consumption smoothing for private households or it stabilises the productive capacity of companies. From a macroeconomic perspective, insurance contracts allow for a higher degree of division of labour and thus have a productivity-enhancing effect. Other indirect effects of insurance arise from the incentives encouraging efficient risk management and the measures undertaken to prevent losses or reduce the potential loss. The demand for private insurance is strongly linked to public insurance systems. In an international comparison, Austria makes extensive use of property-casualty insurance, while demand for life insurance is below average.

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Tamara Fellinger

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Tatjana Weber

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