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Franz Sinabell, Gerhard Streicher, Mathias Kirchner, Wachstums- und Beschäftigungseffekte des Programmes der Ländlichen Entwicklung 2007-2013

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(10), S.797-805
   
Im österreichischen Programm der Ländlichen Entwicklung 2007-2013 wurden ab 2007 pro Jahr 1,1 Mrd. € an Fördermitteln eingesetzt, um Wertschöpfung, Beschäftigung, Umwelt- und Lebensqualität zu steigern. Diese Mittel wurden zu 52% von der EU finanziert und durch Beiträge von Bund und Ländern ergänzt. Zu den Begünstigten zählen vor allem die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft. Darüber hinaus wurden Unternehmen und Gewerbebetriebe in der biobasierten Wertschöpfungskette und regionale Initiativen der ländlichen Bevölkerung gefördert. Modellanalysen zeigen vielfältige Wirkungen des Programmes auf die Volkswirtschaft. Die durch die Förderungen ausgelöste Wertschöpfung betrug 1,6 Mrd. €. Damit waren 30.300 Beschäftigungsverhältnisse verbunden. Die Zuwächse waren nicht auf ländliche Gebiete beschränkt, sondern stärkten Wachstum und Beschäftigung in den urbanen Regionen ebenfalls signifikant. Ohne das Programm wären Stickstoffüberschüsse und Emissionen von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft um 16% bzw. 3% höher gewesen. Durch das Programm wurde verhindert, dass 11% der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus der Produktion genommen worden wären.
 
Online seit: 25.10.2017 0:00
Forschungsbereich:Strukturwandel und Regionalentwicklung – Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Sprache:Deutsch

Growth and Employment Effects of the Rural Development Programme for 2007-2013

The Austrian Rural Development Programme for 2007-2013 delivered 1.1 billion € a year from 2007 in funding targeted at improving net output, employment as well as the environmental situation and quality of life. The EU financed 52 percent of the funds, with the rest added by the Austrian federal and state governments. Beneficiaries were primarily agriculture and forestry. Funding was also received by businesses and commercial operations in the organic-food-based value-added chain and regional initiatives of rural communities. Model analyses highlight the many impacts of the programme on the economy. The value added by the funding amounted to 1.6 billion €, associated with 30,300 jobs. The growth was not limited to rural regions but rather significantly strengthened growth and employment in the urban regions as well. Without the programme, nitrogen surpluses and emissions of greenhouse gases from agriculture would have been higher by 16 percent and 3 percent respectively. The programme prevented 11 percent of the agriculturally used land from being taken from production.

Verwandte Einträge

Oliver Fritz, Franz Sinabell, Gerhard Streicher, Erwin Schmid, Ökonomische Wirkungen des Programms der ländlichen Entwicklung in ländlichen und nicht-ländlichen Regionen in Österreich, in: 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V., 17. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie

Vortrag
 

Franz Sinabell, Wirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2007/2013 in Österreich auf den Agrarsektor, die Volkswirtschaft und ausgewählte Bereiche der Lebensqualität

Vortragsreihe "WIFO-Extern", WIFO, Arsenal, Objekt 20, Kleiner Sitzungssaal, 23.5.2016 13:15, veranstaltungen@wifo.ac.at
Mit dem Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007/2013 wurden pro Jahr öffentliche Mittel im Umfang von 1,1 Mrd. € eingesetzt. Damit wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen finanziert. Die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Emissionen wurden mit Hilfe von regional differenzierten quantitativen Modellen für den Agrarsektor und die Volkswirtschaft untersucht. Ergänzt wurde diese Analyse durch ökonometrische Untersuchungen zu Aspekten der Lebensqualität auf Ebene einzelner Gemeinden. Wie die Ergebnisse zeigen, wurden durch das Programm von der Aufgabe gefährdete landwirtschaftliche Standorte in Produktion gehalten, der Beschäftigungsumfang wurde erhöht, die Wertschöpfung der Volkswirtschaft stieg, und die Umweltbelastung durch Stickstoffüberschüsse und Treibhausgasemissionen wurde verringert. Diese Auswirkungen waren regional sehr unterschiedlich. Die untersuchten Indikatoren zur Lebensqualität zeigen kein einheitliches Bild.
Kommentar: Martin Schönhart (BOKU)
 
Veranstalter: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 18.05.2016 0:00

Franz Sinabell, Dieter Pennerstorfer, Gerhard Streicher (WIFO), Mathias Kirchner (BOKU), Wirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2007/2013 in Österreich auf den Agrarsektor, die Volkswirtschaft und ausgewählte Bereiche der Lebensqualität

Monographien, März 2016, 72 Seiten
Mit dem Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007/2013 wurden pro Jahr öffentliche Mittel im Umfang von 1,1 Mrd. € eingesetzt. Damit wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen finanziert. Die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Emissionen wurden mit Hilfe von regional differenzierten quantitativen Modellen für den Agrarsektor und die Volkswirtschaft untersucht. Ergänzt wurde diese Analyse durch ökonometrische Unterschungen zu Aspekten der Lebensqualität auf Ebene einzelner Gemeinden. Wie die Ergebnisse zeigen, wurden durch das Programm von der Aufgabe gefährdete landwirtschaftliche Standorte in Produktion gehalten, der Beschäftigungsumfang wurde erhöht, die Wertschöpfung der Volkswirtschaft stieg, und die Umweltbelastung durch Stickstoffüberschüsse und Treibhausgasemissionen wurde verringert. Diese Auswirkungen waren regional sehr unterschiedlich. Die untersuchten Indikatoren zur Lebensqualität zeigen kein einheitliches Bild.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Universität für Bodenkultur Wien
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Online seit: 31.03.2016 0:00

Franz Sinabell (Projektleitung), Bewertung der Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2007-2013 in Österreich

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Mit dem Programm der Ländlichen Entwicklung wurden zwischen 2007 und 2014 Fördermaßnahmen im Umfang von etwa 1 Mrd. € pro Jahr finanziert. Gefördert wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität, Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten und produktivitätssteigernde Investitionen. Das WIFO untersucht in diesem Projekt die Auswirkungen des Programms auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Nitratbilanz mit Hilfe von Modellen. Ergänzt wird diese Analyse durch ökonometrische Unterschungen der Programmwirkung auf Ebene einzelner Gemeinden.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria – Universität für Bodenkultur Wien
Abgeschlossen: 2016

Franz Sinabell (Koord.), Julia Bock-Schappelwein (WIFO), Christina Mayer (ST.AT), Martin Kniepert, Erwin Schmid, Martin Schönhart (BOKU), Gerhard Streicher (Joanneum Research), Indikatoren für die Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung 2007/2013 in Österreich

Monographien, Jänner 2011, 112 Seiten
Die Studie analysiert Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung in Österreich für die Periode 2007 bis 2013 auf Wirtschaft und Umwelt. Im Rahmen der Untersuchung wurden umfangreiche Datengrundlagen geschaffen: Indikatoren für die Situation auf dem Arbeitsmarkt allgemein und nach Geschlecht sowie die landwirtschaftliche Gesamtrechnung auf Ebene der NUTS-3-Regionen. Mit Hilfe von Modellen wurden im Rahmen von Ex-ante-Analysen absehbare Auswirkungen quantifiziert. Ohne das Programm wäre die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft um bis zu 23.000 niedriger und die regionale Wertschöpfung um bis zu 1,4 Mrd. € geringer. Zudem würde die Landwirtschaft in vielen Regionen zurückgedrängt. Detailliertes Kartenmaterial gibt Aufschluss über die regionalen Auswirkungen eines Wegfalls des Programms.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Statistik Austria – Universität für Bodenkultur Wien – Joanneum Research GmbH

Franz Sinabell (WIFO), Klaus Salhofer (TU München), Giannis Karagiannis (Universität von Mazedonien), Das Programm der ländlichen Entwicklung 2000-2006. Ausgewählte ökonomische Konsequenzen

Monographien, September 2006, 90 Seiten
Das Programm der ländlichen Entwicklung – die "zweite Säule" der Gemeinsamen Agrarpolitik – ist das wichtigste Förderprogramm der österreichischen Landwirtschaft. Im Zuge der Evaluierung untersucht das WIFO, in welcher Weise die einzelnen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Eine statistische Auswertung zeigt, dass durch das Programm besonders solche Regionen gefördert werden, die aufgrund der Standortbedingungen benachteiligt sind. Gemäß einem Vergleich zwischen biologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben ist je nach Betrachtung – dynamisch oder statisch – jeweils ein Produktionssystem dem anderen überlegen.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Franz Sinabell (WIFO), Gerhard Streicher (Joanneum Research), "Cross Cutting Question 4" – Auswirkungen des Programms der Ländlichen Entwicklung auf Wettbewerbsfähigkeit und Märkte

Projektberichte (abgeschlossen), Oktober 2004
Das Programm der Ländlichen Entwicklung ist das wichtigste Förderinstrument der Agrarpolitik in Österreich. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts untersuchen WIFO und Joanneum Research die Auswirkungen des Programms anhand verschiedener Effizienzindikatoren mit Hilfe ökonometrischer Verfahren.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abt. II/5
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Franz Sinabell, Gerhard Streicher, Halbzeitbewertung des Programms der ländlichen Entwicklung. Veränderung der Marktposition land- und forstwirtschaftlicher Grunderzeugnisse (Zwischenbericht)

Projektberichte (abgeschlossen), Dezember 2003
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

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