Profil der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie
WIFO-Monatsberichte, 1994, 67(11), S.628-632
 
Nationale Clusterstrukturen im Sinne von verwandten, sich gegenseitig unterstützenden und international erfolgreichen Branchen sind in Österreich vergleichsweise wenig ausgeprägt. Ausnahmen sind z. B. der Wirtschaftskomplex Holz–Papier sowie die Erzeugung von Eisenbahnschienen und von Spezialfahrzeugen für den Schienenverkehr. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Zum einen sind manche leistungsstarke Wirtschaftscluster der Vergangenheit heute von langfristigen Strukturproblemen beeinträchtigt (Textil, Stahl). Zum anderen sind viele erfolgreiche Branchen Teile von transnationalen Industriezweigen, deren Kernzonen und zentrale Verfügungsgewalt nicht in Österreich liegen (Autozulieferer, Unterhaltungselektronik).
Keywords:Profil der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie
Forschungsbereich:Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch